WCM Forum

WCM Forum (http://www.wcm.at/forum/index.php)
-   Elektronik(-Basteln) / Modellbau & PC (http://www.wcm.at/forum/forumdisplay.php?f=62)
-   -   Frau und Lötkolben ? (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=145193)

zed 19.09.2004 19:56

Zitat:

Original geschrieben von pong
bin zwar kein Mädel, aber auch sehr unerfahren auf dem Gebiet des Lötens (Testobjekte en Mas vorhanden)

könnte mir einer ein konretes Produkt aus dem Spiral-Shop http://shop.spiral.at/ empfehlen?

pong


aufn ersten blick, naja ich weiss nicht... ;)
den den ich oben schon gepostet hab kann ich für anfänger absolut empfehlen: ERSA MULTITIP 25W/230V230BD

red 2 illusion 19.09.2004 19:58

Re: Fragen tun sich auf...
 
Zitat:

Original geschrieben von Clarissa_K
[b]Was ist:

Flussmitel (für welchen Zweck)
Damit ist Löten einfacher.


Zitat:

Welche Temperatur
zb: Drähtchen an Mainboard anlöten
Das kommt ganz drauf an. Wenn du z.B. am NetzteilStecker was Anlöten willst brauchst 100Watt an einem CPU-Beinchen reichen 15Watt.

Bei einer Lötpistole hast halt den Vorteil das man mit verschiedenen Lötspitzen die Leistung beinflussen kann. Ich bieg mir so einen dünnen Draht und erhalte damit eine 5Watt Lötspitze für eine 100Watt-Lötpistole.
Eine Lötpistole ist mit etwas Probieren für seltene oder einmalige Einsätze und besonders für Anfänger einfach super.


Zitat:

Lötzinn
Gibt es da unterschiedliche Qualitäten
Ist in jedem Lötzinn Flussmittel (was auch immer das ist) enthalten?
Im Lötzinn liegt die ganze Kunst am Löten. Ich hab immer so ~20 verschieden zur Hand. Vom Feinlot mit 220°C Schmelztemperatur bis zum Hardlot mit 350°C das man mit dem Gas-Brenner verarabeitet, mit und ohne Flussmittel.

Zitat:

Welche Lötkolben für Anfänger
Conrad: http://www1.at.conrad.com/scripts/wg...c=X&~cookies=1
Würd dir vom Lötkolben abraten. Ist der zu klein z.B. <50Watt kannst oft nicht mal die Lötstelle erwärmen wie beim Auslöten von MainboardEklos. Ist der Lötkolben zu groß >50Watt kannst keine SMD-Bauteile mehr Löten.

Willst wirklich professionell Löten brauchst wieder einen Lötkolben mit Tempsteuerung um ihn auf das Lötzinn einzustellen und um die Bauteile nicht so stark zu erhitzen.

Bei der Pistole kannst es recht gut mit der Drahtstärke steuern wie hoch die Leistung und damit die Hitze wird, zudem brauchst keine Lötspitzen kaufen. Mußt etwas probieren aber das bekommt man in den Griff.

Ich hab früher alles mit der Pistole gemacht und damit läßt sich auch wirklich alles Löten, Lötenkolben wirst mehr als einen brauchen. Einziger Nachteil der Pistole ist das Gewicht aber bei seltenen Gebrauch nicht wirklich ein Prob.


Bastet 19.09.2004 19:58

Zitat:

Original geschrieben von zed
das mit dem wiEderstand dürft bei der grundig schulung durchgerutscht sein :D
nun ja, da du einer bist der darauf pocht - schenk ich dirs :p

zed 19.09.2004 20:02

imho lötpistole absolut ungleich MB etc (=SMD) löten. vor allem nicht bei anfängern.


@red2lusion
dass man für das anlöten am NetzteilStecker 100W braucht ist absoluter blödsinn. dann kannst null löten sonst nix.



das man für professionelles löten eine lötstation mit einem mikro lötkolben und einem z.b 40W lötkolben braucht ist klar.

aber für die hier angedachten einsatzzwecke absolut over-engineered.

edit: die ist gut, haben wir in der firma auch:

ERSA DUO LOETSTATION TW 80A
http://www1.at.conrad.com/scripts/wg...pc=X&~cookies=
Artikel-Nr.: 812129 - HK
Preis ab 426,55 EUR

red 2 illusion 19.09.2004 20:06

Zitat:

Original geschrieben von zed

das man für professionelles löten eine lötstation mit einem mikro lötkolben und einem z.b 40W lötkolben braucht ist klar.

40Watt ist zuviel für SMD und ICS.

15-25Watt hab ich dafür. Mit 30Watt lösen sich bereits die Leiterbahnen vom einem ASUS-Mainboard ab. :mad:

zed 19.09.2004 20:08

Zitat:

Original geschrieben von red 2 illusion
40Watt ist zuviel für SMD und ICS.

15-25Watt hab ich dafür.

:lol:
ah auf einmal sind 40W auch zu viel? zerst waren 100W noch nicht genug...

red 2 illusion 19.09.2004 20:11

Zitat:

Original geschrieben von zed
ah auf einmal sind 40W auch zu viel? zerst waren 100W noch nicht genug..

100Watt ist nur die max. Leistung die aber von der Lötspitze bei einer Lötpistole abhängt.

Du kannst dir z.B.für eine 100Watt Lötpistole eine Lötspitze aus Eisen biegen die keine 5Watt hat. Mit einem billigen Multimeter die oft schon Temp messen können kannst die Temperatur je nach länge der Spitze sehr genau einstellen.

Oder du kaufst verschieden Lötzinn mit unterscheidlichen Schelzpunkten dann kannst es testen wie heiß das Ding wird.

Tarjan 19.09.2004 20:12

ich habe diese zuhause: http://www1.at.conrad.com/scripts/wg...c=X&~cookies=1

hat zwei lötkolben für feine und gröbere arbeiten, ist temperaturgeregelt und nicht allzu teuer. ich empfehle noch eine entlötpumpe und lötzinn mit enthaltenen flußmittel, damit kannst schon recht gut basteln.

red 2 illusion 19.09.2004 20:19

Zitat:

Original geschrieben von Tarjan
ich habe diese zuhause: http://www1.at.conrad.com/scripts/wg...c=X&~cookies=1

hat zwei lötkolben für feine und gröbere arbeiten, ist temperaturgeregelt und nicht allzu teuer. ich empfehle noch eine entlötpumpe und lötzinn mit enthaltenen flußmittel, damit kannst schon recht gut basteln.

Ich hab auch 4 tempgeregelte Lötkolben aber für einen Anfänger erst mal zu teuer ums zu empfehlen.


Für eine Lötpistole kannst dir eine Doppelspitze Biegen. Mit dem Hammer etwas anklopfen somit erhöht sich in dem Bereich der Wiederstand und schon kann man auf beiden Seiten SMD auslöten. Aber nur für User dies halt nur einmal brauchen.

BigHarry01 19.09.2004 20:45

Da hier schon genug philosophiert wurde über Lötkolben/-pistole, hier noch ein paar Tipps aus der Praxis:

Mit einem Elektroniklot (0,5 - 0,8 mm Durchmesser) für kleine Bauteile/Lötstellen und normales Lötzinn (1 - 1,5 mm Durchmesser) kommt man ganz gut aus.

Die Dämpfe vom Flußmittel (Flußmittel dient dazu, die Oberfläche des zu lötenden Teils fettfrei und für das Lötzinn "empfänglich" zu machen) nicht einatmen, diese sind nicht gerade gesundheitsfördernd.

Bauteile/Drähte sollte man vorher verzinnen (Litzendrähte verdrillen/verdrehen - gehen dadurch beim Löten nicht auseinander):
etwas Lötzinn von Spule abwickeln, aber noch drauflassen, Spule auf Unterlage legen und Lötzinn in die Höhe stehen lassen; Bauteile/Draht in die eine Hand, Lötkolben/pistole in die andere und gezielt Bauteil/Draht und Lötspitze zusammenführen. Wenn das Ende heiß ist, alles gemeinsam zum Lötzinn führen, das Lötzinn sollte sich um das Bauteil/zwischen den Litzen des Drahtes legen. Damit wird die Stelle, auf der man das Bauteil/Draht später anlöten möchte, nicht überhitzt, ausserdem bräuchte man sonst drei Hände: Bauteil/Draht, Lötzinn und Lötkolben/pistole halten!

Bei nichtregelbaren Lötkölben/pistole nicht zu kurz ("kalte Lötstelle"), aber auch nicht zu lange auf der gleichen Lötstelle löten - lieber abkühlen lassen und dann nochmal probieren bzw. korrigieren.

Noch ein Tipp fürs entlöten: meine Technik, Lötzinn von Lötstellen zu bekommen ist etwas brutal, aber wirkungsvoll - geeignet nur für erschütterungsunempfindliche Sachen: Lötzinn auf Lötstelle erhitzen, wenn es flüssig ist, das Teil mit der Lötstelle nach unten auf eine feste Unterlage aufklopfen - Lötzinn wird weggeschleudert. Nicht auf Textil/Teppich, auf Holz/Kunststoff/Fliesen ist das kein Problem, man kann es, wenn es abgekühlt ist, wegwischen.

Eine ruhige Hand und Spitzzange oder Pinzette sind für kleine Bauteile bzw. kurze Abstände zwischen Finger und Lötstelle unbedingt empfehlenswert.


Ich hoffe, ich konnte mit meinem Wissen helfen.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:05 Uhr.

Powered by vBulletin® Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2009 FSL Verlag