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The_Lord_of_Midnight 17.05.2001 00:09

Punschkrapfen,

bis ma bös, wenn ich das nicht vollinhaltlich durchgelesen hab ?
:D
:verwirrt:

3of4 17.05.2001 10:52

hab auch für alle gleich gestimmt weil die Höhe des Schmerzensgeld nicht vom Motiv der Strafe sondern von deren Auswirkungen abzuleiten ist.

The_Lord_of_Midnight 17.05.2001 19:38

Na ich denke schon, daß es nicht egal ist, warum man was gemacht hat. Denn ein bißchen Menschlichkeit muß schon noch sein, auch wenn sich natürlich viel Leute eine gute Ausrede suchen werden. Das kennt man ja, daß z.B. die Frage der Vorsätzlichkeit eine ganz wesentliche ist. Das soll aber nicht heißen, daß die Strafe unverhältnismäßig gering ausfallen darf bzw. soll.

kato 17.05.2001 19:50

Ich glaube kaum dass jemand zugeben wird er hat nen schlechten Tag gehabt und hat deswegen den Passanten niedergefahren und um ganz sicher zu gehen ist er noch mal im Retourgang drüber.

Wie schon LF angeschnitten hat ist dass Strafausmass dass er ja an dass Gericht (Staat) zahlen muss von Begleitumständen (schlechte Sicht,Passant läuft durch fliessenden Verkehr)abhängig.
Für dass Schmerzensgeld jedoch ist es sgal da gibt es bei Rechtsanwälten und Versicherungen sogar Listen wieviel wofür bezahlt wird (Ist natürlich nur ein Richtwert)

3of4 17.05.2001 20:15

@lom Einer fährt dich um, weil er einen schlechten Tag hat, ein anderer fährt dich um weil er zuviel Alkohol im Blut hatte, in beiden Fällen bist du querschnittgelähmt, und unter welchen Vorraussetzungen kriegst du dann mehr? Tut es etwa mehr weh wenn einer mit 150 km/h über dich drüberfährt und dabei sauer auf seine Mutter ist, oder wenn einer mit 150 km/h über dich drüberfährt, weil er den Tacho nicht mehr lesen kann.

Das was du meinst ist die Strafe, nicht die "Entschädigung".
Und ich weiß nicht wie dass wirklich ist, aber ich glaube unter gewissen Umständen zahlt ja auch die Versicherung(sicher nicht bei einer Amokfahrt)

The_Lord_of_Midnight 17.05.2001 20:34

@Mailbomber
Denkst du nicht, daß es z.B. ein Unterschied ist, ob man z.B. jemanden vorsätzlich ermordet oder ob es ein Unfall ist ?

PS: Ich bin sicher nicht der Meinung, daß man alles tolerieren soll oder daß irgendwelche Trinkgeldstrafen in Ordnung sind. Ich hab schon genug Unfälle gesehen und ich find das ganze überhaupt nicht mehr lustig oder als Kavaliersdelikt.

Don Manuel 17.05.2001 22:23

Ich würde dafür plädieren, daß das Schmerzensgeld für das Opfer immer gleich hoch ist, aber bei nachweislicher Vorsätzlichkeit oder grober Fahrlässigkeit noch eine zusätzliche Strafe an den Staat zu bezahlen ist.

Tarjan 18.05.2001 07:25

ich unterscheide hier, ebenso wie einige Andere, zwischen Schmerzensgeld und Strafe. Das Schmerrzensgeld sollte gleich sein, den die Beeinträchtigung ist ja immer die gleiche. Die Strafe hängt natürlich vom Motiv ab. Anders kann das jedoch sein, wenn man das Schmerzensgeld nicht nur als Beeinträchtigungsersatz betrachtet, sondern auch als Buße.

3of4 18.05.2001 16:37

@Lord, ich glaube du hast nicht verstanden was ich meine, obwohl ich extra in der dritten Zeile von unten etwas für dich dazugeschrieben habe.

Satan_666 18.05.2001 17:52

@all
Ich bin zwar kein Jurist, aber nach meinem "primitivem" Rechsempfinden stellt sich die Sache ja so dar:

Schmerzensgeld soll eine Entschädigung für die entstandenen Schmerzen darstellen - und wie so viele bereits bemerken, ist dies unabhängig vom Motiv des "Täters", der die Schmerzen zugefügt hat. Hier gibt es meines Wissens nach einen "Katalog", der zur Berechnung der Höhe des Schmerzensgeld (in Österreich) herangezogen wird. Andere Länder -> andere Sitten (siehe USA, wo es ja Schmerzensgeld-Forderungen im Millionen- bis Milliardenhöhe gibt).

Strafe wird bezahlt, weil der "Täter" gegen unsere künstlichen Spielregeln (= Gesetze) verstoßen hat - und diese Strafe wiederum ist relativ unabhängig von den zugefügten Schmerzen.

Daher ist es - für mich als Schmerzensgeld-Forderer - auch egal, ob ich von jemanden mit 150 km/h niedergemäht werde, weil er sauer auf seine Mutter ist oder sich einen "Dusel" angesoffen hat und mich dabei keine Schuld trifft.
Anders die Strafe, die ja von vielen Faktoren abhängig ist - letztlich auch vom Richter.

:ms:


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