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TooLowFlap 20.07.2001 09:33

Zitat:

Original geschrieben von Hans Tobolla
97 dB im Cockpit? Da irrst du dich, TooLowFlap!

Leihe Dir mal ein Schallpegelmeßgerat und stelle 97 dB an Deiner Stereoanlage ein (falls diese das überhaupt schafft). Das ist ein Höllenlärm. Im Airbus-Cockpit sind es auch keine 87 dB. es ist dort normalerweise viel leiser. Bei einem Pegel von 87 dB muß man schon fast schreien um sich zu unterhalten.

Viele leise Grüße!

Hans

Junger Mann, dies sind keine FIKTIVEN Zahlen, vielmehr handelt es sich dabei um ein direktes Zitat aus dem OM (Operation Manual) der Lufthansa für Flugbesatzungen. Die Empfehlungen des Medizinischen Dienstes gehen soweit einen Gehörschutz auf allen Flugzeugtypen mit mehr als 90dB vorzuschreiben. Dieser Gehörschutz kann auch durch Noise Reduction Headsets erreicht werden.

In diesem Sinne

TLF

Buschflieger 20.07.2001 09:46

Hi Betto,
 
nein, Trittin ist mir in manchen Belangen zu radikal, nämlich bei denen er keinen Widerstand von Lobbyisten befürchten muss. Die Ökosteuer ist das beste Beispiel, guter Ansatz, der aber durch die vielen Ausnahmeregelungen zunichte gemacht wurde, und nun das Wirtschaftswachstum hemmt und Ottonormalverbrauchers Geldbörse belastet.

Zum Beispiel: "Warum bitteschön, sollen Airlines nicht für Kerosin Mineralölsteuer zahlen?", nur damit das Fliegen für Touris billig bleibt? Obwohl aufgrund der Höhen in denen geflogen wird, die Auswirkungen auf die Ozonschicht wesentlich gravierender sind, als bei einer vergleichbaren Menge Otto-/Dieselkraftstoff in einem PKW/LKW.

Beim Atomausstieg hat er meiner Meinung nach einen ganz entscheidenden Fehler gemacht: Er hat keine Alternativen zur Verfügung, alternative Energieträger gibts bisher nur in einem so geringem Ausmass, dass die Lücke nicht gefüllt werden kann!

Der notwendig Strom wird nun entweder durch Einkauf oder durch die Verbrennung fossiler Energieträger bereitgestellt werden müssen. Eingekauft wird nun "billiger" Strom u.a. aus KKW´s in Osteuropa oder Frankreich also verlagert man das Problem Atomstrom nur ins Ausland. Die andere Alternative ist die Verwendung heimischer Braunkohle mit Ihren negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Wer einmal über die Braunkohletagebaugebiete in Ostdeutschland oder NRW geflogen ist, weiss was ich meine, abgesehen von der CO2- Belastung.

Beim Thema Dosenpfand wäre es auch sinnvoller sich über Alternativen, die es ja schon gibt, Gedanken zu machen und die Dosen durch andere Behälter zu ersetzen. Wie wäre es mit Flaschen, die kann man nämlich wieder verschliessen, wenn man sie nicht in einem Zug leert, was bei den Bierdosen natürlich schwerfällt ;) und sie danach wieder über das schon bestehende Pfandsystem wieder zurückführen.

Das waren so meine Gedankengänge, aber ich glaube nun kommen wir wirklich vom eigentlichen Thema "So fliegt man richtig" ab. Trotzdem ist es interessant sich auch über solche Themen hier zu unterhalten.

Viele Grüsse nach Hamburg (hab die Stadt übrigens vor zwei Wochen erstmals mit Sonnenschein erlebt, war echt ein Erlebnis :) )

Hans Tobolla 20.07.2001 13:47

Hallo TooLowFlap,

hier schreibt noch mal der 61jährige junge Mann. *g*


Zunächst ist es wichtig, dass wir auch wirklich von den gleichen Voraussetzungen ausgehen. Bei den 97 dB habe ich unterstellt, dass es sich um den sogenannten A-bewerteten Schallpegel handelt. Dann müsste es 97dBA heißen. Beim A-bewerteten Schallpegel wird nach dem Mikrofon ein Filter eingefügt, dass zunehmend die tiefen, und etwas auch die hohen Töne dämpft, bei 32 Hz z.B. um 40 dB, das bedeutet, Schwingungen mit dieser Frequenz werden um den Faktor 100 abgeschwächt angezeigt. Damit will man erreichen, dass das Pegelmeßgerät etwa so "hört" wie der Mensch. Was das Pegelmeßgerät natürlich nicht bewertet ist die individuell empfundene Lästigkeit des Lärms. Ein Windrauschen wird allgemein vergleichsweise als nicht sehr lästig empfunden, kann natürlich auch sehr laut sein.

Vielleicht kommt es daher, dass ich bisher stets den Eindruck hatte dass es vorne im Cockpit immer leiser war als hinten in der Kabine, denn ich konnte stets mit den Piloten ganz normal sprechen ohne schreien zu müssen.

Ein vorbeifahrendes Motorrad lärmt mit mit ca. 90 dBA. Neulich habe ich mal die Musik im Fitness-Studio nachgemessen, es waren auch 90 dBA, für mich schon belastend laut. Ich bin deshalb gegangen. Naja, wenn ich alleine zu Hause bin, stelle ich mal meine Stereoanlage mit einem Rauschsignal auf 97 dBA.

Sollte im Cockpit einer 747-200 wirklich ein Dauerpegel von 97dBA herrschen, so wäre es eine ziemliche Sauerei falls nichts dagegen unternommen wurde.

Viele Grüße!

Hans

TooLowFlap 20.07.2001 15:06

Diese Angaben sind Stand Dezember 2000 für die 747-200:

Umgebungsgeräuschpegel (in -db(A)-): 84
Geräuschpegel inkl. ATCdosis (in -db(AI)-): 97

Grund dafür dürfte vorallem sein, dass das Überschallrumpeln bei der 742 fast genau über dem Cocpit ist. Nachlassende Hörleistungen sind da kein Wunder.

TLF

Hans Tobolla 21.07.2001 00:32

Danke TooLowFlap,

jetzt wird die Sache klar. Das Nutzsignal (ATC) muss bei einem breitbandigen Lärmpegel etwa 10 dB über diesen liegen, um lesbar zu sein.
Für die Piloten kommt schon, wie bei manchen anderen Berufen auch, eine ganze Menge an gesundheitlichen Belastungen zusammen, die für sich alleine genommen nicht gefährlich aussehen, in der Summe es aber bestimmt sind. Aber sowas wird von den Arbeitgebern ja stets verharmlost.

Überschallrumpeln, das ist was Neues für mich, das kenne ich vom Cessnas fliegen nicht, logisch.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass durch die Rumpfform die Strömung stark beschleunigt wird und dadurch, ev auch durch Wirbel in der Grenzschicht, teilweise in den Überschallbereich gerät.

Bitte kläre mich (und uns) kurz auf.

Gruß!

Hans

hpfranzen 22.07.2001 01:10

.........oder sollte die 747 nicht so viel mit geöffnetem Fenster geflogen werden?
;)

HP

PS: Ich weiß gar nicht, ob sie Schiebefenster wie die 757/767 hat........

Hans Tobolla 22.07.2001 10:26

Mit geöffnetem Fenster fliegen? Oje, ich ahne was!

Gruß!

Hans


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