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franznovak 29.04.2003 06:43

Der "kleine Mann" is Otto Normalverbraucher :D

Faserschmeichler 29.04.2003 07:06

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Ich frage mich, wem es überhaupt helfen soll, wenn gestreikt wird.

Fall A) Das Ziel (welches soll das eigentlich sein ?) wird nicht erreicht. Sinnlos.
Fall B) Das Ziel wird erreicht. Es gibt keine Reformen. Was dann ?


Zu A)
Ziel ist die Verhinderung einer kalten Enteignung der zukünftigen Pensionisten.
Die Regierung nennt es "Pensionsreform".

Zu B)
Wer sagt, dass es keine Reformen geben soll?
Dass es welche geben soll, da sind sich wohl alle einig.

The_Lord_of_Midnight 29.04.2003 07:30

Ich habs zwar schon in einem anderen Thread gepostet, aber weil es so perfekt hier hineinpasst:

Orf Teletext, Seite 104

104 ORF1 Di,29.04.2003, 07:17 25

LEISTUNGSBILANZ 2002 MIT ÜBERSCHUSS
Im letzten Jahr konnte Österreich
erstmals seit 1990 wieder einen
Leistungsbilanz-Überschuss erzielen.

Den entscheidenden Beitrag für diese
Verbesserung habe die Handelsbilanz
geliefert, die erstmals seit Bestehen
der Zweiten Republik einen Überschuss
aufweise, so die Österreichische Na-
tionalbank. Die Exportquote erreichte
mit 36 Prozent des BIP einen neuen
Höchstwert. Parallel seien die
Importe gesunken. Im Tourismus habe
Österreich als sicheres Reiseland
gepunktet, so die Nationalbank.

Das ist die beste Garantie, das auch die jungen Menschen einmal eine menschenwürdige Pension bekommen werden. Aber es ist halt für einen Parteimenschen schwer, eine herausragende Leistung der Regierung zu würdigen. Vielleicht weil die eigenen Leute das niemals zustandebringen würden ? Was hat der Gerharter vom Konsum damals gesagt ? Ich wollte ja das Unternehmen retten, aber die Gewerkschafter haben mich nicht lassen. Das ist genau das Problem mit dem Interessenskonflikt, genau das ist die wirklich größte Gefahr für meine Pension. Nur um das zu verstehen, muss man nachdenken und mehr draufhaben als nur "Hurra, wir werdens der bösen Regierung zeigen".

Faserschmeichler 29.04.2003 15:50

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Aber es ist halt für einen Parteimenschen schwer, eine herausragende Leistung der Regierung zu würdigen. Vielleicht weil die eigenen Leute das niemals zustandebringen würden ?
Das ist natürlich erfreulich, weil Positives in den letzten Jahren äußerst rar geworden ist.
Nur behaupte ich, dass dies TROTZ der jetzigen Regierung geschah und nicht WEGEN der Regierung.

Den Erfolg können hauptsächlich die Wirtschaft und die ArbeitnehmerInnen für sich beanspruchen.
Säßen fähige Leute auf der Regierungsbank, wären die Werte noch besser ausgefallen.

Ja ich bin Parteimensch.
Ich ergreife Partei für sozial Schwächere, für Benachteiligte, für Wehrlose, für Unterdrückte usw.

Und auch du ergreifst Partei, nur halt für die Anderen.

The_Lord_of_Midnight 30.04.2003 00:40

ich meine aber den parteimenschen im negativen sinne von "parteisoldat". da gehts nicht mehr um das was gut und richtig ist, vor allem für unsere zukunft und unser land, sondern nur noch darum ob jemand "von der anderen fraktion" ist oder "von den eigenen". sonst würdest du es nicht drehen und wenden wie du es brauchst. wenn immer nur alles negativ ist, was die aktuelle regierung tut, dann habe ich keine andere logische erklärung.

bezüglich partei ergreifen: das ist eine bösartige unterstellung. ich ergreife ebenso partei für sozial schwache, benachteiligte, wehrlose, unterdrückte. aber ich sehe auch die realität und bin nicht nur ein idealist. sowas nennt man pragmatisch denken.

maxb 30.04.2003 00:59

gegenüber einem hungerstreik bevorzuge ich eindeutlich ein protestessen :o

Faserschmeichler 30.04.2003 07:12

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
bezüglich partei ergreifen: das ist eine bösartige unterstellung. ich ergreife ebenso partei für sozial schwache, benachteiligte, wehrlose, unterdrückte. aber ich sehe auch die realität und bin nicht nur ein idealist. sowas nennt man pragmatisch denken.
Das war keine Unterstellung, und schon gar nicht bösartig.
Mir fällt nur auf, dass du immer für die Regierung Partei ergreifst.
Und ich kann dieser Regierung nicht unterstellen, dass sie sich besonders für die genannten Gruppen einsetzt.

frazzz 30.04.2003 07:25

haben wir jetzt schon alle 18 streikarten?

nur weil da jemand ot wird :D
wie war das mit sperre? :rolleyes:

Oli 30.04.2003 08:48

Die angekündigten Streiks schaden ausschließlich der Wirtschaft und rufen aller Voraussicht nur einen Unmut in der Bevölkerung hervor.

Also ich persönlich habe absolut kein Verständnis, wenn durch Blockaden von Autobahnen oder Streiks bei den Öffis Termine nicht eingehalten werden können.

Dies schadet nur dem eigenen Unternehmen, hat aber meiner Ansicht nach nichts mit der Pensionsreform zu tun.

Wenn schon mit Druckmitteln a la Steiks die Pensionsreform verhindert werden soll -was ich bezweifle -, dann sollte es die treffen, die sie veranlassen!


Ciao Oliver

Moose 30.04.2003 09:22

Wie kann man nur gegen Streiks sein? Ich versteh Euch überhaupt nicht.

Meinungsfreiheit ist ein Gut daß wir nicht so schnell wieder hergeben sollten. Außerdem, daß die Regierung sowieso das tut was sie will haben wir ja bei den Wahlen erlebt.

Ein Streik ist die letzte Waffe vom Volk gegen die Regierung/einen Beschluß.

Stellt Euch vor das Streikrecht/Demonstrationen werden verboten, wie sollen wir unsere Meinung kundtun? Das wäre wohl der erste Schritt in die falsche Richtung! Wie lange haben unsere "Vorfahren" für dieses Recht gekämpft - und ihr regt Euch darüber auf.

Daß ein Großteil die VP oder FP gewählt haben gegen diese Streiks jetzt sind ist ja verständlich, aber es geht nicht nur um Eure Meinung!

Und wegen LOM, daß wir nie einer Meinung sind hat sich ja schon mal herausgestellt.

Aber daß du pragmatisch denkst ist die größte Ausrede/Argumentation der Schwarzwähler. Immerhin sind wir noch ein Sozialstaat. Wir können die "Reichen" nicht noch mehr bevorzugen. Da wären Studiengebühren, die Pensionsreform, Stundenkürzungen bei der Bildung ...

Daß die FP und VP nicht wirklich soziale Parteien sind darfst nicht abstreiten. Schon allein daß sie die Pensionsreform bis 2004 durchziehen wollen zeigt doch nur daß die Regierung nach dieser Legislaturperiode gut dastehen will mit dem Budget. Sicher das machen andere Parteien auch - aber kaufen die Abfangjäger wenns auf der anderen Seite sagen wie pleite wir sind?

Jetzt wegen den Pensionen, auch wenns total OT ist und im falschen Forum:

den Durchrechungszeitraum zu erhöhen ist ja wirklich total zach. Ein Student kommt nie auf die langen Arbeitszeiten, die einer hat, der sich nach der Schule ins Arbeitsleben stürzt.
Gut, tun wir alles daß immer weniger Menschen studieren gehen. Zuerst warens die Studiengebühren, dann die Pensionsreform. Und damit wir bei der Bildung (ja bekanntlich doch ein wertvolles Gut, obwohl unser Schulsystem sicher nicht das Beste ist) gerade sparen, streichen wir in den Schulen noch bis zu 6 Stunden die Woche.
Alle anderen Stunden müssen dann eben bezahlt werden.
Die Chancengleichheit verschwimmt immer mehr, das soziale Gefälle wird größer.


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