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The_Lord_of_Midnight 01.07.2007 12:29

Zitat:

Original geschrieben von franznovak
Von der "Programmier-Tippse" bis zum "Projektleiter von Großprojekten" gibt es viel "(€)-Variation".

.

Nur ein "Projektleiter von Großprojekten" wird wahrscheinlich auch hier ein gutes Leben haben.
Der besondere Vorteil derartiger "Auslandseinsätze" liegt eher daran, daß man dort vielleicht eine Chance bekommt, die man sonst nicht bekommen würde.
Und wenn man dann auf eine erfolgreiche Fertigstellung eines Projektes im Ausland hinweisen kann, bekommt man nachher im Inland auch seine verdiente Chance und Anstellung.

artemisia 01.07.2007 15:09

salü fusi,

ich selber war dort nicht, aber ein guter freund von mir, hat dort zwei jahre seines lebens mehr oder weniger verbracht.

vom salär her, wars top (locker das 3,5 fache von dem was er hier hätte in der position verdienen können). auch rahmenbedingungen wie wohnung (allerdings in einem dafür vorgesehen viertel für ausländische arbeitskräfte), dienstwagen etc. waren absolut in ordnung.

die schwierigkeiten begannen, als er nach ca einem jahr immer unzufriedener mit seiner arbeit wurde und wechseln wollte. sein arbeitgeber wollte ihn nicht gehen lassen und so wie ichs verstanden hatte, brauchte er die einwilligung von seinem arbeitgeber, eine neue stellung anzunehmen.

er hat in den sauren apfel gebissen und seinen zeitvertrag durchgezogen, geld gespart und ist dann nach neuseeland zum arbeiten gegangen.

lg
artemisia

The_Lord_of_Midnight 01.07.2007 18:53

Das hört sich schon sehr schlimm an.
Da kommt man sich ja fast wie ein "Leibeigener" vor :eek:

Aber wahrscheinlich gings da nicht darum, ob man gehen darf, sondern eher darum ob man Ansprüche verliert ?
Oder hatte es was mit der Arbeitserlaubnis zu tun ?

spunz 01.07.2007 19:00

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Das hört sich schon sehr schlimm an.
Da kommt man sich ja fast wie ein "Leibeigener" vor :eek:

in dubai und co bist du als ausländer einfach nur ein mensch zweiter klasse. schau dir erstmal an wie die ganzen bauarbeiter behandelt werden....

artemisia 01.07.2007 19:39

salü

arbeitserlaubnis war beim ihm nicht so das problem - lag ja aufgrund des kontraktes vor. außerdem hatte er schon bei anderen firmen vorgefühlt und ein wechsel wäre durchaus aufgrund des interesses an seinen skills nicht problematisch gewesen.

es war mehr so, dass es, wie er damals sagte, in richtung "gesicht verlieren" des arbeitgebers ging. er war halt der angestellte dieses arbeitsgebers und das halt für die gesamte zeit des kontraktes.
also regelrecht eingekauft.

artemisia

pilot-en 01.07.2007 22:21

Zitat:

Original geschrieben von spunz
in dubai und co bist du als ausländer einfach nur ein mensch zweiter klasse. schau dir erstmal an wie die ganzen bauarbeiter behandelt werden....
Ende der 90er Jahre waren es portugiesische Arbeiter (importiert) die die Erweiterung des Messegeländes in Berlin gebaut haben. Ihr Lohn beschränkte sich auf 5 DM pro Stunde, kostenlose Unterkunft im Container mit Duschen und Sat-TV. Das lieber "spunz" war in Deutschland... die Hauptstadt Deutschlands!! Folglich auch Menschen zweiter Klasse?? Grundsätzlich muss man in Dubai Verträge einhalten - soweit ich weiss, ist das in Deutschland nicht anders - obwohl ein Wechsel nie ausgeschlossen ist. Natürlich kennen sich die Firmenbesitzer untereinander, Dubai hat 1,4 Mio. Einwohner, und man versucht sich nicht untereinander ans Bein zu pinkeln! Ich hoffe, dass das Niveau dieses Threads wieder steigt, ansonsten wäre das sehr schade und Fusi nicht geholfen!

franznovak 01.07.2007 22:21

Ich bin u.a. in der Elektroplanung (Energieverteilung, Installationstechnik, Erdung, Blitzschutz, "Schwachstrom", etc.) für ein Stahlwerks-Projekt in Saudi Arabien (gewesen).

Saudi Arabien ist in etwas vergleichbar mit Dubai.

Dort in Saudi werden einige gutbezahlte Chefs/Bauleiter von Siemens bzw. VAI hingeschickt und für die Arbeit wurden Pakistani, Inder, Indonesier eingeflogen. Die verdienen wenig, können aber leider auch wenig...

Spanungen sind somit vorprogrammiert. Sprich: Man muss sich dort unten durchsetzen können...
.

pilot-en 01.07.2007 22:28

Zitat:

Original geschrieben von franznovak
Die verdienen wenig, können aber leider auch wenig...
Richtig! Aber es reicht um ihren Familien Geld zu schicken. Somit können ihre Kinder zur Schule gehen und müssen nicht für einen Hungerlohn für Nike arbeiten ;)

franznovak 01.07.2007 22:29

Zitat:

Original geschrieben von pilot-en

Richtig! Aber es reicht um ihren Familien Geld zu schicken. Somit können ihre Kinder zur Schule gehen und müssen nicht für ein Hungerlohn für Nike arbeiten ;)
Auch: Richtig! ;)

.

spunz 02.07.2007 08:30

Zitat:

Original geschrieben von pilot-en
Ende der 90er Jahre waren es portugiesische Arbeiter (importiert) die die Erweiterung des Messegeländes in Berlin gebaut haben. Ihr Lohn beschränkte sich auf 5 DM pro Stunde, kostenlose Unterkunft im Container mit Duschen und Sat-TV. Das lieber "spunz" war in Deutschland... die Hauptstadt Deutschlands!! Folglich auch Menschen zweiter Klasse??
frag mal einige leute da unten was sie von den billigen arbeitskräften halten. "gesindel, ***** ausländer,..." ind da noch die nettesten ausdrücke. ich persönlich würde mich bei derartigen ansichten nur als mensch 2ter klasse ansehen. isbesondere wenn ich aus sicherheitsgründen dann noch in einer ausländersiedlung leben müsste.


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