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ChRoM 20.09.2001 12:46

@oli: Stabilität schön und gut, aber die Überwachung der E-Mails der Angestellten geht ja wohl entschieden zu weit. In so einer Firma würd ich definitiv nicht arbeiten. Und jeder der es sich aussuchen kann wohl auch nicht. Hörts Ihr auch die Telefongespräche ab? Die Gespräche in der Kantine? Nö? Warum dann die E-Mails?

mr.red 20.09.2001 12:52

oli: nicht alles was man unterschreiben kann wird auch binden. wenn das ding nicht von einem rechtsanwalt geprüft oder verfasst wurde is es fix ein schmarrn.mfg

Oli 20.09.2001 15:30

Zitat:

Original geschrieben von mr.red
oli: nicht alles was man unterschreiben kann wird auch binden. wenn das ding nicht von einem rechtsanwalt geprüft oder verfasst wurde is es fix ein schmarrn.mfg
Das ist es - und sogar vom Betriebsrat genehmigt ....

Übrigens, wir sind ein schwedisches Unternehmen, und die sind dafür bekannt, viel für Mitarbeiter zu machen - im positiven Sinn.

Die Sozialleistungen bzw. Förderungen im Ausbildungsbereich und auch das Betriebsklima ist so gut, wie ich noch in keinem anderen Unternehmen festgestellt habe.

Ciao Oliver

Oli 20.09.2001 15:32

Zitat:

Original geschrieben von ChRoM
@oli: Stabilität schön und gut, aber die Überwachung der E-Mails der Angestellten geht ja wohl entschieden zu weit. In so einer Firma würd ich definitiv nicht arbeiten. Und jeder der es sich aussuchen kann wohl auch nicht. Hörts Ihr auch die Telefongespräche ab? Die Gespräche in der Kantine? Nö? Warum dann die E-Mails?
EMails werden nicht überwacht oder gelesen - es kann nur bei Problemen oder im Falle einer Virenverseuchung notwendigsein, den Übeltäter zu suchen - und da ist natürlich auch die EDV-Abteilung zur Verschwiegenheit über den Inhalt verpflichtet.

Oder hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, was die EDV-Leute alles ausschnüffeln können, z. B. Löhne/Gehälter, etc.

Also mir ist dies alles egal - ich habe nichts zu verbergen.

Ciao Oliver

Gandalf 20.09.2001 18:39

Zitat:

Original geschrieben von Oli


- die Benützung des firmeneingenen Internetanschlußes sowie
der damit verbundene Mailverkehr ausschließlich zu firmenzwecken
benutzt werden darf
- an der bestehenden PC-Konfiguration weder an Hardware noch
Software Änderungen (Programme installieren, deinstallieren,
Systemeinstellungen verändern, etc.) vorgenommen werden dürfen
- die Firmen-PC´s ausschließlich für firmen eigene Zwecke
verwendet werden dürfen
- Infos zur Virenvermeidung
- das Unternehmen sich das Recht vorbehält, den Internetverkehr
sowie Email-Verkehr einzusehen


Das halt vor keinem Richter stand. Sind halt die üblichen Floskeln die genau solange fiunktioniern so lange sich keiner darüber aufregt bzw. solange keiner deswegen gekündigt wurde und dann zu irgeneiner Arbeiterorganisation oÄ. geht. Denn wennst alls Kündigungsgrund angiebts "Hat private Mails versandt" kannst dir sicher sein das du bei jedem Arbeitsgericht ganz gewaltig einfahrn wirst. Bitte dieses post nicht falsch verstehn. Sollte keiner Kritik an dir oder deiner Firma sein. Auch ich kenne diese schreiben und weis auch das sie eher "pychologisch" wirken sollen. In Realität ist es doch so das es sowieso niemanden interressiert wer wann wo surft.

martens 20.09.2001 19:34

Gandalf

Wie wärs mit
Wiederholter Verstoß gegen Firmenvorschriften
Wiederholte unerlaubte Verwendung von Firmeneigentum für Privatzwecke
ergo
Mißachtung von Weisungen
schädigt Betriebsklima
usw usw
So schauts dann am Kündigungsschreiben aus, nicht "verschickt private mails" :(

martens 20.09.2001 19:37

nicht alles was man unterschreiben kann wird auch binden. wenn das ding nicht von einem rechtsanwalt geprüft oder verfasst wurde is es fix ein schmarrn



Soweit ich mich noch an Privatrecht (sprich ABGB) erinnern kann, gilt jeder Vertrag, außer
er läuft Gesetz wider
läuft den guten Sitten und Moral wider.

Tut das ein solcher Zusatz zum Dienstvertrag ?

g17 20.09.2001 19:59

Vorallem sind das lauter Sachen die im schlimmsten Fall die Existenz einer Firma bedrohen können. Und die Schadenersatz forderungen die bei nicht einhalten einer Security-Policy entstehen können, wenn was passiert, haben sich auch gewaschen.


just my 0.02$
g17

Sloter 20.09.2001 20:53

Man darf kein Firmeneigentum für private Zwecke verwenden.

Beispiel:
Angestellter ruft ständig die Erbtante in Amerika an.
Arbeitgeber kann die entstandenen Kosten dem Arbeitnehmer in Rechnung stellen.
Da kann die/der AK,ÖGB usw.. nichts machen (selbst schon erlebt)

Private Mails=privates Telefonat= Rechnung für den Angestellten.
Gleich vorweg, wie soll man das berrechnen:
jeder zahlt für den Traffic, also kann Hochgerechnet werden was der jenige an Kosten verursacht hat.

Private Mails wenn sie verboten werden, auch wenn der Schrieb von keinem Anwalt aufgesetzt wurde, können zur fristlosen Kündigung führen.
Der Angestellte Dokumentiert ja selbst, das er nicht seiner Arbeit nachgegangen ist, und das reicht als Kündigungsgrund.

Sloter

Dr. Schnitzel 20.09.2001 21:14

Dieser ganze Aufwand, nur weil die Leute einmal FreeCell spielen wollen...
Ein rechtlich wasserdichtes Schreiben entwerfen, das die "Mitarbeiter" unterschreiben müssen, Programme installieren, die die Benutzer einschränken und Logdateien verfassen, Wachhunde einstellen, die das EDV-Verhalten der Kollegen während der Arbeitszeit observieren und sich dann wichtigmachen, weil sie einen gefunden haben, der drei Minuten lang Minesweeper gezockt hat.
Hoffentlich bleibt noch ein Rest Produktivität über...

Rechtlich möglicherweise vertretbar, ansonsten find´ich solche Machenschaften zum Speiben!! :mad:


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