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LouCypher 22.11.2011 12:33

würden lufteinschlüsse beim giessen das teil im betrieb nicht zum springen bringen. Hab keine ahnung wie wie so eine heizplatte aussieht, aber dennoch das bedürfnis zu posten :D . Wie siehts mit schamottplatten aus, sollten eine bessere wärmeleitfähigkeit als beton haben. 2 Platten draht dazwischen und mit feuerfestmörtel zsammpicken.

Quintus14 22.11.2011 14:55

Zitat:

Zitat von LouCypher (Beitrag 2463755)
... aber dennoch das bedürfnis zu posten :D

Genau darum geht's ja, dass man an irgend was herum sinniert und darüber plaudert ;).

Im Prinzip sieht ein Nachtspeicherofen meiner Bauart innen einmal so aus - >jpg<: das sind eine Reihe von Platten, zwei Drittel davon sind nur reine Steine, nur in der vordersten Reihe schaut unten bei den Platten der Heizdraht heraus, der an einer Leiste mit Porzellanklemmen angeklemmt ist.

Wenn man so eine Platte selbst gießt, kann eigentlich kaum was dabei passieren - wenn man drauf aufpasst, dass der Widerstandswert passt. Was kann passieren(?):
  • Sie funzt.
  • Oder sie funzt nicht (und deswegen brennt der Ofen ja nicht ab, denn an den sonstigen Sicherheitseinrichtungen ändert sich ja nix).
Ich denke das größte Problem ist, dass die Platte beim Aufheizen - sie müsste maximal so um die 450 Grad kriegen - Risse kriegt und damit den Heizdraht zerreißt. Wenn das passiert, ist die Platte halt wieder kaputt - aber brennend werden kann da nix.

Die andere Variante - ein Heizelement eines neuen Ofens einzugießen - würde hingegen beim Springen der Platte vermutlich nicht den Heizdraht des Heizelements abreißen, weil bei diesen Heizelementen der Heizdraht in Keramik-Ringen lose drin liegt.

Man müsste halt wissen, welches Material man zum Gießen nehmen sollte, damit es möglichst viel Wärmespeicher ergibt und möglichst wenig Risse beim Aufheizen entstehen.

Schamotte (Feuerfestmörtel) ist sicher ungeeignet, weil es ja zum Auskleiden von Öfen gedacht ist und vermutlich eine ziemlich schlechte Wärmeleitfähigkeit hat (haben soll).

LG

LouCypher 22.11.2011 15:23

Das zeug speichert und leitet wärme recht gut. Ist allerdings aufgrund der hohen dichte verdammt schwer, fast wie eisen.

Bin mir ziemlich sicher das normaler beton springt.

Quintus14 22.11.2011 15:37

Ich könnt' ja bei Gelegenheit meinen Hafner wg. dem Zeugs fragen.

Anscheinend geht auch so was: >ULFALUX Flüssig-Schamott< oder der dortige Haftmörtel. Falls mal der Fall eintritt, könnte ich ja dort nachfragen.

Mobiletester 22.11.2011 22:04

Ich denke die 450°C sind viel zu hoch.
Das Wichtigste ist die Leistung und die Grösse. Eventuell kannst du auch den Heizstab eines Pizzaofen oder einer Waschmaschine verwenden.

incubus 28.11.2011 12:20

Ich denke wenn Du zu viele Lufteinschlüsse im Guss hast kann es die Platte, wenn sie heiß wird, zerreisen wie eine Granate. Das ist nicht ganz ohne, würde die Platte auf alle Fälle vor dem Einbau mal im Keller bei geschlossener Tür testen ;-)

Quintus14 28.11.2011 19:28

Ich hab' heute mit der o.a. Firma telefoniert - also Flüssig-Schamott wär' fürs Gießen geeignet, hält auch 1.800 Grad aus und hat eine gute Wärmespeicherfähigkeit. Als Gussform wäre Metall angeraten, meinte man. Trennmittel nicht vergessen. Angeblich werden ohnedies für bestimmte Anwendungen Heizelemente in Flüssig-Schamotte eingegossen *). Heizelemente eines el. Infrarotgrills wären somit auch eine Alternative zum Heizdraht.

Zitat:

Zitat von incubus (Beitrag 2464108)
... würde die Platte auf alle Fälle vor dem Einbau mal im Keller bei geschlossener Tür testen ;-)

Ja, an eine Probeheizung vor dem Einbau hatte ich auch schon gedacht. Ich hab' mir nun vorgenommen, dass ich nach der Heizsaison die Nachtspeicheröfen durchmessen werde. Dann schaun mer mal...

Danke - ich bin somit zuversichtlich, dass ich die Öfen noch nicht entsorgen muss, wenn mal eine Platte "geht". Das würde ich erst tun, wenn die Wohnung generalsaniert wird.

*) Womit mir da jetzt weitere Anwendungsgebiete einfallen würden ... der Backraum meines Gartengrills kriegt zu wenig Temperatur ... ;)

LG

LouCypher 28.11.2011 19:33

hab schamott ziegel in meinem gartengrill, das teil wird so heiss das man in 1m entfernung schon eingeht wenn man richtig einheizt.

Quintus14 28.11.2011 19:42

Ich hab' schon den zweiten >dieser Bauart< (Mitte Seite, Nuovo Capri). Nur beim neuen Modell haben die den Backraum in eine Nirosta-Blechkiste gesteckt, während beim alten Modell die Wärme durch den Backraum ging (herrliche Pizzen!). Mehr als 180 Grad im Backraum ist z.Z. nicht - zu wenig für Braten, viel zu wenig für Pizza.


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