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Zitat:
Holger, liest du eigentlich auch genau oder überfliegst du nur? Es geht hier um einen Totalausfall, so unwahrscheinlich er auch ist. Dass man beim Ausfall eines FMC-Moduls nicht den Flug abbricht sondern die verbleibenden Geräte nutzt, ist doch klar und diesen Thread nicht wert. ;) |
Ok alles klar danke euch allen!
Werds beim nächsten flug einmal ausprobieren, ob ich mit Microsofts ATC auf einen der nächsten Airports runterkomm. Besonders interessant ist es sicher so einen Ausfall einmal bei Vatsim usw. zu simulieren. lg Andreas |
Re: FMC Ausfall!
Zitat:
Diese Woche war wieder mal ein Checkflug auf der B737ng fällig. Die Situation war folgende: Anflug von INN (Innsbruck) vom Osten her (via RTT). Die Sicht war "nicht wirklich gut" (nix zu sehen bis Minimum), es war ein RNP/LNAV Anflug - wo man bis zum Minimum "nur zusieht", den Rest steuert der FMC. Abweichung sind da in etwa +-20m. Real ein paar Meter. Wie es der Checker will - fallen aber alle FMC's aus. In so einem Fall verliert man die Anzeigen aúf der normalerweise verwendeten MAP Page (sprich: Anzeige der NDP's VOR's und Airports...) Also nur noch die "normalen" Anflughilfen - Wetterradar und Terrainwarning ect. geht natürlich. Also mit hilfe der "althergebrachten" Navigationsmöglichkeiten und vorherigem raussuchen der Approachspeed ging es dann runter auf Minimum. Und wie sollt es anders kommen - Durchstarten war angesagt, ein Triebwerk fällt aus und das GPS ist hinüber. Weiter ging es dann mit der "Einginefailroute" Richtung Telfs - um den Hügel herum und raus aus dem Tal..... Die Werte aus dem INS (Trägheitsnavigationssystem) wurden dann für die Feststellung der Position verwendet. Da das INS ja im laufe der Zeit triftet - wird es immer ungenauer - aber die Genauigkeit reicht noch, wenn man in Innsbruck wieder ins breitere Inntal rauskommt..... |
Na endlich...
...kommt mal einer drauf, dass es ja noch die Trägheitsnavigation gibt. Das Ablesen der wichtigsten Werte ist zwar nicht so komfortabel (weil sie ja nicht mehr grafisch auf dem ND angezeigt werden) aber sie sind ja noch da: Heading, Track, Wind, Groundspeed. Sollte das FMS "nur" die einstmals eingegebene Route vergessen haben, aber noch benutzbar sein, so gibt man zuerst den Waypoint ein auf den man beim Ausfall zugeflogen ist. Dann baut man den Rest der Route wieder auf. Nur bei einem Totalausfall des FMS geht das natürlich nicht, dann ist die Map auf dem ND endgültig weg.
Als letztes Mittel, z.B. dort wo keine Radionavigation möglich ist, kann man aber noch Heading bzw. Track und Zeit fliegen; so wie es auf dem Flugplan von Waypoint zu Waypoint vor dem Flug berechnet wurde. Das ist zwar schon ziemlich ungenau, aber spätestens nach ein paar Stunden wird man wieder in die Nähe (ca. 200NM) einer VOR kommen und kann dann die Navigation genauer weiterführen. |
Hy Leute,
wenn das FMC ausfällt, was sehr,sher selten passiert, übernimmt der Pilot die Steuerung mittels AP und Manueller Navigation mit den Jeppesen-Karten. Im "normalbetrieb" des Flieger darf es garnicht zu einem Audsfall des FMC kommen, weil dies auch sicherheitshalber an mehrere Stromnetze im Flugzeug angeschlossen ist, was einen Ausfall eigentlich verhindern sollte. Grüße Marc |
Was ist mit Loran C? Ist das mitlerweile komplett abgeschaltet? Oder könnte man das als Not-Backup noch verwenden? :confused:
Ansonsten halt mit Kompass, Wind, Course usw. Koppeln. Können die Piloten mal wieder zeigen, was sie in der Grundausbildung gelernt haben :D |
Zitat:
Hallo Marc, Klar ist eo etwas selten, aber aussuchen kann man es sich leider nicht. Klar ist auch, dass beim Checkflug ziemlich viel kumuliert an Ausfällen "geübt" wird. Da ja in der Praxis so wenig Ausfälle vorkommen, wird man so auf dem hohen "Problemlösungsniveau" gehalten. Aber zurück zu Thema: Wenn einer ausfällt, fliegt man mit dem verbleibenden weiter. Auch ein Vorteil wenn man mehr als ein Geräte hat - so kann man immer wieder checken, wie weit die Geräte (soweit sie wirklich unabhängig sind) auseinanderliegen - und seine Schlüsse ziehen. Z.b. war mal ein Anflug, wo eine kleine Diskrepanz in der horizontalen Position des PF (Pilot flying) war. Der Checker bezweckte folgendes: Der Pilot fliegt runter bis zum Minimum (wie meistens ist ja die Umgebung auf "Suppe" gestellt - meist noch mit böigem starken Wind.) Am Minimum sieht er die Piste, erkennt aber, dass er einiges daneben ist. Sollte er jetzt reflexartig den Flieger dahin bringen wollen, streift eine Tragfläche..... also war ein Durchstarten angesagt. Und was war: der FO war trotzdem sehr aufmerksam, checkte nicht nur seine Werte, die bei ihm groß auf den Bildschirmen dargeboten wurden, sondern auch die anderen. So ist im dann schon aufgefallen, dass da eine Kleinigkeit auseinanderläuft. Er ist dann tatsächlich etwas seitlich der Centerine, "angekommen" -was er noch leicht korrigieren konnte und gelandet. |
[schwarzsehen ON]
Wobei bei manchem/r OnlinepilotIn der Ausfall des FMC einem Emergency 7700 gleichkommt. Die kennen zwar jeden Knopf im Cockpit mit Vor-und Nachnamen samt Geburtstdatum, können das FMC sogar von hinten nach vorn programmieren, aber wenns dann ausfällt und "Nadelfliegen" angesagt ist: Siehe oben... [/schwarzsehen OFF] :engel: |
Hallo
Na dann werde ich einmal so einen Ausfall üben. Da sieht man dann, am Flusi wer wirklich navigieren kann und die Flugplanung verstanden hat. Das bedeutet dann aber sicherlich auch recht viel Stress! Absolutes Muss ist ein ausgedruckter Flugplan. Werde dann schreiben was bei meinem FMC Ausfall-Versuch rausgekommen ist! Ich glaube fürs Erste versuch ichs bei relativ guter Sicht. lg Andreas |
"Nadelfliegen" :D Sowas hat man im FS95 oder 98 noch gelernt ! ;)
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