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Faserschmeichler 19.06.2003 23:31

Zitat:

Original geschrieben von Karl
@jayjay!
Das alte Leute wenig Geld ausgeben stimmt aber nicht ganz. Schau doch mal in ein Reisebüro wie viele ältere Leute da Reisen buchen. Und keine billigen.

Oder was glaubst wer da am meisten für die "Biowelle" ausgibt. Oder den "Wellness" Scmäh. Oder bei den Autos die gehobene Mittelklasse. Wenn man sich mit der Abfertigung den Jugendtraum vom Merc+BMW erfüllen kann.

Die "Alten" wurden schon lange als Zielgruppe erkannt um die Umsätze zu steigern.

Und das Geld vom den Pensionen kommt indirekt auch den Jungen zugute. Hast noch nie gehört was Opa oder Oma zu einem neuen Auto, Wohnung oder gar Haus dazu beigetragen haben.

Ich möchte sogar behaupten das sich viel jungen Leute ihren Standard, ohne dieser Generationshilfe, gar nicht leisten könnten. Ich kenne einige Beispiele wo die Alten ein sehr guter Sponsor sind.

Also im Sparstrumpf verschwindet das Geld der alten Leute sicher nimmer. Und wenn auch. Wer erbt es denn dann?

Ein durchschnittlicher ASVG-Pensionist wird nur sehr schwer seinem Enkel ein neues Auto kaufen können.
Von einem Haus gar nicht zu reden.

Meine Oma hatte eine Rente von 6300.- ATS, da geht sich nicht einmal ein Moped aus.

Aber es gibt auch pensionierte Beamte, das sind dann die, die die teuren Reisen buchen, von denen du geschrieben hast.

franznovak 20.06.2003 00:08

Die Regierung = SCHÜSSEL verweigert schon Jahre eine aktive Familienpolitik !!!

An deren Stelle tritt die Wirtschaft (Halbtagsarbeit f. Frauen, Kinderbetreuung, sonstige undurchsichtige Karenzlöungen,...) und die Pensionsreform (weniger junge Pensionseinzahler -> Pensionen beschneiden).
Familien und Kinder werden in Wirtschaft, Politik und Medien eher als lässtig empfunden. Spezielle Förderungen wie das einmalige Geld bei der Eheschließung gibts glaub ich gar nicht mehr (oder nur symbolisch) !

ps: Würde unser Möchtegernkanzler nämlich in die Familienpolitik eingreifen, dann müsste er auch in die (JUGEND)BESCHÄFTIGUNG Hirnschmalz inverstieren, - aber davor drückt er sich, da schiebt er lieber die lästigen Abfangjäger als Negativschlagzeile in die Medien, als Familien & Beschäftigungspolitik.

ps2: Arbeite als Zivi in einem Pflegeheim. Da werden die Leute gegen ihren Willen oft uralt (Sondenernährung, künstliche Beatmung, Blut- & Nierenwaschen,...). Das hebt auch die Statistik, hat aber mit Lebensqualität bzw. erfüllung nix zu tun.

Karl 20.06.2003 00:12

@Faserschmeichler!
Das tut mir dann leid für deine OMA. Dann ist sie eine von jenen ~50% bedauernswerten Pensionisten die an der Armutsgrenze leben.

Und das Oma oder Opa ein Auto kaufen, so war das eigentlich nicht gemeint. Sondern einen Beitrag dazu leisten.

Und wenn sie durch Babysitten wenigstens das Geld für die Kindergrippe ersparen.

Aber was ich jayjay eigentlich sagen wollte ist, dass das Pensionsgeld doch wieder voll in die Wirtschaft einfliesst. Oder zeig mir einen Mindestrentner, so wie deine Oma, den da noch was überbleibt.

Wo soll den das Geld von den Pensionen hinkommen als das es ausgegeben wird.

hometown 20.06.2003 00:32

Der Umsatz
 
steigt bei den alten Kunden, das stimmt, nur leider kaufen die doch sehr verhalten.

Das Problem mit alternde Gesellschaft ist ja schon da, es wird nur noch hinausgezögert, ich einer der unter 30jährigen habe mit dem Pensionsgedanken schon aufgeräumt.

Also auf der einen Seite wird diese Altersgruppe (30jährigen)systemathisch im Job an ihre Leistungsgrenzen gebracht andererseits wird ihnen dann auch noch die Hoffnung auf eine (vernümftige) Pension genommen.

Das sich die meisten durch privatversorgen eindecken, von dem gehe ich selbstverständlich in dieser situation auch aus.

Es kann auch sein das die Politiker damit rechnen, das SPEED kills, das möchte ich keinen unterstellen.



:) :eek: :)

Faserschmeichler 20.06.2003 00:35

@Karl
Ich danke Dir, dass du so mit meiner Oma mitfühlst.
Ihre Rente gab ich in ATS an, warum wohl?

Mein Posting sollte auch nur gegen deine Verallgemeinerung gerichtet sein.
Und die lautet: Pensionisten kaufen für ihre Enkel Wohnungen, Autos, und Häuser.
Das ist ein Irrglaube.

Aber du hast recht, um wieder bei meiner Oma zu sein,
das Geld von Mindestrentenbeziehern geht wieder unverzüglich in die Wirtschaft.
Aber gefreut hat meine Oma darüber sich nie.

Faserschmeichler 20.06.2003 00:40

Re: Der Umsatz
 
Zitat:

Original geschrieben von hometown
Also auf der einen Seite wird diese Altersgruppe (30jährigen)systemathisch im Job an ihre Leistungsgrenzen gebracht andererseits wird ihnen dann auch noch die Hoffnung auf eine (vernümftige) Pension genommen.
Hmm, glaubst Du nicht den Werbesendungen der Regierung im ORF?

Also wozu blechen wir dann für diese Propaganda, wenn sie nicht überall wirkt? ;)

Karl 20.06.2003 01:21

@Faserschmeichler!
Jetzt muss ich aber ein bisserl Wortklauben.

Ich habe geschrieben.....Oma,Opa..... dazu Beigetragen haben.

Und ein Beitrag können, so wie z.B. bei meinem Sohn von seiner Oma, auch "nur" 1000.-€ sein. Die sie ihm beim Autokauf dazugelegt hat.

Also da hast mich total missverstanden wenn du glaubst ich meinte alle Jungen bekommen von ihren Grosseltern ein Auto geschenkt.

Und was das Hausbauen angeht. Meine Schwiegermutter hat für meinen Sohn schon seit zwanzig Jahren einen Bauspavertrag, natürlich nur eine kleine Summe, abgeschlossen. Wenn der zum Bauen anfängt, oder sich eine Wohnung kauft, ist das ein ganz netter Beitrag.

So in etwa meinte ich auch Beiträge zum Haus, Wohnung kaufen, wo die Alten schon die Jungen unterstützen.

Und was glaubst habe ich für mein zweijähriges Enkerlkind schon abgeschlossen?

Was ich damit auch noch sagen will. Junge und Alte sind nicht zwei verschiedene Gruppen. Die sind eine Gemeinschaft.

jayjay 20.06.2003 14:24

Re: Der Umsatz
 
Zitat:

Original geschrieben von hometown
steigt bei den alten Kunden, das stimmt, nur leider kaufen die doch sehr verhalten.

Das Problem mit alternde Gesellschaft ist ja schon da, es wird nur noch hinausgezögert, ich einer der unter 30jährigen habe mit dem Pensionsgedanken schon aufgeräumt.
Also auf der einen Seite wird diese Altersgruppe (30jährigen)systemathisch im Job an ihre Leistungsgrenzen gebracht andererseits wird ihnen dann auch noch die Hoffnung auf eine (vernümftige) Pension genommen.

:) :eek: :)


genau! und da sehe ich eben auch das problem. meine (in dem fall unsere generation) darf fest in die pensionskasse einzahlen, wird aber mit ziemlicher sicherheit nicht mal einen bruchteil (wenn überhaupt was) davon rausbekommen. fraglich ist halt, ob sich das die arbeitende bevölkerung irgendwann gefallen lässt, wenn man 50% (und es werden soviel sein!!) seines gehaltes für das umlageverfahren und einen ähnlich hohen anteil für das gesundheitswesen zahlen MUSS.

wenn ich mal 75% meines gehaltes in ein sozialsystem primär für eine generation bzw. zwei generationen vor mir (die wahrlich in saus und braus gelebt haben, mit heiratsgeld, staat zahlt einem das halbe haus einfach so ab, frühpension ab 45j usw.) einzahlen darf, dann überlege ich mir ernsthaft auszuwandern!!

ich fände es nur mehr als gerecht, wenn man JETZT in bestehende pensionen (zb. über 1000€) eingreifen würde um endlich ein zeichen zu setzen! nur traut sich das halt wieder keiner, weil das ja wählerstimmen kosten würde ...

>> und dieses pensionsreförmchen ist dabei nicht mal ein tropfen auf den heissen stein - spätestens in 2 jahren kommt die nächste! interessant, dass diejenigen, die es eigentlich am meisten betrifft (die unter 30-jährigen) NICHT streiken und auf die strasse gehen...

ps. statistisch gesehen ist die sparquote bei über 60-jährigen höher als bei jüngeren. viele ältere menschen (die sichs leisten können!) sparen auch auf "schlechtere zeiten", sprich, falls sie ins altersheim müssen.
pps. "teure auslands/urlaubsreisen" bringen dem österr. staat leider nichts, sondern dem urlaubsland.

Karl 20.06.2003 14:54

@jayjay!
Tut mir leid. Aber wenn ich deinen letzten Beitrag so lese sehe ich eigentlich nur verbale Übertreibungen.

Und so etwas ist keine Diskussionsgrundlage.
Damit verabschiede ich mich von diesem Thread.

jayjay 20.06.2003 16:06

Zitat:

Original geschrieben von Karl
@jayjay!
Tut mir leid. Aber wenn ich deinen letzten Beitrag so lese sehe ich eigentlich nur verbale Übertreibungen.

Und so etwas ist keine Diskussionsgrundlage.
Damit verabschiede ich mich von diesem Thread.


darfst dich ned dran stören, schreib halt gerne eher provokant ;)

ps. die zahlen habe ich zt. aus der presse, zt. aus dem netz! ich denke auch, dass sie jederzeit überprüfbar sind.
zb. pensionsumlage-abgabenquote lt. institut für höhere studien 1999: 23%, geschätzt für 2019: 44%
LEIDER scheinen diese Zahlen auch zu stimmen, wenns so weitergeht!


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