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gleeful 07.05.2003 17:12

Zitat:

Original geschrieben von zed


ist es gesetzlich wirklich verboten eine frau vertraglich z.b. 5 jahre zu binden? in denen sie keine kinder kriegen darf ohne den vertrag zu brechen? denke nicht oder?

scherzerl? das verstößt gegen die menschenrechte. ehrlich, grundsatzurteil bezog sich auf die menschenrechte, soweit ich mich entsinnen kann.

grüße
gleeful

gleeful 07.05.2003 17:13

@ moderatoren

mir fehlt da echt der punkt "sind am richtigen weg, aber es gibt noch einiges zu tun."

grüßt euch
gleeful

Tamarah 07.05.2003 17:15

Zitat:

Original geschrieben von Cindy
Dem gegenüber steht eine eklatante Ungleichheit zu Lasten von Frauen bezüglich Arbeitsleistung, Bezahlung usw.
Stimmt!
Frauen wird der Karenz angerechnet. Aber Männern auch! Nämlich dann, wenn es sich um Mutterschafts(Vaterschafts?)Karenz handelt. Nur, welcher Mann geht in Karenz und kümmert sich um Kinder und Haushalt?? Hm???? Na?
Und was bekommt man dafür angerechnet? Ein paar Jahre. Aber wie siehts mit der Bemessungsgrundlage aus? Was nützt mir eine Bemessungsgrundlage von € 300,-- (hab das aktuelle Karenzgeld nicht im Kopf)? Und anschließend an den Karenz dann vielleicht Teilzeit (und wiederum niedriges Einkommen), weil man niemanden hat, der sich sonst um die Kinder kümmert.
Meine Herren, ich würde gerne mit euch tauschen. Ich arbeite gerne 5 Jahre länger, hab eine tolle Pension und IHR kümmert euch um die Kinder und den Haushalt, verzichtet auf den tollen Job und die schöne Pension. ;)

jayjay 07.05.2003 17:27

Zitat:

Original geschrieben von Netsuya

Stimmt!
Frauen wird der Karenz angerechnet. Aber Männern auch! Nämlich dann, wenn es sich um Mutterschafts(Vaterschafts?)Karenz handelt. Nur, welcher Mann geht in Karenz und kümmert sich um Kinder und Haushalt?? Hm???? Na?


-> falsch! sowohl im neuen als auch im alten pensionssystem werden männern karenzjahre NICHT angerechnet - frauen hingegen schon! schon klar, dass er auch was dafür bekommt ("karenzgeld"), aber pension bekommt er für die "verlorenen jahre" keine, dh. er bekommt dann zb. bei 40jahren beschäftigung und 2jahren karenz nur für 38jahre pension. eine frau würde hier die vollen 40jahre bekommen.

jayjay 07.05.2003 17:43

@ cindy
 
zur bezahlung der frauen:

ich finde, dass dein modell hier stark simplifiziert ist und so nicht stimmt:
ein männlicher friseur der 10jahre arbeitet bekommt genau gleich viel gehalt wie eine friseurin welche auch 10jahre arbeitet. dies ist auf alle branchen umzulegen.
wie ich schon oben erwähnt habe, kann man jede statistik so drehen wie man es gerne hätte ...

ich denke mal deine prozentzahl stimmt so nicht:
1. es sind zz. mehr männer in spitzenpositionen, dh. sie verdienen auch mehr. dies ergibt sich unter anderem daraus, dass männer vor noch nicht allzulange zeit einfach besser qualifiziert waren als frauen (vgl. zb. studienabgänge 1960 - 1990). wenn man jetzt alle einkommen aller männer zusammenrechnet und dann die einkommen aller erwerbstätigen frauen nimmt und das ganze dividiert, dann erhält man eine prozentzahl die einfach de facto nicht stimmt. wenn man hingegen die statistik zb. bereinigt, indem man die oberen 10% und die unteren 10% jeweils bei frauen und bei männern wegnimmt (bereinigt), dann erhält man schon mal ein ganz anderes verhältnis.

2. sind prozentzahlen eine momentanaufnahme und keine tendenz. dh. wenn man zb. aktuelle uni-abgänge-zahlen anschaut, dann muss man feststellen, dass mittlerweile MEHR frauen eine hochschulausbildung positiv absolvieren als männer. höhere bildung = höheres einkommen.
conclusio: tendenziell werden in 20-30jahren frauen mehr verdienen als männer. was ich damit sagen will ist, dass man alles so drehen kann wie man eine statistik halt eben gern hätte.

3. wie bereits erwähnt ist das erwerbsleben von frauen kürzer als jenes von männern. folglich erhält eine frau weniger oft lohnsteigerungen gemessen am lebenseinkommen.

4. hausfrauen verdienen auf dem papier nichts. gehen wir davon aus, dass zb. 1mio frauen im haushalt arbeiten ... wenn diese in eine statistik als "null-verdienst" eingerechnet werden (was schon des öfteren geschehen ist!!) halbiert sich das frauen-einkommen praktisch.



"ich vertraue nur der statistik, die ich selbst gefälscht habe"
winston churchil

;)

Tamarah 07.05.2003 19:41

Zitat:

Original geschrieben von jayjay
-> falsch! sowohl im neuen als auch im alten pensionssystem werden männern karenzjahre NICHT angerechnet - frauen hingegen schon! schon klar, dass er auch was dafür bekommt ("karenzgeld"), aber pension bekommt er für die "verlorenen jahre" keine, dh. er bekommt dann zb. bei 40jahren beschäftigung und 2jahren karenz nur für 38jahre pension. eine frau würde hier die vollen 40jahre bekommen.
Ich glaube, du verwechselst hier etwas. Wer bezahlten Elternkarenz in Anspruch nimmt, bekommt den auch angerechnet - egal ob Mann oder Frau. Vielleicht meinst du ja auch die Kindererziehungsmonate, aber selbst hier gibt es eine Anrechnung für Männer.
Zitat:

Kindererziehungsmonate sind dem Elternteil zuzuordnen, der Karenz in Anspruch genommen hat. Für Zeiträume, in denen kein Karenzgeld bezogen wurde, sind die Kindererziehungsmonate dem Elternteil zuzuordnen, der in dieser Zeit nicht pflichtversichert war. Waren beide Elternteile oder war kein Elternteil pflichtversichert, gilt die Vermutung, dass die Mutter ihr Kind überwiegend betreut und erzogen hat (Gegenbeweis dieser Vermutung ist zulässig).
Aber was nützen dir anrechenbare Jahre, wenn du keine ordentliche Bemessungsgrundlage hast? Nichts...

Und außerdem:
Zitat:

Obwohl es beim gesetzlichen Pensionsantrittsalter zwischen Männern und Frauen einen Unterschied von 5 Jahren gibt, liegt das tatsächliche Antrittsalter nur 1,4 Jahre auseinander. Frauen gehen im Durchschnitt mit 56 Jahren, Männer mit 57,4 Jahren in Pension. Der Abstand von Frauen zum Regelpensionsalter ist weitaus geringer als jener der Männer.

frazzz 07.05.2003 19:47

Zitat:

Original geschrieben von Cindy
kurze anregungen zum nachdenken...

Die Einbeziehung des PartnerInneneinkommens bei der Berechnung der Notstandshilfe bzw der Ausgleichszulage trifft fast ausschließlich Frauen und dient zu nichts anderem, als Abhängigkeiten zu schaffen bzw aufrecht zu erhalten


lg
cin


ahso?

da kenn ich anderes :(

Hermander 07.05.2003 20:01

Re: Re: Emanzipation, zufrieden so?
 
Zitat:

Original geschrieben von jayjay



- frauen gehen 5 jahre früher in pension und werden im schnitt 7 jahre älter: gerecht?
- frauen bekommen karenz als pensionsjahre angerechnet, männer nicht .... eigentlich schon interessant?
- frauen machen keinen präsenzdienst (sauerei!!)
- von scheidungen, körperverletzung usw. gar nicht zu sprechen ...


frauen dürften nur nach erfolgter kindererziehung mit 60 in pensiion gehen.
wenn keine kinder hat würde das nicht gelten dürfen,warum auch?

und die angesprochenen 55 sind ja auch falsch(obwohls dann gehen),denn 60 ist das pensionsalter.
und bei scheidungen sinds aufeinmal unemanzipiert,denn dann sind sie die armen ,mit füssen getreteenen armutschkerl,die dann die männer ruinieren.....

jayjay 07.05.2003 20:09

Zitat:

Original geschrieben von Netsuya

Ich glaube, du verwechselst hier etwas. Wer bezahlten Elternkarenz in Anspruch nimmt, bekommt den auch angerechnet - egal ob Mann oder Frau. Vielleicht meinst du ja auch die Kindererziehungsmonate, aber selbst hier gibt es eine Anrechnung für Männer.

Aber was nützen dir anrechenbare Jahre, wenn du keine ordentliche Bemessungsgrundlage hast? Nichts...

Und außerdem:


ich bin mir fast sicher, dass ich gelesen habe, dass männern die karenz-zeit nicht als pensionszeit angerechnet wird (frauen hingegen schon), für das neue pensionssystem (wenns so kommt) bin ich mir da sogar ziemlich sicher - stand mal so in der presse (also eigentlich einem övp-blatt). da stand dann auch sowas wie, dass damit erreicht werden sollte, dass wieder mehr frauen die kindererziehung übernehmen usw. müsst mich jetzt echt schwer täuschen ... :confused: :rolleyes:

bemessungsgrundlage haben mann und frau, wenn sie den gleichen beruf gleich lange getätigt haben ja auch die gleiche ... wie sich da statistische fehler ergeben hab ich oben versucht zu erklären!

pc.net 07.05.2003 20:27

sorry, aber ich glaube nicht, dass sich viele junge eltern informieren, WER wieviel für die karenzjahre angerechnet bekommt ...

das machen sich die nach dem jeweiligen umständen aus (zb: frau verdient weniger -> wenn man in karenz gehen würde, wäre das ein höherer einkommensverlust für den ganzen haushalt) ...

und was ist mit alleinstehenden müttern (werden ja immer mehr)? da gibts keinen mann, der stattdessen in karenz gehen könnte ... also wird mit so einer regelung IMHO ganz genau gar nix erreicht ...


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