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-   -   NDR: Wärmedämmung - Der Wahnsinn geht weiter (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=245512)

Christoph 04.12.2012 21:10

Es kommt halt auch immer drauf an wer, mit welchem Fachwissen, eine Dämmung macht, da kann sparen in die Hose gehen.

FendiMan 04.12.2012 22:39

Zitat:

Zitat von Baron (Beitrag 2481317)
Na ja das ist wahrscheinlich auf die Übliche "Schmierung"zurückzuführen.

So ein ausgemachter Blödsinn, was du da verzapfst! :rolleyes:

Natürlich wird über so einen Fassadenbrand berichtet:
http://www.firefighter.at/fire/mater...?output_id=842
Das war auch in Wien Heute und in den Tageszeitungen.

Probleme kann es bei Styroporfassaden geben, wenn die falsch gemacht wird, zB Platten nur punktweise verkleben ohne Randverklebung. Damit entsteht zwischen Wand und Styropr ein durchgehender Spalt, der vom Sockel bis zum Dach reicht.
Wenn da eine Platte anfängt zu brennen, geht das bis rauf.
Das sieht auf den Fotos in meinem Link sehr gut.
Im Normalfall muss so eine Fassade ganz schön lang brennen, bis sich da was tut.

Bezüglich Raumklima:
Ich weiss ja nicht, ob eure Wohnung eine Dampfkammer ist, wahrscheinlich nicht.
Mit den bißchen Feuchtigkeit wird eine Wand problemlos fertig (sprich, sie nimmt die Feuchtigkeit auf) und gibt sie wieder ab, wenn es trockener wird. Gerade im Winter ist die Luft in Häuser und Wohnungen viel trockener und muss befeuchtet werden, um ein normales Klima zu ermöglichen.
Das es durch dichte Fenster weniger Luftwechsel als früher gibt, ich auch nichts neues.

Lowrider20 05.12.2012 05:22

Zitat:

Zitat von Baron (Beitrag 2481326)
Genau das war auf dem Video zu sehen! Billige Brandschotts die Überspringbar sind!

Dann hat es eben nichts mit dem Produkt an sich zu tun, sondern mit Baufehlern. Deswegen ist eine Wärmedämmung nichts schlechtes.

Und schwitzende Wände müssen auch eine Ursache haben (aufsteigende Feuchtigkeit, Taupunkt in Mauerwerk,...).

Christoph 05.12.2012 08:16

Aber wenigstens kann man sich drüber aufregen, wenn auch ganz andere Ursachen sind. :look:

barns 05.12.2012 09:11

Ich denke, dass in der ersten Hälfte des Berichts den Brandproblemen zuviel Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Der weitaus interessantere und problematischere Teil betrifft meiner Meinung nach die Giftstoffe die enthalten sind und die Entsorgungsproblematik.
Sehr interessant auch die Problemstellungen bei der Wohnraumlüftung.
Der Architekt, der in dem Beitrag spricht hat wahrscheinlich recht, wenn er meint, dass es Alternativen gibt die die bessere Wahl wären.
Oder will der auch bloß seinen Zugang zu dem Thema schmackhaft machen, aus rein geschäftlichem Interesse?

Nur: nachdem die ganze Industrie auf EPS ausgerichtet ist: wer kann oder will sich etwas anderes Leisten?

Ich sehe das Ganze mittlerweile auch kritisch. Nur, wer weiß um die Problematik bevor er so ein Projekt anfängt?
Ich wusste es nicht.
Ich habe vor 1 Jahr das ganze Haus (300 m2 Außenwand) mit EPS dämmen lassen. Den Dachboden (140 m2) 3 Jahre zuvor in Eingenregie.

Trotzdem würde ich es auch nach dem Bericht wohl wieder tun. Allein schon aus Kostengründen.

mind 06.12.2012 10:08

Ich hab mir nun den Bericht nochmals genau angesehen.
Nur der erste Brand war auf einer Baustelle, auch bei den anderen Braenden konnte man gut erkennen, dasz die Platten umlaufend geklebt waren, also nix mit einen Hohlraum von unten nach oben.
Der Hohlraum bildet sich durch den Brand und lodert dann durch das Daemm-Material wie in einen Kamin hinauf, hats fuer mich den Eindruck.
Das Gitter was rauf kommt ist ja auch Kunststoff, wird vermutlich ebenfalls brennen wie Zunder.
Das Gift (Pestizide) sind im Verputz und in den Farben, also schmiert man sich die wohl auch auf anders gedaemmte Waende, bzw sind die ueberhaupt auf den Verpackungen ausgezeichnet, auch so, dasz man sie als nicht Chemiker erkennt!?
Schoen, das man sich dann noch den Garten/Grundwasser vergiftet, wo ich zumindest mein Gemuese selbst anbaue.
Die 20cm Brandschotts scheinen auch wirkungslos zu sein, was fuer mich verstaendlich ist, wenn das "Plastik" mit zig hundert Grad brennt, dann werden wohl 20cm Steinwolle, oder aehnliches nicht den Brand stopen.

Brans:
Kannst Du bitte eine Aussage machen, um wieviel sich der Heizaufwand reduziert hat, nach den Daemm-Masznahmen?

Mal sehen wie sich das Thema "weiterentwickelt".

Bezueglich zur kontrollierten Wohnraumlueftung, habe ich schon immer vermutet, dasz nach 10Jahren wenn die ganzen Pumpen/Geblaese hin werden und komplett versaut sind, enorme Kosten verursachen werden. Unter den Decken eines Niedrigenergiehauses schauts ja aus wie in einen U-Boot. Scheint auch aehnlich kompliziert zu sein.

barns 06.12.2012 11:42

Heizaufwand ca. 50-60% weniger bei folgenden Voraussetzungen:

-38er Ziegel (k.A. welche genaue Bezeichnung der hat) + 10cm EPS
-Dachboden gedämmt mit 10cm Styropor + 10cm Dachbodendämmelement (gibt's in jedem Baumarkt) = 20cm auf der obersten Geschoßdecke
-Eingangstür+Fenstertausch

Bei derzeitigem Ölpreis ca. eine Ersparnis von € 1500 - 2000 / Jahr.

Ich fand das eine absolut unverzichtbare Maßnahme, egal womit ich in Zukunft heize, wenn sich der Ölkessel verabschiedet hat.

mind 07.12.2012 15:39

Danke fuer die Informationen, wird aber wohl auch eine Lawine gekostet haben.
2000 Euro Ersparnis klingen recht passabel.

barns 07.12.2012 22:35

Lawine triffts. Sollte sich angesichts meines Alters aber auf jeden Fall bezahlt machen.

Reselw 11.12.2012 13:16

Zitat:

Zitat von mind (Beitrag 2481156)
http://www.ndr.de/ratgeber/verbrauch...inuten667.html


"Die Folgen des Dämmens mit Styropor können verheerend sein: für das Wohnklima und auch im Brandfall. Wer profitiert von den ständig verschärften Energiesparverordnungen?"

----

Von der Dämmlobby unterdrückt - Die Flüssige Dämmung; Info unter http://oekoportal.de/cc/5921 oder http://www.reselw.de/EnergieSparFarbe.html - ca. 40 Prozent U-Wert Verbesserung mit Rechnerischen Nachweis und Praxis Studie und viels mehr - The Next Generation in Insulation/Dämmung

Zitat:

Zitat von mind (Beitrag 2481314)
Ich finde es schade und bedenklich, dasz (wiedermal) augenscheinlich in OE ueber solche Vorfaelle (ich gehe davon aus, dasz es auch Braende gegeben hat) nicht berichtet wird.
Abgesehen von der (mir bis dato) unbekannten Umweltbelastung mit Pestiziden.

Ich werde wohl meinen Anbau/Sanierung, die ich in paar Jahren machen moechte, ueberdenken, falls man bis dahin mitn gesparten Euro ueberhaupt noch zahlen kann.

"Brandbeschleuniger" musz ich mir nicht unbedingt auf die Wand kleben,......

In den letzten Jahrzehnten wurden mehr Fachwerkhäuser durch Dämmmaßnahmen zerstört als in den letzten Jahrhunderten durch Krieg und Feuer. Die Dämmstofflobby knickt ein - Es funktioniert mit der Flüssigen Dämmung.

Zitat:

Zitat von Christoph (Beitrag 2481327)
Es kommt halt auch immer drauf an wer, mit welchem Fachwissen, eine Dämmung macht, da kann sparen in die Hose gehen.

Stimmt genau, es gibt auch Dämmungen aus Holz- und Hanffasern. Die können sogar Feuchtigkeit unschädlich speicher und abgeben.

Diese Dämmstoffe sind natürlich bzw. regenerativ.

Anbei, eine von der Dämmlobby unterdrückte Alternative - Die Flüssige Dämmung

Zitat:

Zitat von Burschi (Beitrag 2481323)
Im Fall des Brandes in dem Video haben sich gelagerte Platten entzündet. Wenn das Zeug verbaut ist, kann das nicht passieren, da ja der Kleber, das Gitter und der Verputz drüber sind. Mein Bruder hat sich 20cm draufkleben lassen, am Dachboden noch dicker, und der Effekt ist schon ganz stark spürbar. Das Haus kannst mit einem Feuerzeug sozusagen heizen. Und irgendwelche negativen Effekte sind mir noch nicht aufgefallen.

Das mag stimmen, jedoch die Entkopplung von Innenraum zur Aussenhülle führt zu einem Vermehrten Tauwasserausfall an der Gebäudehülle. Sobald; (Annahme) die Fungizide der Farbe ausgewaschen sind, treten Schimmel und Pilzwachstum auf. Zugleich ist das "PVC" mit Brandhemmenden Mitteln versehen, die in der Landwirtschaft schon längst verboten sind. Das weitere ist das Treibgas im Aufschäumungsmittel; dieses Verflüchtigt sich im Laufe der Zeit und die Diffusion mit Wasserdampf füllt die Poren. Sie können das mit einem nassem Pulli im Winter vergleichen den Sie anziehen.

Zitat:

Zitat von fredf (Beitrag 2481165)
Bauschäden, verursacht durch den gedankenlosen (ist nicht bloss gewinnorientert bedingt - viele Planer wissen es nicht besser sondern handeln nach (dem faktisch vorgegebenen) Schema F. Das seh ich immer wieder auf Seminaren und anderwärtigen Zusammentreffen) Einsatz von EPS und/oder luftdichter Fenster und Türen, begegnen mir immer wieder in der Praxis. Die allermeisten davon wären mit nur wenig planerischer Umsicht und Nachdenken vermeidbar gewesen.

In Deutschland wurden 2009 rund 24000 Tonnen Pestizide von der Landwirtschaft verstreut - von den Hausfassaden haben sich rund 5000 Tonnen Pestizide im gleichen Zeitraum abgewaschen(an exponierten Stellen hält der "Algenschutz" grad mal 6 Monate bevor er faktisch gänlich ausgewaschen ist)
Quelle: einer der führenden Gutacher im deutschen Sprachraum für Fassadenschäden

Der führende Experte Österreichs für Schadstoffbelastung in Innenräumen sagte mir im persönliche Gespräch betreffend Lüftungsanlagen: Wir befinden uns bei Lüftungsanlagen zur Zeit auf dem technischen Niveau des VW Käfers.

Das stimmt genau. Jedoch fehlt in der Bilánz das Brandschutzmittel im Polystyrol; das angeblich gebunden sein soll und dennoch seit Jahren in der Landwirtschaft verboten ist. Unabhängig von den Millionen Quadratmetern von verklebten Fassaden ist das ein Sondermüll HÖCHSTER GÜTE. Das ist vielen unbekannt.

Es gibt auch eine Alternative zur Dämmung im Kosten-Nutzen Verhältnis.


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