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Don Manuel 23.10.2012 22:22

Zitat:

Zitat von ANOther (Beitrag 2479872)
..
parallelgesellschaften sind mir in gräuel

Was ist die Alternative? Eine Einheitsgesellschaft? Ich will da jetzt gar nicht generell zu Sinn und Inhalt der Aussage sowie allen weiteren Implikationen hinsichtlich des Threads Stellung nehmen, aber an die Existenz von Parallelgesellschaften innerhalb alteingesessener Einheimischer (welchen Landes immer) habe ich mich schon früh gewöhnt. Selbst in einem Dorf existieren verschiedene, einander kaum berührende, Gruppen nebeneinander - um wieviel mehr im urbanen Raum. Da braucht es keine Herkunft dazu, da reichen unterschiedliche christliche Sekten, Musikgeschmäcker, generationsbedingte Vorlieben, körperliche und andere Bewegungsbedürfnisse... Zum Beispiel lassen sich einheimische eingefleischte Rapid-Fans nur sehr bedingt in einen Verein einheimischer Förderer der Renaissance-Musik im Wiener Konzerthaus integrieren. Selbst auf der rein sprachlichen Ebene sind da gewisse Provokationen durchaus höchst wahrscheinlich. Und das meine ich in beide Richtungen! Integration ist also eigentlich ein sehr diffuses Konzept, wenn man Bezug auf einen ganzen Staat nimmt, mit all seinen durchaus gegensätzlichen (durchwegs einheimischen) Subkulturen.

mind 24.10.2012 09:58

Es verlang niemand, dasz alle Migranten zum Hansi Hinterseer Fanclub konvertieren muessen.

Ich vermute, dasz der Groszteil der Ur-Bevoelkerung erwartet, dasz sich die Migranten halbwegs unauffaellig „praesentieren“. (dazu gehoert auch das beherrschen der Sprache) Das Gehabe vieler ist ja Sensationell, als obs nicht schon genuegend auffaellige Einheimische gaebe.
Die beliebte Rudelbildung macht halt Angst. Auch wenn in den Tageszeitungen kaum noch „einheimische“ Namen bei diversen Kriminaldelikten zu lesen sind. Und aus dieser Angst werden verbale und offene Ablehnung bis hin zur Aggressionen.

Manche Migrantengruppen sind augenscheinlich unheimlich stolz auf Ihre Herkunft, oder Religion, dasz stoszt halt sauer auf. Ueberhaupt wenn Vorteile dadurch lukriert werden.(die „Nazikeule“ funktioniert ja ausgezeichnet)
Wenn die Fr. Frauenberger, zugibt, dasz keine gesteuerte Zuwanderung moeglich ist, dann ist die rot weis rot Karte fuer qualifizierte Zuwanderung , wohl nur eine Augenwischerei.

Vor ein paar Wochen, wurde in den Medien verlautbart, dasz es noch nie so viele Werktaetige wie jetzt in OE gab und trotzdem stiegen die Arbeitslosenzahlen, dann heiszt das fuer mich dummen arbeitenden Buerger, dasz es wohl zuviele Leute gibt.

Ich habe schon oefter den Verdacht gehabt, dasz den Parteien deswegen die Migranten so am Herzen liegen, weil da eben noch Zuwaechse bei den Waehlerstimmen moeglich sind, einfache „Marktwirtschaftliche“ Ueberlegenungen.

Ich kann mir eigentlich kaum die Probleme ausmalen, wenn nochmals 800.000 Migranten in den naechsten 20 Jahren einmarschieren.
Das viele Migrantengruppen untereinander spinnefeind (oder Ihre Heimatkonflikte mit zu uns nehmen (+Bewaffnung)) sind, ist auch ein Thema, dasz eigentlich nie angesprochen wird.

Baron 24.10.2012 15:46

Die Übliche Don Taktik- Pseudoargumente um den Pöbel nieder zu argumentieren! Was Integration ist weis jeder der in Wien lebt - das ist es nicht was hier real vorgeht. Das ist genau das was Another beschrieben hat: Zuwanderung ins Sozialsystem und Gründung von Parallelgesellschaften mit den Ziel bestimmend zu werden!:mad:
Wies wirklich ausschaut siehst ja auch bei der laufenden Asyldebatte: Da verkündet der Rote Nissel das das Burgenland 20 Asylanten mehr aufnehmen wird - und damit seine Quote zu 90% erfüllen wird- na da fehlen aber noch 10%.:eek:
Auch beachtenswert das Grün mit regierte OÖ erfüllt seine Quote auch nicht- na wo bleibt der Aufschrei der Gutmenschen?:rolleyes:

Hawi 24.10.2012 21:34

Ich kann Don Manuel nur recht geben.
Ich "integriere mich" gerade als gebürtiger Wiener in ein kleines Dorf, wobei es mir zugegebener Maßen leichter fällt, weil meine Mutter hier geboren wurde und ich als Kind öfter im Sommer hier war. Ein bisschen Anpassungsfähigkeit und Toleranz ist schon nötig - und es gibt auch hier genügend Beispiele, bei denen die Integration scheitert.
In Wien trifft konservativste bäuerliche anatolische Kultur auf die Großstadt, da dauern solche Annäherungsprozesse eben länger.

Don Manuel 24.10.2012 22:22

Ich kenne wiederum die Situation der Türken in Vorarlberg in den 70ern genauer und auch ein wenig seither. So wurden die schönsten alten Bauernhäuser unter großem Wehgeschrei gar vieler Anrainer an Türken vermietet und später verkauft. Keiner der Alteingesessenen wollte diese alten Behausungen, die haben fleißig betoniert. Derweilen erblühte im alten Vorarlberger Gehöft die urtümliche anatolische Kultur mit allem was dazu gehört - im Unterschied zum nur urban-legendären gegrillten Hammel im Hinterhof: der wöchentlich Gegrillte auf der Wiese vorm Haus ohne großes Tamtam. Bis heute haben sich da viele Leute nicht wirklich integriert. Nein, sie haben die alten Kisten derart sachgerecht renoviert und genutzt, das ginge für Integrierte gar nicht. Diese wiederum bestaunen heute die wunderbaren hölzernen Bauernhöfe ihrer Ahnen, die nur dank einer völlig anderen und durchaus als zurück geblieben zu bezeichnenden alten Kultur überlebt haben.

Ich weiß, kein Beispiel mit irgendwelcher Relevanz, aber eines, das mich in dieser bitteren Diskussion immer wieder Schmunzeln lässt.

Hatze 29.10.2012 20:30

Zitat:

Zitat von mind (Beitrag 2479890)
Ich kann mir eigentlich kaum die Probleme ausmalen, wenn nochmals 800.000 Migranten in den naechsten 20 Jahren einmarschieren.
Das viele Migrantengruppen untereinander spinnefeind (oder Ihre Heimatkonflikte mit zu uns nehmen (+Bewaffnung)) sind, ist auch ein Thema, dasz eigentlich nie angesprochen wird.

Da musst du nur nach Deutschland schauen. Wo bei Salafistendemos Polizisten mit Messern attackiert werden, wo Kurden der Polizei stundenlange Straßenschlachten liefern, wo die Polizei bei Problemen nicht mehr kommt, sondern der islamische Friedensrichter, wo es sog. "no go areas" für Polizisten gibt, ich glaub' in Frankfurt und Hamburg war das, usw.

Es reicht ja schon ein Funke, eine Karrikatur oder oft genügt es, wenn Ehre und Stolz auf Kriegstrauma trifft.
Dazu Massenarbeitslosigkeit, besonders bei unqualifizierten Migranten und Zuwanderern.

Gleiches Bild in Dänemark, England, Frankreich und den Niederlanden. Überall gibt es massive Probleme, in Frankreich haben sie es ja ganz lustig, da darf die Polizei nicht mal mehr Schwerstkriminelle verhaften, sonst brennen wieder ein paar hundert Autos. Die Spanier, Deutschen und Engländer haben ja auch genug mit den importierten Islamisten zu tun, die bekommen in DE noch Sozialhilfe und leben von Hartz4.

Besser wird da nichts mehr.

Baron 29.10.2012 21:04

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 3)
Künftig soll sich die Vergabe der Staatsbürgerschaft nicht mehr bloß nach der Zeit richten, sondern nach dem Fortschritt der Integration. Die geplante Novelle von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP), die der "Krone" vorliegt, sieht ein schnelleres Verfahren für gut integrierte Migranten vor. Die Voraussetzung: ein regelmäßiger Job, sehr gute Deutschkenntnisse und ehrenamtliche Tätigkeit. Der Staatsbürgerschaftstest bleibt Neo- Österreichern weiterhin nicht erspart, die Fragen werden aber überarbeitet.
"Die Staatsbürgerschaft ist ein hohes Gut. Bisher wurde sie oft verschenkt oder sogar verkauft, künftig soll man sie sich verdienen", so Staatssekretär Kurz, der nun die Novelle vorlegt. Das derzeitige Hauptkriterium für den Erhalt des österreichischen Passes sei im Wesentlichen ein "Absitzen" von zehn Jahren.
Nach sechs Jahren für besser Integrierte


Das will Kurz nun ändern und schlägt neue Voraussetzungen vor: Wer ausgezeichnet integriert ist, soll bereits nach sechs Jahren Österreicher werden können. Dafür nötig sind ein regelmäßiger Job, das Zahlen von Steuern und Abgaben ohne Sozialhilfeleistungen in Anspruch zu nehmen, Deutschkenntnisse auf Maturaniveau sowie eine dreijährige ehrenamtliche Tätigkeit bei einer Freiwilligenorganisation, etwa dem Roten Kreuz, Samariterbund oder der Feuerwehr.

Weiterhin zehn Jahre warten müssen, laut Reformplan, jene Migranten, die Deutsch nur auf Mittelschulniveau sprechen und sich selbst erhalten können. "Es geht darum, wie sehr sich jemand in Österreich einbringt", betont Kurz. Wer die Kriterien nicht erfüllt, erhält keine Staatsbürgerschaft. Ausgenommen sind Menschen mit schwerer Behinderung, wenn sie nicht in der Lage sind, Deutsch zu lernen oder für ihren Unterhalt zu sorgen.
Sogenannte Putativ- Österreicher (laut Ministerium drei bis fünf Fälle pro Jahr), die fälschlicherweise von den Behörden als Staatsbürger behandelt wurden, sollen rückwirkend legal eingebürgert werden.
"Rot- Weiß- Rot- Fibel" mit Grundwerten


Am Staatsbürgerschaftstest, der bisher zahlreiche äußerst peinliche Fehler enthielt, kommen die Anwärter auf den österreichischen Pass auch künftig nicht vorbei. Derzeit werden die Fragen aber überarbeitet - weg vom rein historischen Fachwissen, hin zu einem Fokus auf Werte und Zusammenleben. "Außerdem erhalten Migranten bereits bei der Zuwanderung eine 'Rot- Weiß- Rot- Fibel', in der die heimischen Grundwerte vermittelt werden", sagt Kurz. Die Novelle wird nun mit dem Koalitionspartner SPÖ diskutiert. Geht es nach Kurz, soll das neue Gesetz am 1. Juni 2013 in Kraft treten.

http://www.krone.at/Oesterreich/Kurz...t-Story-338923


1.) Ob das viel helfen wird und
2.) die Reaktionen

Baron 29.10.2012 21:10

Und heute Montag 29.10 in der ZIB2:
Staatsbürgerschaft neu – Sebastian Kurz zu Gast im Studio

Den einen sind sie zu streng, den anderen zu lax: Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) hat mit seinen Vorschlägen für eine Neuregelung des Staatsbürgerschaftsrechts eine breite Debatte ausgelöst. Die Kritik entzündet sich vor allem daran, dass es bei „ausgezeichneter“ Integration schon nach sechs Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft geben soll.

Zu spät und nur für solche, die sich „teure Deutschkurse“ leisten können, lautet die Kritik vonseiten der Grünen. Die FPÖ kritisiert hingegen, dass Staatsbürgerschaften schon nach sechs Jahren „im Ausverkauf“ vergeben würden. Im ZIB2-Studio diskutiert Staatssekretär Kurz mit FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky.

http://news.orf.at/stories/2148512/

mind 31.10.2012 20:23

Zitat:

Zitat von Don Manuel (Beitrag 2479947)
Ich kenne wiederum die Situation der Türken in Vorarlberg in den 70ern genauer und auch ein wenig seither. So wurden die schönsten alten Bauernhäuser unter großem Wehgeschrei gar vieler Anrainer an Türken vermietet und später verkauft. Keiner der Alteingesessenen wollte diese alten Behausungen, die haben fleißig betoniert. Derweilen erblühte im alten Vorarlberger Gehöft die urtümliche anatolische Kultur mit allem was dazu gehört - im Unterschied zum nur urban-legendären gegrillten Hammel im Hinterhof: der wöchentlich Gegrillte auf der Wiese vorm Haus ohne großes Tamtam. Bis heute haben sich da viele Leute nicht wirklich integriert. Nein, sie haben die alten Kisten derart sachgerecht renoviert und genutzt, das ginge für Integrierte gar nicht. Diese wiederum bestaunen heute die wunderbaren hölzernen Bauernhöfe ihrer Ahnen, die nur dank einer völlig anderen und durchaus als zurück geblieben zu bezeichnenden alten Kultur überlebt haben.

Ich weiß, kein Beispiel mit irgendwelcher Relevanz, aber eines, das mich in dieser bitteren Diskussion immer wieder Schmunzeln lässt.

Die Frage ist, warum haben die urspruenglichen Bewohner nicht selbst saniert. Oft waren es wirtschaftliche "Zwaenge", dasz den Arbeitsplatz nachgezogen wurde, etc.,..
In der BRD gibts aehnliches, Ur-Bevoelkerung zieht in die Staedte, Niederlaender kaufen die ganzen alten Fachwerkhaeuser, teils sehr guenstig, mit der ausdruecklichen Auflage diese wieder herzurichten. Oft mit Hilfe der Ortsbevoelkerung. Die Handwerker aus der Gegend sollen auch davon profitieren. Die Interviewten Niederlaender sprachen recht tadellos Deutsch.

mind 27.11.2012 20:07

Die Wiener Charta ist fertig.

Zum runterladen hab ichs noch nicht gefunden, auch auf
https://charta.wien.gv.at/start/charta/downloads/

gibts nur den Entwurf.


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