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barns 29.06.2010 22:37

Zitat:

Zitat von Mobiletester (Beitrag 2420194)
Hast du schon einmal in diese Richtung gedacht? http://sera-salzburg.com/althaus-sanierung/

Was mich da ein wenig stutzig macht:

"Die Innenwärmedämmung ist problemlos und kostengünstig realisierbar..."

Na ja. Problemos ist Ansichtssache... Bei Küche, Bad, WC ist es meist aufgrund der bestehenden Installationen, Fliesen und was weiß ich alles, wohl alles andere als einfach...

Ich überlege auch nachträglich zu Dämmen, aber diese Methode ist wohl bei einer 08/15 Fassade kaum überlegenswert und kommt für mich sicher nicht in Betracht. Da hab ich den Dreck bei den Bauarbeiten lieber draußen als drinnen...

mind 30.06.2010 09:43

Zitat:

Zitat von Mobiletester (Beitrag 2420194)
Das wirst du aber nicht vergleichen können. Ein neues Haus ist normalerweise dafür augelegt. Beim Altbau weiss man es halt nicht ob es funktioniert.
Hast du schon einmal in diese Richtung gedacht? http://sera-salzburg.com/althaus-sanierung/


Wenn man sich so die Broschuere von Baumit ansieht, ist Ihr Produkt (nach Ihren Angaben) geeignet fuer die Alt-Haussanierung.
Innendaemmung macht vielleicht bei denkmalgeschuetzten Objekten Sinn, wie schon erwaehnt ist der Aufwand, fuer Kueche, Bad,.... grosz, man verliert Wohnflaeche, es schimmelt dann halt hinter den Gipskartonwaenden und der Daemmung, Dampfbremse gehoert vermutlich auch noch dazwischen. und die Feuchte (aus der Wand) kann dann halt nur noch auszen. Wie die Innenwanddaemmung bei den (bestehenden) Fenstern gemacht wird (Oeffnungswinkelreduktion?) weisz ich auch nicht.
Achja, drin wohnen musz ich ja auch noch. (waehrend der Sanierung).

Mobiletester 30.06.2010 10:37

Die Basis unseres Hauses stammt von 1906. Darauf wurde nach dem 2. WK aufgestockt. Die oberste Ebene (2. Stock) ist auch innengedämmt. Es war einfach 5/8 Staffel anzuschrauben Mineralwolle dazwischen und eine Gipskartonplatte drauf. Die Leitungen liegen dahinter oder in der Decke, die mit 20cm Mineralwolle gedämmt ist (auch GK). Das kostet ca. 10 cm innnraum. Da die Mauern nicht feucht, aber sehr dünn und winddurchlässig sind, hat es sich bewährt. Die Ausrichtung is südseitig. Heizen braucht man bei Sonneneinstrahlung, egal wie kalt es draussen ist nicht. Dafür kühlt es viel schneller ab, weil keine Wärmespeichermasse da ist. Und für GK gibt es alles, egal ob Wasser, Abwasser, Strom, Fliesenkleber, usw...

mind 30.06.2010 11:15

Keine Dampfbremse?

Handelt man sich da nicht Waermebruecken ein wo die Holzstaffeln auf der Wand liegen?

Wie hab Ihr des bei den Fenstern gemacht?

Don Manuel 30.06.2010 11:33

Da ist wohl der Gips die Dampfbremse (-sperre).

Mobiletester 30.06.2010 13:30

Holz isoliert fast perfekt. Schau dir mal die Vollholzhäuser an. (Nicht Holzriegelbau) Da musst du halt die Schrauben etwas tiefer ins Holz schrauben, die sind die Kältebrücken. Die Funktion einer Dampfsperre ist mir bis heute schleierhaft. Ich stehe mehr aufs direkte lüften mit den Fenstern.
Es sind Kunstoff und Holzfenster verbaut. Klassisch eingebaut (in die Mauer geschraubt und eingeschäumt). Du musst dann die Innenisolierung und die Fensterbreite aneinander anpassen.

FendiMan 30.06.2010 15:28

Zitat:

Zitat von mind (Beitrag 2420257)
Keine Dampfbremse?

Handelt man sich da nicht Waermebruecken ein wo die Holzstaffeln auf der Wand liegen?

Eine Dampfbremse hat nichts mit Wärmebrücken zu tun.
Dampfbremsen verwendet man, um den Dampftransport von innen nach aussen zu unterbinden.


Wie schon oben geschrieben, bei feuchtem Mauerwerk muss zuerst dieses trockengelegt werden, dann kann man über zusätzliche Wärmedämmung nachdenken.

Hawi 01.07.2010 00:34

Ich kann nur vor Innendämmung in feuchten Gegenden und insbesondere im Selbstbau warnen. Meine Erfahrungen im Wald4tel:

Der Vorbesitzer, ein alter Maurer, hat außen alles zubetoniert und dann noch 1m hoch verfließt. Ein Teil des Hauses ist aus Steinen, mit Lehmmörtel. Innen hat er im feuchten Bereich Glaswolle, eine Dampfsperre und eine Holzverkleidung darüber angebracht. Auf Anraten des Beraters von "Niederösterreich gestalten" (sehr empfehlenswert) habe ich alles herunter geholt, innen und außen. Hinter der Verkleidung war zentimeterdick Schimmel, die Glaswolle war durchsetzt damit.

Nach zwei Jahren Ausfrieren im Winter ist dieser Teil des Hauses nur mehr feucht, nicht mehr nass - aber trotzdem nur als Abstellbereich verwendbar, nicht bewohnbar.

Mobiletester 01.07.2010 08:53

So einen ähnlichen Raum haben wir auch. Ist im Erdeschoss. Viele Experimente, das was meiner Meinung am besten funktioniert. Wir haben über die Wandbreite den Heizungsrücklauf mit normalen Kupferrohr (ich glaube 3x) geführt. Davor eine GK Wand mit Lüftungsschlitzen oben und unten und mit Holz an die feuchte Wand montiert. Richtiges lüften vorrausgesetzt, und man merkt nichts mehr vom feuchten Mauerwerk.

mind 01.07.2010 09:07

Zitat:

Zitat von FendiMan (Beitrag 2420283)
Eine Dampfbremse hat nichts mit Wärmebrücken zu tun.
Dampfbremsen verwendet man, um den Dampftransport von innen nach aussen zu unterbinden.


Wie schon oben geschrieben, bei feuchtem Mauerwerk muss zuerst dieses trockengelegt werden, dann kann man über zusätzliche Wärmedämmung nachdenken.


Das mit der Dampfbremse ist mir bewuszt. Soll das eindringen von Feuchte in den Daemmstoff verhindern.
Hat nix mit den Holzstaffel zu tun, deswegen die Leerzeile im Originaltext.


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