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Atomschwammerl 09.01.2002 20:21

:lol:
ich glaub du kriegst keinen Posten ohne einen Hauptschulabschluss
aber mit 20 und gutem willen kann man ja immer noch htl abendschule machen

ThomasL 09.01.2002 21:10

tja der ECDL zählt
denzel washington in training day : " nicht die wahrheit zählt, sondern das was man beweisen kann"

1stz 09.01.2002 21:17

_m3:
lt. deinem Profil hast du heute Geburtstag.Gratuliere!:bier: :bier:

>Es ist ja schon selten, dass aus einem Maurer ein guter Skifahrer wird, aber dass aus einem Maurer durch ein halbes Jahr Kurse ein guter EDVler wird halte ich für extrem unwahrscheinlich.

Nicht nur das was man in der Schule lernt zählt, sondern was man mitnimmt, umsetzt und wie man's verkauft!

Praxis ist gefragt, und die lernt man nicht in der Schule.

allwissende Müllhalde 10.01.2002 04:14

Vergeßt bitte nicht den nicht unerheblichen und wahrscheinlich nicht unerwünschten Nebeneffekt, daß diese frischgebackenen Computerbauarbeiter (es soll ja auch schon Computerbauern geben) durch den ersten, ihnen gratis angebotenen Kontakt mit der Materie schlagartig davon begeistert - verzaubert - ja regelrecht danach süchtig werden.
Von dieser Abhängikeit getrieben führt sie der erste Weg nach bestandener Prüfung in den nächsten Computerladen um sich dort die begeehrte staatlich verordnete Droge zu beschaffen.
Ist das nicht schön - ab diesem Zeitpunkt hat sich die Investition gelohnt; es fließt wieder Geld zurück in die Wirtschaft und die ganze It Branche inklusive Rat und Tat Forum,Hotlines,Helpdesks,Telefongesellschaften,Pro vider, und und und profitieren davon. :D

sky 10.01.2002 06:11

Na damit wär dann ja alles geklärt, und offensichtlich, daß Schüssel DOCH ein Genie ist. Oh, wir Ungläubigen, werden wir es denn niemals lernen???

Trotzdem besser als Nichts. Aber könnte man das ganze nicht vom ECDL in einen ACmB (Anfänger Computerkurs mit Besuchsbestätigung) umbenennen? Dann wüßte wenigstens jeder was gemeint ist.

PrinzRazzo 10.01.2002 11:07

Hallo!

Ich hab in dem Artikel nirgends eine Aussage gefunden, die besagt, daß man nach 6 monatiger Ausbildung ein Computerfachmann ist!!!

Allerdings glaube ich schon, daß ein Bauarbeiter, der ein paar Monate eine Computerschulung besucht nachher in der Lage sein wird, einen Computer zu bedienen (mit der maus fahren, klicken, Computer einschalten, ausschalten, der "zaubertrick" mit copy/paste oder ähnliche *insidertipps* halt) und viel mehr ist es eh nicht.

Und "besser dastehen" tun die Bauarbeiter dann sicher, wenn sie einen Rechner zumindest bedienen können (oder wenigstens keine Panikattacken bekommen, wenn sie daran denken)

Der ehemalige Bauarbeiter kann dann einen Computer bedienen, ist aber kein Programmierer oder EDV-Fachmann.

So habe ich den Artikel verstanden.

mfg

@sky
den schüssel find ich auch genial (verd****, ich finde den smiley mit dem kopfschuss nicht)

P.S.: Ich habe nix gegen Bauarbeiter und bin mir sicher, daß es da ganz viele gibt, die sich bei Computern weitaus besser auskennen als ich!!!

The_Lord_of_Midnight 11.01.2002 04:03

Wir sollten uns nicht zu sehr in Klischees verfangen.

Also mein Maurer hat schon seit Jahren einen Pc und ist selbständig und problemlos in der Lage alle Tätigkeiten die so anfallen zu verrichten. Öfters schau ich selbst wie er die ganzen Grafiken, Visitenkarten, Einladungen, Briefe usw. so schön hingekriegt hat. Wenns dann irgendwas Gröberes gibt, dann helf ich ihm ein bißchen und weiter gehts fröhlich dahin :)

Ich kenn den Computerführerschein nicht, laut den Berichten die ich bis jetzt gelesen hab soll er ja nicht das Gelbe vom Ei sein.

Aber es ist alles auch nur eine Frage der Erwartungen. Wenn z.B. jetzt ein Maurer beispielsweise aus Krankheitsgründen keine schweren körperlichen Arbeiten mehr verrichten kann, dann macht das für mich Sinn (zumindest soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann). Oder wenn er eben arbeitslos geworden ist.

Es müssen nicht alle gleich Top-Leute mit Top-Verdienst sein. Es gibt ja z.B. auch weniger qualifizierte Arbeiten wie Pcs assemblen. Ein Problem sehe ich darin, daß ein Facharbeiter wie z.B. ein Maurer sich mit solchen Minimal-Gehältern nicht wirklich zufrieden geben wird. Also wenn er plötzlich nur noch die Hälfte verdient.

Da sind wir bei der entscheidenden Frage der Zumutbarkeit angelangt. Also ab wann kann man es einem Facharbeiter zumuten, der im eigenen Fach keine Arbeit mehr findet, geringer qualifizierte Arbeiten anzunehmen ?

Vernünftige Leute werden sich mit weniger zufrieden geben und dann versuchen, permanent zu lernen und sich wieder hochzuarbeiten. Zumindest ich habe so angefangen, bin so umgestiegen und würde es sicher sofort wieder so machen. Denn (fast) alles ist besser als arbeitslos zu sein. Das ist bitter und kein Spaß. Da ist jede Hoffnung und Chance unendlich viel wert.

_m3 11.01.2002 10:59

Zitat:

Original geschrieben von PrinzRazzo
...Ich hab in dem Artikel nirgends eine Aussage gefunden, die besagt, daß man nach 6 monatiger Ausbildung ein Computerfachmann ist!!!
http://www.orf.at/orfon/020109-46917...txt_story.html: Damit sei für Österreich die Voraussetzung geschaffen, in einem halben Jahr wieder besser dazustehen.
Impliziert für mich, dass nach einem halben Jahr die Bauarbeiter so hoch EDV-qualifiziert sind, dass sie sofort einen Job finden => sie sind nach einem halben Jahr Computerfachmänner.

Zitat:

Original geschrieben von PrinzRazzo
den schüssel find ich auch genial (verd****, ich finde den smiley mit dem kopfschuss nicht)
http://kris71.free.fr/smiley/PDF.gif oder http://kris71.free.fr/smiley/su.gif könnte ich da anbieten.

Nur zur Klarstellung: Mein posting richtete sich ja auch nicht gegen die Bauarbeiter - die sind ja momentan arme Hund - sondern "gegen" den Schüssel, der sich mit dieser hirnlosen Aussage bei mir einmal mehr disqualifiziert hat.

The_Lord_of_Midnight 11.01.2002 22:15

Ich möcht da keine parteipolitische Diskussion anfangen, weil das führt sehr schnell zu sinnlosen Konflikten.

Aber als Ausgleich ein Beispiel von der anderen Seite:
Kronen Zeitung, Freitag 11. Jänner 2002, Seite 2.
Mindestgehalt von 1000 € möglichst rasch einführen
Gusenbauer: Arbeitslose zu Facharbeitern umschulen !

Ich glaub die sind alle gleich und für mich ist keiner einen Deut besser. Zumindest wenn man ihnen beim Reden zuhört.

Die Realität ist, daß ein normaler und erfolgreicher Politiker niemals die unverblümte Wahrheit sagt. Und diese Wahrheit kann nur eines sein: Zuerst einmal in den sauren Apfel beißen und DEUTLICHE Einkommensverluste in Kauf nehmen. Aber wer von denen traut sich, das vom Wähler zu verlangen ?

Was macht der Gusenbauer ? Der verlangt sogar NOCH HÖHERES Arbeitslosengeld, zusätzlich zu den GRATIS-KURSEN. Ist das nicht ein bißchen zu viel des Guten ? Sollten wir nicht endlich anfangen, von den Leuten zusätzlich zur Hilfe die wir ihnen geben, auch Selbstverantwortlichkeit und Engagement zu verlangen ? Und nicht immer nur die Hand aufzuhalten und sobald jemand den Mund aufmacht ihm wieder ein paar Tausender reinzustecken ?

Ein weiteres Schuldenmachen wird unser zukünftiges Einkommen weiter und weiter verkleinern und die Steuerlast noch weiter erhöhen. Außerdem ist das aufgrund der Konvergenzkriterien zum Euro sowieso verboten und wird mit schweren Strafen verfolgt.

The_Lord_of_Midnight 11.01.2002 22:23

> Damit sei für Österreich die Voraussetzung geschaffen, in einem halben Jahr wieder besser dazustehen.

> Impliziert für mich, dass nach einem halben Jahr die Bauarbeiter so hoch EDV-qualifiziert sind, dass sie sofort einen Job finden => sie sind nach einem halben Jahr Computerfachmänner.

Für mich nicht. Für mich reicht es schon, wenn soviele Leute wie möglich wieder einen Arbeitsplatz gefunden haben. Auch wenn sie ein geringeres Einkommen haben, haben sie wieder eine Zukunft und können mit Fleiß und privaten Engagement beruflich erfolgreich sein. Eine Garantie, daß man sofort einen Job findet, wird es niemals geben. Auch nicht für Leute, die schon lange in der Edv arbeiten.

Selbst in unserer Verfassung gibt es nicht das Recht auf Arbeit.


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