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wol 06.10.2003 20:30

Die Lehrer sollen, wenns nach dem und Konsorten geht, nach dem Unterricht die Schüler weiter aufbewahren bis so um 5 Uhr schätz ich mal. Das ist natürlich für micht ein Problem. WEnn die Schüler spätestens um 13 Uhr weg sind, hab ich auch noch eine Menge zu tun. Das könnte ich dann nicht, wenn ich die Kinder zu beaufsichtigen hab. Außerdem würde das bedeuten, dass ich 9 Stunden pro Woche Mehrarbeit hab. Welche Berufsgruppe lässt sich von heut auf morgen einfach 9 Wochenstunden aufbrummen, bei unveränderter Bezahlung. Außerdem sind normale Schulen ja nicht dafür ausgestattet, oder sollen die Kinder nach 5 Stunden Unterricht weitere 4 Stunden auf ihren Plätzen in der Klasse sitzen? Wer da sagt, find ich nicht so schlimm, der weiß nicht, was das für Probleme verursachen würde. Was anderes wärs, wenn Lehrer in dafür ausgestatteten Schulen das ganze als Zusatzleistung für Zusatzbezahlung machen würden. Das ist aber nicht vorgesehen , laut FPÖ jedenfalls nicht. Haider, der Mann der einfachen Lösungen: "Einfach" die Dienstverpflichtung der Lehrer um 9 Wochenstunden erhöhen. Na ja, zum Glück wirds das nciht spielen, alle haben ja hoffentlich noch nicht den Verstand verloren.

maXTC 06.10.2003 21:52

der RUDI war und ist der EINZIGE und BESTE :D

The_Lord_of_Midnight 06.10.2003 22:31

wenn man die frage der dienstverpflichtung von lehrern seriös beantworten will, müsste man konkret wissen, wieviel zeit die lehrer tatsächlich aufwenden. wenn ich mich richtig erinnere, war einmal eine meldung in den medien, daß der dienstvertrag eines lehrers die bezahlung von 1600 stunden arbeitszeit pro jahr vorsieht. (also 200 tage pro jahr mit je 8 stunden). wenn also ein routinierter lehrer schon heute diese zeit überschreitet oder erreicht, dann wäre das eindeutig unfair. natürlich muss man einem lehrer auch diverse vorbereitungszeiten und zeiten für korrekturen und ähnliches zugestehen. wenn man solche zahlen konkret vorliegen hat, dann kann man sich auch ein urteil darüber bilden.

daher wäre es sehr interessant, aufgrund welcher zahlen der haider seine meldungen geschoben hat (wenn er überhaupt zahlen braucht, um sich zu wort zu melden). bzw. ob er bei seinen meldungen auch zahlen genannt hat, mit denen er seine meinung begründet.

The_Lord_of_Midnight 06.10.2003 22:39

@xyladecor
Ich wollte dir eigentlich jetzt etwas von der spö-homepage zeigen, aber die dürften grade down sein
:lol:
http://www.spoe.at/
Failed to connect
The host 193.80.191.35 could not be contacted. If this persists, you should contact the administrator of the remote site.

xyladecor 07.10.2003 01:11

geht nach wie vor nicht, die wurde nicht gar wegen
mangelnder zugriffe eingestellt :D

kannst es mir ja zeigen wenn sie wieder on ist...

ciao ciao

TheltAlpha 07.10.2003 13:40

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
also die behauptung, daß man nicht mit der fpö reden darf oder soll, ist schon eine starke sache. immerhin ist das eine DEMOKRATISCH gewählte partei.
Schlechtes Argument. Hitler wurde auch demokratisch gewählt. Berlusconi auch. Schröder ebenso. Und trotzdem kann, oder MUSS man sogar, BESONDERS, wenn man sich DEMOKRAT nennen will, die Politik dieser Menschen kritisieren und sich das Recht herausnehmen, mit ihr nichts zu tun haben zu wollen.

Dimitris

gleeful 07.10.2003 13:53

soviel grüne hier? samma beim standard??? :rolleyes: :D

wundert mich aber tatsächlich etwas, hatte bislang immer den eindruck, dass technophile menschen politisch eher bodenständig sind. als politverdrossener zyniker tendierte ich ja prinzipiell auch in ihre richtung, aber viele ihrer ansichten stoßen mich dann wieder vor den kopf.

grüße
gleeful

maXTC 07.10.2003 14:07

nach den stimmen nach, müssten alle grünwähler hier sein :D

xyladecor 07.10.2003 16:16

Zitat:

Original geschrieben von TheltAlpha
Schlechtes Argument. Hitler wurde auch demokratisch gewählt. Berlusconi auch. Schröder ebenso. Und trotzdem kann, oder MUSS man sogar, BESONDERS, wenn man sich DEMOKRAT nennen will, die Politik dieser Menschen kritisieren und sich das Recht herausnehmen, mit ihr nichts zu tun haben zu wollen.

Dimitris

an sich bin ich ganz auf deiner seite, bis auf die tatsache,
dass du schröder gemeinsam mit berlusconi auf eine stufe stellst,
von hitler wollen wir gar nicht reden, das find ich dann schon
sehr extrem.

ansonsten wie gesagt ist es völlig richtig, es ist absolut nix
daran undemokratisch sich mit gewissen induvidien nicht an einen
tisch zu setzen, hätte es eine solche standhaftigkeit z.b. nur
vor 70 jahren gegeben, der menschheit wäre viel elende erspart
geblieben!

ciao ciao

jayjay 07.10.2003 17:21

Zitat:

Original geschrieben von TheltAlpha
Schlechtes Argument. Hitler wurde auch demokratisch gewählt. Berlusconi auch. Schröder ebenso. Und trotzdem kann, oder MUSS man sogar, BESONDERS, wenn man sich DEMOKRAT nennen will, die Politik dieser Menschen kritisieren und sich das Recht herausnehmen, mit ihr nichts zu tun haben zu wollen.

Dimitris


also sei mir nicht bös, aber so einen undemokratischen blödsinn hab ich ja schon lange nicht mehr gehört.

deiner meinung nach sind also nur leute "legitim" die deiner weltanschauung entsprechen. von demokratie hast du absolut gar nichts kapiert!

jayjay 07.10.2003 17:32

Zitat:

Original geschrieben von xyladecor
an sich bin ich ganz auf deiner seite, bis auf die tatsache,
dass du schröder gemeinsam mit berlusconi auf eine stufe stellst,
von hitler wollen wir gar nicht reden, das find ich dann schon
sehr extrem.

ansonsten wie gesagt ist es völlig richtig, es ist absolut nix
daran undemokratisch sich mit gewissen induvidien nicht an einen
tisch zu setzen, hätte es eine solche standhaftigkeit z.b. nur
vor 70 jahren gegeben, der menschheit wäre viel elende erspart
geblieben!

ciao ciao


gerade das "sich an einen tisch setzen und diskutieren" macht demokratie aus! diskussionsverweigerung ("ich habe recht, weil ich immer recht habe") ist so ziemlich das dümmste was ein mensch machen kann. der sinn einer demokratie (ganz egal ob im staat, in der familie oder in einem unternehmen) ist es auch die argumente der anderen anzuhören und dadurch vielleicht die eigenen verbessern, umzudenken (zumindest mal über negative effekte nachzudenken) oder sich bestätigen lassen.

diskussionen (egal mit wem) haben noch NIE geschadet.

nordbahnfredi 07.10.2003 20:16

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl
du bist sicher net alt,oder vielleicht doch?
denn wer sonst könnte rot nach 30 jahren misswirtschaft wählen?

genügt ja schon das die gewerkschaften rot sind,siehst eh was jetzt rauskommt bei den reformen.

Lieber Herr Karl,

die Gewerkschaften sind nicht nur rot sondern auch schwarz. Und wenn Du auf die Reformen anspielst: die SCHWARZEN (die Blauen lass ich aus, die fallen ja dauern im Liegen um, sind also zum Glück nicht Ernst zu nehmen) haben die ASVG-Pensionen "reformiert" - soll heißen alle ASVG-Versicherten wurden auf gut Deutsch beschissen. Die Reform der Beamten, also die Klientel des ÖAAB - also der SCHWARZEN Gewerkschaftsseite - wurden hingegen nicht beschissen. Auf die Reform dieser Gruppe wurde vergessen.

Die Roten haben in den letzten 30 Jahren viel Mist gebaut, zum nicht unbeträchtlichen Teil unter Mithilfe ihrer SCHWARZEN Koalitonspartner. Die haben sich die Taschen gefüllt - aber auch uns Kleinen mitleben lassen. Die derzeitge Regierung baut auch viel Mist, ist sehr unmenschlich und füllt sich die Taschen UND zieht uns Kleinen noch die Haut ab. Macht durch hohe Kosten vielen weniger Betuchten das Studium ihrer Kinder unmöglich, kürzt die Unterrichtsstunden - die Kinder der Betuchten in den Privatschulen merken nichts davon. Und demnächst kommt der Schock des Selbstbehaltes bei Krankheit hinzu - Klassenmedizin!!!

Also Butter am Kopf haben sowohl ROT als auch SCHWARZ. Nur, dass die SCHWARZEN eben unmenschlicher sind - obwohl eine christliche Partei, aber das gefällt wahrscheinlich vielen ÖVP Stammwählern auch nicht.

Abschließend MUSS ich noch sagen - solch eine zynische und UNMENSCHLICHE Regierung wie unter Schüssel gab es seit 1945 noch nie in unserem Land. Wer, außer wirklich sehr Wohlhaben bis Reichen kann diese Partei wählen und mit welcher Begründung? Würde mich wahnsinnig interessieren.

Möchte noch dazu sagen, dass ich weder ein besonderer Freund der Roten noch ein Feind der Schwarzen bin. Unter Busek waren auch die Schwarzen wählbar. Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass die Mitlgieder dieser unseligen Regierung, die unser Familiensilber verkaufen und uns sukzessive entrechten wollen, einmal mit Phantasiepensionen spaziren gehen, die wir bzw. unsere Kinder bazahlen müsssen dreht's mir den Magen um.

Cindy 07.10.2003 22:22

ja der Busek ist echt gut (gewesen) - kein wunder dass der den arroganten schwarzen nicht gepasst hat.

Zitat:

Abschließend MUSS ich noch sagen - solch eine zynische und UNMENSCHLICHE Regierung wie unter Schüssel gab es seit 1945 noch nie in unserem Land. Wer, außer wirklich sehr Wohlhaben bis Reichen kann diese Partei wählen und mit welcher Begründung? Würde mich wahnsinnig interessieren.
österreich ist ein lustiges volk. wenn man ihnen was wegnimmt scheinen sie zu schreien: "ja bitte, nehmt mir noch was"

das mit dem voest verkauf müsste mir auch bitte mal wer erkären. Einen Betrieb zu verkaufen der gut läuft und nette Gewinne einfährt nur weil man kurzfristig mal Geld braucht ist eine ziemlich dumme und kurzsichtige aktion. denn ist es wirtschaftlich nicht sinnvoller die Gewinne langfristig einzufahren als kurzfristig alles zu verscherbeln? oder einfacher ausgedrückt: ich würd ja auch nicht mein klavier verkaufen, wenn ich als konzertpianistin viel geld verdienen könnte...

meint eure
cin

gaelic 07.10.2003 22:38

@cindy: das gleiche ist ja auch mit gemeindewohungen passiert ... da könnte der staat auch bis in die unendlichkeit miete einfahren. nur jetzt hat man einmal einen lächerlichen preis für wohnungen verlangt.

xyladecor 07.10.2003 22:40

die letzten beiden postings sprechen mir as der seele,
gott sei dank gibt es noch genug leute in diesem land
die sich gedanken machen und ned alles glauben, was
ihnen täglich vorgekaut, vorgesetzt wird.

auch der momentane stand der befragung lässt hoffnung
aufkommen, dass sowas wie bei den letzten wahlen ned
noch einmal rauskommt, auch wenns nur eine sehr kleine
zahl ist die da mitmacht, aber ich glaub im grossen
und ganzen entspricht es der derzeitigen meinung, mal
schauen...

ciao ciao

nordbahnfredi 07.10.2003 22:41

Zitat:

Original geschrieben von gaelic
@cindy: das gleiche ist ja auch mit gemeindewohungen passiert ... da könnte der staat auch bis in die unendlichkeit miete einfahren. nur jetzt hat man einmal einen lächerlichen preis für wohnungen verlangt.
???

Bitte um nähere Erklräungen.

nordbahnfredi 07.10.2003 22:49

Was sagt das Forum zur heutigen Meldung im TV:

Der (blaue) Justizminister (ehemals Anwalt des Bärentalers!) gibt Weisung an die mStaatswanwaltschaft Klagenfurt, das Verfahren (alsche Zeugenaussage) gegen einen Mitarbeiter Jörg Haiders einzustellen. Angeblich wegen eines Formalfehlers.

Guat schau ma aus in Österreich.

Cindy 07.10.2003 22:53

Zitat:

Original geschrieben von xyladecor
gott sei dank gibt es noch genug leute in diesem land
die sich gedanken machen und ned alles glauben, was
ihnen täglich vorgekaut, vorgesetzt wird.

na das kam mir bei der letzten nr wahl aber anders vor...

lg
cin

jayjay 07.10.2003 23:00

Zitat:

Original geschrieben von nordbahnfredi
Was sagt das Forum zur heutigen Meldung im TV:

Der (blaue) Justizminister (ehemals Anwalt des Bärentalers!) gibt Weisung an die mStaatswanwaltschaft Klagenfurt, das Verfahren (alsche Zeugenaussage) gegen einen Mitarbeiter Jörg Haiders einzustellen. Angeblich wegen eines Formalfehlers.

Guat schau ma aus in Österreich.


das ist sein gutes recht als bmj.
hast du eine ahnung, wieviel weisungen broda erteilt hat??

"formalfehler" ist ein nichtigkeitsgrund - für jedes urteil ... ganz egal für wen.

jayjay 07.10.2003 23:06

Zitat:

Original geschrieben von Cindy
ja der Busek ist echt gut (gewesen) - kein wunder dass der den arroganten schwarzen nicht gepasst hat.



österreich ist ein lustiges volk. wenn man ihnen was wegnimmt scheinen sie zu schreien: "ja bitte, nehmt mir noch was"

das mit dem voest verkauf müsste mir auch bitte mal wer erkären. Einen Betrieb zu verkaufen der gut läuft und nette Gewinne einfährt nur weil man kurzfristig mal Geld braucht ist eine ziemlich dumme und kurzsichtige aktion. denn ist es wirtschaftlich nicht sinnvoller die Gewinne langfristig einzufahren als kurzfristig alles zu verscherbeln? oder einfacher ausgedrückt: ich würd ja auch nicht mein klavier verkaufen, wenn ich als konzertpianistin viel geld verdienen könnte...

meint eure
cin


du scheinst von der wirtschaftspolitik der letzten paar jahre nicht viel mitbekommen zu haben. voest-verkauf/staatswohnungen usw. sind primär "(privatisierungs-)projekte" der eu, an welche sich auch österreich zu halten hat.

unsere wirtschaftspolitik wird in brüssel gemacht, in wien sitzen nur mehr ein paar attrappen die brav das tun was die in beamten belgien wollen bzw. nur mehr sehr eingeschränkte wirtschaftspolitische möglichkeiten haben.

die österreicher scheinen das damals ja auch gewollt zu haben, sonst hätten sie gegen die eu gestimmt!

nordbahnfredi 07.10.2003 23:10

Zitat:

Original geschrieben von jayjay
das ist sein gutes recht als bmj.
hast du eine ahnung, wieviel weisungen broda erteilt hat??

"formalfehler" ist ein nichtigkeitsgrund - für jedes urteil ... ganz egal für wen.

Natürlich ist das sein Recht. Aber gerade in diesem Fall ist die Optik sehr schief.

Mir ist auch bekannt dass Broda und andere Justizminister Weisungen gegeben haben die nicht immer ganz "astrein" waren.

Auch was den Formalfehler betrifft hast Recht.

In dem TV-Beitrag haben auch Rechtswissenschafter und der Vorsitzende der Vereinigung der Staatsanwälte über das Weisungsrecht "nachgedacht". In einer Demokratie sollte es das ministerielle Weisungsrecht nicht geben. Gerade auch um die schiefe Optik zu vermeiden.

nordbahnfredi 07.10.2003 23:16

Zitat:

Original geschrieben von jayjay

unsere wirtschaftspolitik wird in brüssel gemacht, in wien sitzen nur mehr ein paar attrappen die brav das tun was die in beamten belgien wollen bzw. nur mehr sehr eingeschränkte wirtschaftspolitische möglichkeiten haben.

Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Unsere "Attrappen" werden eher von der Industriellenvereinigung oder von Herrn Strohsack gesteuert denn von Brüssel.

Cindy 07.10.2003 23:19

hmmm schiefe optik. zu dem thema empfehle ich die berichte des rechnungshofes zu lesen. das ist spannender als ein krimi. kaum war schwarz/blau an der "macht" habens erstes alle schlüsselpositionen durch freunderln ersetzt und die ausgaben für z.b. öiag etc sind gleich extrem in die höhe geschossen. soviel zu dem sparen, was die regierung von uns will und an das wir alle so fest glauben.

lg
cin

jayjay 07.10.2003 23:27

Zitat:

Original geschrieben von Cindy
hmmm schiefe optik. zu dem thema empfehle ich die berichte des rechnungshofes zu lesen. das ist spannender als ein krimi. kaum war schwarz/blau an der "macht" habens erstes alle schlüsselpositionen durch freunderln ersetzt und die ausgaben für z.b. öiag etc sind gleich extrem in die höhe geschossen. soviel zu dem sparen, was die regierung von uns will und an das wir alle so fest glauben.

lg
cin


bedenkt man, dass die fpö zur damaligen zeit 27% wählerstimmen hatte und alle ämter zwischen rot und schwarz aufgeteilt waren irgendwie verständlich, dass sich die blauen da auch was sichern wollten.

dass die övp sich gleich noch mehr vom kuchen schnappte finde ich da schon wesentlich schlimmer (weil nach dem wahlergebnis unverhältnismässig)...

leider wird man politische ämter/postenverteilung nie stoppen können.

ps. kaputtsparen bringt genausowenig wie geld in einem übersozialstaat zum fenster rauswerfen - von dem her ist keine seite besser als die andere.

Cindy 07.10.2003 23:42

nun ich denke nicht, dass wir einen "übersozialstaat" hatten.

was ich erschreckend finde ist, dass es unsere regierung zusammenbringt dass mittlerweile schon jeder gegen jeden "losgeht". und kein volk ist so leicht zu regieren und zu manipulieren als eines das man dazu bringt sich damit zu beschäftigen, zwischen den verschiedenen schichten und politischen einstellungen sich selbst zu bekämpfen. gut platzierte informationen und halbwahrheiten und man lenkt geschickt von der eigenen unfähigkeit und korruption ab.
"un pueblo unido jamas serra vencido"

lg
cin

nordbahnfredi 07.10.2003 23:48

Zitat:

Original geschrieben von jayjay


leider wird man politische ämter/postenverteilung nie stoppen können.

ps. kaputtsparen bringt genausowenig wie geld in einem übersozialstaat zum fenster rauswerfen - von dem her ist keine seite besser als die andere.

Parteipolitisch "gefärbrte" Postenverteilung hat es immer gegeben und wird es immer geben, leider. Doch mit solch einer unmenschlichen Härte, Brutalität und Unverfrorenheit wie unter dieser Regerierung ist das in Österreich noch nie geschehen.

Kaputtsparen ist schlecht. Übersozialstaat ist nicht gut, doch für den Kleinen, armen Hund weniger schädlich. Das ist der Unterschied.

Dieser Regierung ist der Begriff MENSCHLICHKEIT absolut fremd!!!

nordbahnfredi 07.10.2003 23:53

Zitat:

Original geschrieben von Cindy
nun ich denke nicht, dass wir einen "übersozialstaat" hatten.

was ich erschreckend finde ist, dass es unsere regierung zusammenbringt dass mittlerweile schon jeder gegen jeden "losgeht". und kein volk ist so leicht zu regieren und zu manipulieren als eines das man dazu bringt sich damit zu beschäftigen, zwischen den verschiedenen schichten und politischen einstellungen sich selbst zu bekämpfen. gut platzierte informationen und halbwahrheiten und man lenkt geschickt von der eigenen unfähigkeit und korruption ab.
"un pueblo unido jamas serra vencido"

lg
cin

Bravo, Du hast es auf den Punkt gebracht. Wir werden gegeneinander aufgehetzt. Und der kleine Kanzler von Haiders Gnaden (bite nicht zu vergesen, beim 1. Wahlgang hatte er ja kaum Stimmen) ist der König der Halbwahrheiten. Wenn er immer und immer wieder bei Medienauftritten seinen Sermon herunterbetet - solange bis es die Wähler wirklich glauben. Denn wenn der das so überezugt von sich gibt dann muss doch was dran sein, also wählen wir ihn wieder. Ich fürchte mich schon vor der nächsten Wahl.

nordbahnfredi 08.10.2003 00:01

Ohne Worte

http://dealunterfreunden.twoday.net/

http://wirrichtensuns.at/

The_Lord_of_Midnight 08.10.2003 01:34

Zitat:

Original geschrieben von nordbahnfredi
Übersozialstaat ist nicht gut, doch für den Kleinen, armen Hund weniger schädlich. Das ist der Unterschied.

und was glaubst wo wir am meisten sparen müssen, weil wir uns die irrsinnigen zinsen unserer verschwendunggsüchtigen vorfahren nicht mehr leisten können ? was glaubst du wer von den staatsschulden am meisten profitiert ? der "arme hund" oder nicht doch die "gstopften", die damit auf kosten des staates ihr leben lang zinsen kassieren können ? das zeigt mit aller deutlichkeit die verlogene oder zumindest hilflose und schwachsinnige schuldenpolitik der roten. sie geben zwar vor, daß sie sich für den "kleinen mann" einsetzen. in wirklichkeit profitieren heute am meisten die reichen davon. nur so als kleiner denkanstoß.

Dr. Acula 08.10.2003 11:27

Zitat:

Original geschrieben von Cindy
nun ich denke nicht, dass wir einen "übersozialstaat" hatten.

was ich erschreckend finde ist, dass es unsere regierung zusammenbringt dass mittlerweile schon jeder gegen jeden "losgeht".

lg
cin

endlich ist da jemand, der nicht nur blöd diskutiert,sondern handelt.
sonst geht nur die "krone" auf div. berufsschichten los,und des nimmt eh keiner mehr ernst.

und wer bitte geht den auf jeden los?
sind doch eh nur die "faulen" beamten die ärger hervorrufen.

es gibt aber beamte die wirklich wie in der privatwirtschaft schöpfen,aber von denen spricht niemand

TheltAlpha 08.10.2003 11:58

Zitat:

Original geschrieben von jayjay
gerade das "sich an einen tisch setzen und diskutieren" macht demokratie aus!
Dann setzen wir uns mal an einen Tisch mit Herrn Berslusconi und diskutieren wir mit ihm:

Ich: Lieber Herr Berlusconi, ich finde das nicht in Ordnung, dass Sie einen Großteil der Zeitungen Italiens besitzen, das italienische staatliche Fernsehen kontrollieren und Gesetze dergestalt ändern lassen, dass Sie strafrechtlich nicht verfolgbar sind und sich so den Gerichten entziehen.

Berlusconi: Ja, Sie haben recht, das gehört sich für einen Ministerpräsidenten nicht. Ich werde meine Zeitungen abgeben, meinen Einfluss im staatlichen Fernsehen eliminieren. Und da wir ja alle vor dem Gesetz gleich sein sollten, werde ich selbiges so ändern, dass auch ich wieder wie ein Normalsterblicher für gesetzeswidrige Handlungen strafbar bin.


Wir wissen natürlich alle, dass dieses Gespräch so nicht stattfinden würde. Es ist hier auch kein Kompromiss möglich, wie sollte ein solcher aussehen? Dass Berlusconi "ein paar seiner Zeitugen abgibt"? Dass er seinen Einfluss im staatlichen Fernsehen "ein bisschen zurücknimmt"? Dass er "ein paar Gesetze verändert", so dass er wieder "ein bisschen vor der Justiz strafbar ist" wie jeder andere auch? Wenn ich mich mit dieser Person an einen Tisch setze und versuche,
Zitat:

Original geschrieben von jayjay
auch die argumente der anderen anzuhören und dadurch vielleicht die eigenen verbessern, umzudenken (zumindest mal über negative effekte nachzudenken) oder sich bestätigen lassen.
dann läuft das für mich unter dem Begriff "Scheindemokratie" oder "Pseudodemokratie".
Zitat:

Original geschrieben von jayjay
diskussionen (egal mit wem) haben noch NIE geschadet.
Richtig, wenn ich mit Berlusconi diskutieren würde, schadet das nicht. Aber es steht von vornherein fest, dass es nichts bringen würde. Und deswegen ist es heuchlerisch und "pseudodemokratisch", sich trotzdem "an einen Tisch zu setzen und vernünftig zu spielen".


Dimitris

frazzz 08.10.2003 11:59

ich wiederhole mich ja eh gern: keiner von da oben


imho sind alle die jetzt in der politik sind nur zum selbstzweck der selbstbereicherung dort.

mach ma das alles ehrenamtlich, das argument der guten bezahlung wegen unbestechlichkeit zieht sowieso nicht mehr.

das wohl des volkes interessiert keinen der jetzigen parlamentarier

TheltAlpha 08.10.2003 12:04

Zitat:

Original geschrieben von jayjay
du scheinst von der wirtschaftspolitik der letzten paar jahre nicht viel mitbekommen zu haben. voest-verkauf/staatswohnungen usw. sind primär "(privatisierungs-)projekte" der eu, an welche sich auch österreich zu halten hat.

unsere wirtschaftspolitik wird in brüssel gemacht, in wien sitzen nur mehr ein paar attrappen die brav das tun was die in beamten belgien wollen bzw. nur mehr sehr eingeschränkte wirtschaftspolitische möglichkeiten haben.

die österreicher scheinen das damals ja auch gewollt zu haben, sonst hätten sie gegen die eu gestimmt!

Hier muss ich dir zustimmen!

Ob die Österreicher das aber gewollt haben, weiß ich nicht, denn ihnen wurde ja die Wahrheit nicht gesagt, beziehungsweise die Stimmen, die gegen einen EU-Beitritt waren, wurden unterdrückt.

Es würde mich interessieren, was bei einer neuerlichen EU-Abstimmung herauskommen würde, wenn man den Österreichern einmal dezidiert klar machen würde, dass für viele "Schweinereien" nicht unsere Parteien verantworlich sind, sondern einfach die Befehle der EU (z. B. Privatisierungen, Liberalisierungen in sensiblen Bereichen, Maastricht-Kriterien usw.).

Dimitris

Dr. Acula 08.10.2003 12:28

Zitat:

Original geschrieben von TheltAlpha

Es würde mich interessieren, was bei einer neuerlichen EU-Abstimmung herauskommen würde, wenn man den Österreichern einmal dezidiert klar machen würde, dass für viele "Schweinereien" nicht unsere Parteien verantworlich sind, sondern einfach die Befehle der EU (z. B. Privatisierungen, Liberalisierungen in sensiblen Bereichen, Maastricht-Kriterien usw.).

Dimitris


welche schweinereien?
das geschützte bereiche endlich frei zugänglich sind?
oder du auch im ausland kaufen,wohnen,etc. darfst?
Quelle,IKEA,etc. auch Auto verkaufen dürfen?
alles gut für den konsumenten.

die teuerung kannst nur den händlern ankreiden,denn die rechnen 1€=10ATS,was auch viele in der bevölkerung auch glauben.

jayjay 08.10.2003 15:30

Zitat:

Original geschrieben von TheltAlpha


Richtig, wenn ich mit Berlusconi diskutieren würde, schadet das nicht. Aber es steht von vornherein fest, dass es nichts bringen würde. Und deswegen ist es heuchlerisch und "pseudodemokratisch", sich trotzdem "an einen Tisch zu setzen und vernünftig zu spielen".

Dimitris


zum glück haben wir aber in österreich durchwegs demokratische parteien (und eben keinen berlusconi). nur HIER sind es nicht die freiheitlichen die eine diskussion mit der spö verweigern sondern umgekehrt: ich habe haupt/haider/usw. noch nie sagen hören "mit den roten reden wir aus prinzip nicht." umgekehrt hört man das fast schon täglich in den medien.

oder die grünen: da will die "fundi-basis" aus prinzip nicht mit den schwarzen zusammenarbeiten - aus prinzip nicht (trotzdem es ja anscheinend sehr viele berührungspunkte gibt). ganz abgesehen davon, dass ich herrn für van der bellen einen eingebildeten, besserwisserischen, grantigen industrieökonometrie-professor (das wahrscheinlich weltfremdeste vwl-fach aller zeiten!) halte ... nur weil der grad mal ein herr prof. ist sagt das nicht viel über seine wirtschaftskompetenzen aus (obwohl das viele denken). aber naja, ich würde trotzdem mit ihm reden - schon aus prinzip: wie ich auch mit einem neonazi oder einem kommunisten reden würde!

jayjay 08.10.2003 15:35

Zitat:

Original geschrieben von frazzz


das wohl des volkes interessiert keinen der jetzigen parlamentarier

ich glaube, dass viele politiker in gewissen sachen den bezug zur realität verloren haben.
trotzdem sollte man österreich nicht krankreden, denn so schlecht gehts uns ja wirklich nicht: egal ob der kanzler jetzt gusi oder schüssel heisst ...

ich finde, dass österreich in letzter zeit so erfolgreich war, weil die leute miteinander geredet haben. dass es um diese diskussionskultur zz. nicht gerade gut steht finde ich traurig, allerdings sicherlich nicht die alleinige schuld der regierung:
rot/grün verweigert die mitarbeit genauso (wer hat angefangen? :p )und will gar nicht reden und die (leider immer noch mächtigen gewerkschaften) sind ein relikt aus der steinzeit und haben in einem parlament sowieso NICHTS verloren...

gaelic 08.10.2003 16:14

wenn einmal ein ortlieb + lichtenegger im parlament sitzen ist sowieso hopfen und malz verloren :)

nordbahnfredi 08.10.2003 22:58

Zitat:

Original geschrieben von Herr Karl
das geschützte bereiche endlich frei zugänglich sind?

Quelle,IKEA,etc. auch Auto verkaufen dürfen?
alles gut für den konsumenten.


Welche geschützen Bereiche meinst Du - denke bitte an GATS!!!

Das große Konzerne wie Quelle, IKEA und wie sie alles heißen ein derart großes "Warengemisch" anbieten dürfen ist meines Erachtens sehr schlecht, sehr wohl auch für den Konsumenten. Die Multis schränken die Warenvielfalt ein, zerstören die Nahversorung, bestimmen schlussendlich die Preise und haben schon zehntausende Klein- und Familienbetriebe ruiniert. Dafür gehen dann die Gewinne nur an eine kleine Gruppe von Menschen. Und wenn der Umsatz nicht stimmt sperren die beinhart zu. Und der Konsument hat dann gar keine Einkaufsmöglichkeit mehr. Wenn früher ein Kleiner zusperren musste gab es noch viele andere Kleine. Wieviele kleine Bäckereien, die gutes Brot und Gebäck "gemacht" haben wurden durch die ein, zwei Megabackfabriken zerstört. Jetzt müssen wir den Dreck fressen der ja angeblich immer frisch gebacken wird. Aber was wird da gebacken - Fensterkitt, Scheißdreck oder was und in welchem Backofen? Und sogehts überall zu. Bis dann ein paar Konzeren alles beherrschen. Mahlzeit.

nordbahnfredi 08.10.2003 23:03

Zitat:

Original geschrieben von jayjay
zum glück haben wir aber in österreich durchwegs demokratische parteien (und eben keinen berlusconi).
Da müssen dann aber einige Regierungsmitlglieder bzw. manche Funktionäre von Interessenvertreteungen der Wirtschaft einer ausländischen Partei angehören!

wol 09.10.2003 16:06

Ah da schau her! Im Parlament gibts also Leute, die nicht von einer gewählten Partei dorthin geschickt wurden? Haben sich die eingeschlichen? Oder was meinst du eigentlich?


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