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Burschi 23.08.2007 11:41

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Es gibt eine große Anzahl an Meßkriterien.
Eine der wichtigsten sind:
Kundenzufriedenheit
Mitarbeiterzufriedenheit
Anzahl der beantworteten Anfragen
Anzahl der verlorenen Anrufe
Kostenentwicklung
Qualität der Arbeit
Und noch viele andere.

Aber wie, nach welchem Schlüssel kommt man da auf eine konkrete €-Zahl???? Oder weißt du das nicht so genau? Das stelle ich mir sehr schwierig vor, da hier einiges doch Ansichtssache ist. Wird da jeder Kunde genau befragt, ob er zufrieden war?

Alex1 23.08.2007 11:43

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
...
Das schau ich mir an, daß ein GESCHÄFTSFÜHRER Überstunden bezahlt gekommt :lol: ...

Wüsste nicht, was daran lustig sein soll? Ein Geschäftsführer ist nicht gleichzusetzen mit dem Inhaber. GF ist in der Regel ein Angestellter, der auch bezahlt werden will. Und wenn er ein Pauschales dafür bekommt - warum nicht?

The_Lord_of_Midnight 23.08.2007 11:50

Zitat:

Original geschrieben von Burschi
Aber wie, nach welchem Schlüssel kommt man da auf eine konkrete €-Zahl???? Oder weißt du das nicht so genau? Das stelle ich mir sehr schwierig vor, da hier einiges doch Ansichtssache ist. Wird da jeder Kunde genau befragt, ob er zufrieden war?
Na ich habe mein Gehalt und das wars.
Und wenn meine Mitarbeiter, Kunden und Vorgesetzten der Meinung waren, daß ich gut gearbeitet habe, dann bekomme ich eine Gehaltserhöhung, so wie bei allen anderen Angestellten auch.

Wenn nicht, bin ich selbstverständlich derjenige der schneller als alle anderen Mitarbeiter gekündigt werden, denn ich kann mich nicht verstecken.
Wenn du, sagen wir mal einer von 20 bist, sind die Chancen sehr groß daß es im Fall des Falles nicht dich trifft.
Aber wenn du bei Problemen der Einzige in Frage kommende bist, dann bist du im Fall von Problemen auch der Einzige der die Verantwortung übernehmen kann und muss.

Meine Mitarbeiter kriegen die Überstunden natürlich schon größtenteils, wenns nicht in dem betreffenden Land eine Überstundenpauschale gibt.
Man muss ja auch bedenken daß es in verschiedenen Ländern verschiedene Gepflogenheiten und Gesetze gibt, die muss ich natürlich berücksichtigen, sonst habe ich ein Problem.

Die Meinung der Mitarbeiter und Kunden wird mittels diverser Umfragen eingeholt.
Die können alle Rückmeldungen geben und tun das auch häufig.

Und bezüglich der Gehälter gibts in jedem Land eigene Personaldirektoren, die wissen über übliche Gehälter bescheid und kümmern sich darum daß unsere Leute nicht unter- oder überbezahlt werden.

Ich meine, ich kann schon entscheiden wem ich wieviel bezahle.
Aber das ganze geht auch nur innerhalb gewisser Grenzen.
Das heisst daß auch Leute, die nicht 150% leisten eine Existenzberechtigung haben und ein gutes Gehalt bekommen, auch wenn es mir von engstirnigen Klassenkämpfern so vorgeworfen wird, als würde ich nur das 1% an Ausnahmetalenten akzeptieren und leben lassen.
Nichts davon ist wahr.

Der entscheidene Punkt ist nur, daß es eben doch Unterschiede geben muss.
Jemand der die Hauptlast der Arbeit trägt sollte zumindest ein paar Hundert Euro pro Monat mehr verdienen als das "Schlußlicht".
Andernfalls zerstört man jegliches Engagement völlig.
Denn wozu anstrengen, wenns auch mit dem Minimum möglich ist durchzukommen ?

The_Lord_of_Midnight 23.08.2007 12:03

Zitat:

Original geschrieben von Alex1
Wüsste nicht, was daran lustig sein soll? Ein Geschäftsführer ist nicht gleichzusetzen mit dem Inhaber. GF ist in der Regel ein Angestellter, der auch bezahlt werden will. Und wenn er ein Pauschales dafür bekommt - warum nicht?
Also ich wäre sehr verwundert darüber.
Nochmals:
Andere Gehälter, andere Sitten.
Je höher die Gehälter sind, desto höher in der Regel die Anforderungen.
Und dazu gehört meines Wissens auch, daß man keinerlei Überstunden mehr bezahlt bekommt, sobald man Personalverantwortung hat.
Es wird einfach erwartet daß man da ist wenns nötig ist.

Wem das nicht passt, der muss eben die technische Karriere einschlagen und kann auch ganz gut davon leben.
Teilweise sogar besser als im Management.
Weil dort eben oft Überstunden bezahlt werden.
Und natürlich überschneiden sich die Gehälter von Mangement und Mitarbeitern.
Nicht alle Manager verdienen mehr als alle ihre Mitarbeiter.

TONI_B 23.08.2007 12:05

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Na ich habe mein Gehalt und das wars.
Und wenn meine Mitarbeiter, Kunden und Vorgesetzten der Meinung waren, daß ich gut gearbeitet habe, dann bekomme ich eine Gehaltserhöhung, so wie bei allen anderen Angestellten auch.

Wenn nicht, bin ich selbstverständlich derjenige der schneller als alle anderen Mitarbeiter gekündigt werden, denn ich kann mich nicht verstecken.
Wenn du, sagen wir mal einer von 20 bist, sind die Chancen sehr groß daß es im Fall des Falles nicht dich trifft.
Aber wenn du bei Problemen der Einzige in Frage kommende bist, dann bist du im Fall von Problemen auch der Einzige der die Verantwortung übernehmen kann und muss.

Meine Mitarbeiter kriegen die Überstunden natürlich schon größtenteils, wenns nicht in dem betreffenden Land eine Überstundenpauschale gibt.
Man muss ja auch bedenken daß es in verschiedenen Ländern verschiedene Gepflogenheiten und Gesetze gibt, die muss ich natürlich berücksichtigen, sonst habe ich ein Problem.

Die Meinung der Mitarbeiter und Kunden wird mittels diverser Umfragen eingeholt.
Die können alle Rückmeldungen geben und tun das auch häufig.

Und bezüglich der Gehälter gibts in jedem Land eigene Personaldirektoren, die wissen über übliche Gehälter bescheid und kümmern sich darum daß unsere Leute nicht unter- oder überbezahlt werden.

Ich meine, ich kann schon entscheiden wem ich wieviel bezahle.
Aber das ganze geht auch nur innerhalb gewisser Grenzen.
Das heisst daß auch Leute, die nicht 150% leisten eine Existenzberechtigung haben und ein gutes Gehalt bekommen, auch wenn es mir von engstirnigen Klassenkämpfern so vorgeworfen wird, als würde ich nur das 1% an Ausnahmetalenten akzeptieren und leben lassen.
Nichts davon ist wahr.

Der entscheidene Punkt ist nur, daß es eben doch Unterschiede geben muss.
Jemand der die Hauptlast der Arbeit trägt sollte zumindest ein paar Hundert Euro pro Monat mehr verdienen als das "Schlußlicht".
Andernfalls zerstört man jegliches Engagement völlig.
Denn wozu anstrengen, wenns auch mit dem Minimum möglich ist durchzukommen ?

Endlich eine klare, kurze Antwort voller konkreter Daten und Fakten ohne Seitenhiebe oder Unterstellungen anderen gegenüber...

rev.antun 23.08.2007 12:07

:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
http://www1.istockphoto.com/file_thu...oad_closed.jpg

Alex1 23.08.2007 12:08

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Also ich wäre sehr verwundert darüber.
Nochmals:
Andere Gehälter, andere Sitten.
Je höher die Gehälter sind, desto höher in der Regel die Anforderungen.
Und dazu gehört meines Wissens auch, daß man keinerlei Überstunden mehr bezahlt bekommt, sobald man Personalverantwortung hat.
Es wird einfach erwartet daß man da ist wenns nötig ist.

Auch genannt: Überstundenpauschale.

The_Lord_of_Midnight 23.08.2007 12:10

Zitat:

Original geschrieben von TONI_B
Endlich eine klare, kurze Antwort voller konkreter Daten und Fakten ohne Seitenhiebe oder Unterstellungen anderen gegenüber...
Dann mach endlich du eine klare Aussage.
Wie würdest du "das Problem" lösen ?
Oder windest du dich wieder aus der "Verantwortung" indem du einfach jegliches Problem verneinst ?

The_Lord_of_Midnight 23.08.2007 12:13

Zitat:

Original geschrieben von Alex1
Auch genannt: Überstundenpauschale.
Nein, das ist absolut nicht klar.
Was heisst das, wenn er mehr als das Pauschale arbeitet ?
Ich würde davon ausgehen, daß er trotzdem nicht mehr bekommt ?

Ich meine das Pauschale ist ja nur ein Teil des Vertrages, damit man dann rechtlich keine Überstundenbezahlung einfordern kann.

Aber es geht darum, was KONKRET passiert.
Ich stell mir das ziemlich sinnlos vor, wenn ein Geschäftsführer Stundenaufzeichnungen führt und dann auch noch Überstunden abrechnen würde.

The_Lord_of_Midnight 23.08.2007 12:18

Zitat:

Original geschrieben von Alex1
Das waren Leute, die ich kenne, und keine, die hier posten. Bitte beachten!
Es hat hier jemand gepostet der ein Haus gebaut hat.
Und angeblich ist das finanziell überhaupt kein Problem.

Und bezüglich der Leute die 3 bis 4 mal pro Jahr in Urlaub fahren, hast ja gerade DU es so dargestellt als wäre das normal und üblich unter Privatangestellten.
Also was jetzt ?

Alex1 23.08.2007 12:20

Überstundenpauschale: es geht darum, dass pauschal alle Überstunden abgegolten werde. Was ist daran so schwierig zu verstehen?

TONI_B 23.08.2007 12:25

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Dann mach endlich du eine klare Aussage.
Wie würdest du "das Problem" lösen ?
Oder windest du dich wieder aus der "Verantwortung" indem du einfach jegliches Problem verneinst ?

Welches Problem soll ICH lösen? Dass du einmal schreibst du bekommst Überstunden nicht bezahlt und einige Stunden später bekommst du doch was dafür!

ICH trage genug Verantwortung!

Nur bekomme ich für 2 Überstunden nur 1 bezahlt, für 3 nur 2, für 4 nur 3 usw. Und das pro Woche! Auch wenn mich diese Tatsache unserer Besoldung ärgert und ich es als ungerecht empfinde, wenn dann Außenstehende uns vorwerfen wir verdienen zu viel, bin ich mit meinem Job und dem Gehalt zufrieden. Daher habe ich in dieser Hinsicht kein Problem zu lösen!

Konkret und klar genug?

artemisia 23.08.2007 12:36

@lom

nur für dich zum verständnis.

in der personalwirtschaft ist das folgendermaßen geregelt:

sobald über ein anno-gehalt verhandelt wird, versteht es sich von allein, das ein gewisser satz an überstunden inkludiert ist.

dieser satz beweg sich um die 20 %. hat ein normaler angestellter/arbeiter 40 std. wären es bei einem GF 48 Std..

das heißt also, dein anno-gehalt bezieht sich per se auf 48 std. und somit kann man auch von einer pauschalen überstundenleistung reden.

kommt man als GF mit dieser wochen/monatsarbeitszeit nicht aus, so muß man zum einen überprüfen ob die angewandten techniken ausreichen oder aber nachverhandeln, da das arbeitsaufkommen am anfang überschätzt worden ist.

allerdings sind das nun geschäftsbereiche, in denen solche dinge ehr untergeordent sind - weil, wenn du in der dimension bist, dass du GF einer GmbH oder als entwickler oder was weiß ich mit anno-gehalt eingestellt wurdest, hast du andere dinge im kopf, ob du nun zwei stunden mehr oder weniger für das unternehmen tätig bist.

die beschreibung deiner tätigkeit würde für mich hier in D bedeuten, dass du versicherungsvertreter mit bezirksleiterkompetenz bist.

rev.antun 23.08.2007 12:42

leute diese "diskusionen" führen, wenn man das so mitverfolgt, zu genau nix - also seit lieb zueinander und vergesst das ganze ...

Guru 23.08.2007 12:56

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Sag mal, bist du bei ein "einfaches Parteimitglied" oder so ?
Weil deine Verhaltensweisen erinnern mich frappant an das Modell der Politiker die es zu verantworten haben, daß die Politik heute so ein absolut negatives Image hat.
. Selbst nichts sagen und tun
. Warten was die anderen sagen
. Nachschauen ob man irgendwo was findet, daß man dem anderen unterstellen oder vorwerfen können
. Alle dürfen sich wunderbar künstlich aufregen und bemerken dabei gar nicht, daß diese Laus in Wirklichkeit nichts gearbeitet hat.

Wenn du nicht so einer bist, dann deklarier dich doch einfach.
Wo fängt bei dir der Sinn der verstaatlichten Industrie an und wo hört er auf ?
Wie willst du VORHER schon wissen, welches verstaatlichte Unternehmen Gewinne machen wird und welches nicht ?
Wie willst du mit dem Verkauf UNRENTABLER verstaatlichter Unternehmen GELD machen ?
Oder wird bei dir nichts verkauft ?
Und was machst du mit Unternehmen wo rationalisiert werden muss ?
Kann sowas bei dir niemals passieren ?
Wenn du jetzt die gesamte Wirtschaft in die Hände des Staates legen würdest, wären wir dann nicht beim Kommunismus ?
Also nochmals, deklariert dich endlich !
Damit die Leute endlich dein wahres Gesicht sehen.



Ich sehe jetzt keinerlei Zusammenhang zwischen meinem Posting und deinem Schwarz-Weiss-Kommentar mit einer nachweislich immer schlechten Schwarz-Weiss-Sicht der Dinge ?

Also Guru, deklarier dich endlich:
Wer hat hier in diesem Posting EINEN EINZIGEN VORSCHLAG zu dem Thema gemacht außer "wir brauchen mehr Geld" ?
Ich meine, wenn man überhaupt von einem Thema sprechen kann ?
Bzw. kannst du mir "das Thema" sagen, bevor du dich hier künstlich aufregst ?



Und euere Kunden sind in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst ?

Bezüglich des neo-liberalen fordere ich dich jetzt wiederholt auf:
Deklarier dich endlich !
Was ist denn jetzt das Böse, was ich angeblich mit neo-liberalen Menschen gemeinsam habe ?
Denn das einzige was ich mir als "Böse" vorstellen könnte, war mein Vorschlag, durch leistungsgerechte Bezahlung außergewöhnliche Talente mit besseren Gehaltserhöhungen zu fördern und zu binden und außergewöhnliche Minderleister durch das Gegenteil gehaltsmäßig zu bremsen.
Und ja, es gibt auch in der Privatwirtschaft Leute die weniger und welche die mehr verdienen.
Würde das hier jemand glauben ?
:rolleyes:



Die Frage mit dem Verschenken war eine rhetorische Frage.
Ich wollte damit sagen, daß wir alle gerne "die Guten" sein möchten.
Aber die Realität zwingt uns innerhalb enger Grenzen zu bleiben.
Grenzen auf der einen Seite, weil man qualifizierte Mitarbeiter mit zu geringen Gehältern nicht kriegen wird.
Und Grenzen auf der anderen Seite, weil der Preis für die Waren oder Diensleistung auch nicht so einfach regelmäßig gesteigert werden kann.

Bezüglich der Gewinnmaximierung um jeden Preis:
Das ist halt wieder so ein sozialromantisches Märchen, mit dem man vielleicht einfache Gemüter am Wirtshaustisch zu Begeistungsstürmen hinreissen kann.
Ja, das mag vielleicht stimmen wenn jemand um 6,50 Euro pro Stunde arbeitet, also nur den kollektivvertraglich garantierten Minimallohn bezahlt bekommt.

Aber in einem Unternehmen, wo man qualifizierte Mitarbeiter benötigt und wo anständige Gehälter bezahlt werden, da gibt es andere Regeln.

Und vor allem müssen Leute die teilweise beträchtlich mehr verdienen als das Minimum auch einfach akzeptieren, daß sie andere Leistungen bringen müssen.

Nur sind das jetzt zwei verschiedene Dinge, die man nicht vermischen kann und darf.
Denn wir reden hier ja nicht von der industriellen Revolution, wo Leute 16 Stunden am Fließband arbeiten müssen, und dafür nicht mal was zu Essen kaufen können.

Wir hatten da in der Diskussion Kommentare von Leuten die ohne Probleme ein Haus bauen und trotzdem mehrmals pro Woche weggehen können.
Und von Leuten die 3 bis 4 mal !!! jährlich in Urlaub fahren können.

Und wenn ich hier als "Gewinnmaximierer um jeden Preis" verdächtigt werden sollte, dann dürft ihr beruhigt sein.
Ihr könntet nicht falscher liegen.

Unsere Kunden sind alle - ob nun internationale Konzerne, nationale Groß-, Mittel- und Kleinfirmen oder die öffentlichen Unternehmungen.

Und nein, Guru ist kein einfaches Parteimitglied - Guru ist in keiner Partei Mitglied. Das hindert aber nicht, dass Guru ein Weltbild und eine politische Meinung hat. Und die ist mit Sicherheit nicht auf Ausbeutung oder sozialromantischen Träumen aufgebaut. Da ist Guru schon viel zu lang im Berufsleben, um jemals Deine Ansichten vertreten zu können.

Deine restlichen Fragen könnten Ausflüchten und versteckten Unterstellungen nicht näher kommen.

Guru kann damit leben, dass Du der beste Manager Europas bist, die Welt rettest und trotzdem zuwenig verdienst, Dir den Luxus einer arbeitenden Frau leisten kannst, die aber kein Geld verdient und Du obendrein keine Steuern mehr abschreiben kannst.

Und damit hat sichs...

Guru

The_Lord_of_Midnight 23.08.2007 19:46

Zitat:

Original geschrieben von Alex1
Überstundenpauschale: es geht darum, dass pauschal alle Überstunden abgegolten werde. Was ist daran so schwierig zu verstehen?
Ja, sicher.
Das ist doch sowieso klar, wie solls denn sonst sein ?
Überstunden sind im Gehalt inbegriffen.
Werden also nicht getrennt bezahlt.
Letztendlich kommt eine fixe Summe heraus die größer oder kleiner sein kann.

The_Lord_of_Midnight 23.08.2007 19:50

Zitat:

Original geschrieben von Guru
Unsere Kunden sind alle - ob nun internationale Konzerne, nationale Groß-, Mittel- und Kleinfirmen oder die öffentlichen Unternehmungen.

Und nein, Guru ist kein einfaches Parteimitglied - Guru ist in keiner Partei Mitglied. Das hindert aber nicht, dass Guru ein Weltbild und eine politische Meinung hat. Und die ist mit Sicherheit nicht auf Ausbeutung oder sozialromantischen Träumen aufgebaut. Da ist Guru schon viel zu lang im Berufsleben, um jemals Deine Ansichten vertreten zu können.

Deine restlichen Fragen könnten Ausflüchten und versteckten Unterstellungen nicht näher kommen.

Guru kann damit leben, dass Du der beste Manager Europas bist, die Welt rettest und trotzdem zuwenig verdienst, Dir den Luxus einer arbeitenden Frau leisten kannst, die aber kein Geld verdient und Du obendrein keine Steuern mehr abschreiben kannst.

Und damit hat sichs...

Guru

Und was sind denn "meine Ansichten" ?
Leistungsgerechte Bezahlung ist also nichts für dich ?
Ich muss sagen, ich bin entsetzt !
Bzw. daß ich dir das "Herumgeiere" um die Tatsachen nicht glaube.

Warum fürchtest du es wie der Teufel das Weihwasser, das einfach und gerade heraus zuzugeben ?
Weil du dann Angst davor hast, auch in die Mühle der "politisch korrekten Vernichtungsmaschine" zu kommen ?

The_Lord_of_Midnight 23.08.2007 19:52

Zitat:

Original geschrieben von TONI_B
Welches Problem soll ICH lösen? Dass du einmal schreibst du bekommst Überstunden nicht bezahlt und einige Stunden später bekommst du doch was dafür!

ICH trage genug Verantwortung!

Nur bekomme ich für 2 Überstunden nur 1 bezahlt, für 3 nur 2, für 4 nur 3 usw. Und das pro Woche! Auch wenn mich diese Tatsache unserer Besoldung ärgert und ich es als ungerecht empfinde, wenn dann Außenstehende uns vorwerfen wir verdienen zu viel, bin ich mit meinem Job und dem Gehalt zufrieden. Daher habe ich in dieser Hinsicht kein Problem zu lösen!

Konkret und klar genug?

Ja sicher, ist die einfachste Methode.
Es gibt keine Probleme, es könnte nicht besser sein.
Das ist die einfachste Variante, damit muss man genau gar nichts sagen und die anderen sind immer die Bösen.
Furchtbar sowas.

TONI_B 23.08.2007 22:26

Ende der Diskussion!
Es ist sinnlos!

Frage mich nur, ob irgendjemand hier deine Gedanken verstehen kann?

samc 23.08.2007 23:09

weise entscheidung TONI_B
:ja:

antwort auf deine frage: nein, kann ich nicht!

Alex1 24.08.2007 08:08

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Ja sicher, ist die einfachste Methode.
Es gibt keine Probleme, es könnte nicht besser sein.
Das ist die einfachste Variante, damit muss man genau gar nichts sagen und die anderen sind immer die Bösen.
Furchtbar sowas.

Weise Worte zum Abschluss.

Oli 24.08.2007 09:39

Guter Entschluss, diese Diskussion zu beenden. Auch wenn noch viele Fragen offen bleiben (vor allem jene, die uns LOM vorenthält).

Aber besser ein Ende mit Fragen, als Fragen ohne Ende ...

Lg Oliver

Guru 24.08.2007 09:58

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Ja sicher, ist die einfachste Methode.
Es gibt keine Probleme, es könnte nicht besser sein.
Das ist die einfachste Variante, damit muss man genau gar nichts sagen und die anderen sind immer die Bösen.
Furchtbar sowas.


Schöner lässt sich Intelligenzresistenz nicht darstellen...

Guru

rev.antun 24.08.2007 10:14

http://www.alte-messe.de/img/jpgklei...hlusssegen.jpg

alterego100% 24.08.2007 10:23

Zitat:

Original geschrieben von Guru
Schöner lässt sich Intelligenzresistenz nicht darstellen...

Guru

Quod erat demonstrantum

rev.antun 24.08.2007 10:27

:D

res ipsa testis est

TONI_B 24.08.2007 11:11

Zitat:

Original geschrieben von Oli
Guter Entschluss, diese Diskussion zu beenden. Auch wenn noch viele Fragen offen bleiben (vor allem jene, die uns LOM vorenthält).

Aber besser ein Ende mit Fragen, als Fragen ohne Ende ...

Lg Oliver

Die Fragen hat er uns ja nicht vorenthalten - nur die Antworten! :rofl:

alterego100% 24.08.2007 11:33

Difficile est satiram non scribere

rev.antun 24.08.2007 11:43

wie man sieht ist es schon einfach :D

alterego100% 24.08.2007 12:41

So wie's dasteht: Es ist schwer es nicht zu tun. :D

rev.antun 24.08.2007 12:42

:lol: umkehrschluss ...

The_Lord_of_Midnight 24.08.2007 14:16

Ein paar schöne Sätze für unsere engstirnigen und bösartigen Klassenkämpfer, die mich darin bestätigen, daß es überall Leute gibt, die sehr wohl weiter denken als von 12 Uhr bis Mittag:

http://www.dgb-bw.de/sixcms/detail.php?id=2760
Rede vom 20.11.1998 von Sabine Leidig in Ev. Akademie Bad Herrenalb
Visionen einer modernen Gesellschaft
04.02.2002
Rede vom 20.11.1998 von Sabine Leidig in Ev. Akademie Bad Herrenalb
“Visionen einer modernen Gesellschaft”
(Ev. Akademie Bad Herrenalb, Arbeitnehmerforum zur Bad.Revolution 1848
11/98, Sabine Leidig, DGB-Kreisvorsitzende, Karlsruhe)

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Evolutionäre Prozesse sind nicht frei von Gewalt. Doch im Gegensatz zu der falschen Naturvorstellung, daß es dort nur einen ewigen Kampf ums Überleben gibt, lebt die Evolution von Kompromissen, von Übergangsformen und von gegenseitiger Lernfähigkeit. Nicht, daß sich Ausbeuter und Ausgebeutete am runden Tisch der Geschichte gegenseitig überzeugen können, aber die gegenseitige Vernichtung ist auch keine Alternative, sondern nur das Genteil eines Fehlers – und das ist meistens auch ein Fehler.
----------

----------
Flexibilisierung der Arbeitsabläufe machen auch humanere Arbeitsbedingungen möglich. Das Ende des Normalarbeitsverhältnisses muß nicht in Unsicherheit, Scheinselbstständigkeit und in die Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft münden, sondern macht auch eine gerechtere Verteilung der Arbeit und ein neues Verhältnis von Arbeit und Freizeit möglich.
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Vielleicht geben diese Absätze Toni mehr Hoffnung für die Zukunft: (meine Meinung ist nach wie vor daß wir ohne leistungsgerechte Bezahlung nur sehr geringe Fortschritte machen können, nur mehr Geld alleine zu geben bringt in der Praxis sehr wenig, wenn nicht gleichzeitig auch etwas dafür getan wird)
----------
Notwendig und möglich ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch sinnvolle und notwendige öffentliche Investitionen in den Ausbau der sozialen und ökologischen Infrastruktur, in Schulen und Kinderbetreungseinrichtungen, in Hochschulen und Bildungseinrichtungen, in Umwelt-Schutz und –Sanierung, in Schaffung und Sanierung von Wohnungen, in Gesundheits-Vorsorge und - Versorgung usw.
----------

Und hier ist auch noch ein Platz für Guru:
----------
Darüberhinaus brauchen wir öffentlich geförderte Beschäftig, mit dem der bereits bestehende "Non-Profit-Sektor" weiterentwickelt werden kann - ein gemeinnütziger Bereich zwischen Markt und Staat, mit dem die Selbstorganisation der Gesellschaft und damit auch die ehrenamtliche Arbeit unterstützt wird, in Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen, in Jugendverbänden und Sportvereinen, in Kulturhäusern und Altentreffs usw.
----------

Bitte zu bedenken, das kommt von einer Kreisvorsitzenden des deutschen Gewerkschaftsbundes.

Ich habe selbst ein sehr gutes Verhältnis zur Gewerkschaft und bin selbst Gewerkschaftsmitglied, der Teamleiter meiner wichtigsten Region ist Gewerkschaftsmitglied und 1 Tag in der Woche für gewerkschaftliche Belange abgestellt.
Das war für mich kein Grund diesen Menschen zu diskriminieren und ihm die weitere Karriere zu verbauen, sondern ich habe ihn befördert.
Und zwar weil ich der Meinung bin, das er der beste Mann für diesen Job war und ist, völlig unabhängig von irgendwelchen dummen klassenkämpferischen Hintergedanken.
Das Ergebnis ist eine nochmals gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit.
Und bevor jetzt wieder eine bösartige Unterstellung kommt, ich hätte diesen Mitarbeiter "gekauft" schicke ich gleich voraus, daß dieser Mann kein Hampelmann ist, sondern sich genauso wie ich sehr wohl um seine Mitarbeiter kümmert.
Und das können halt nur Menschen die völlig frei und selbst denken und handeln können, ohne irgendwelche indoktrinierten Ideologien, sondern immer mit dem ganzen Menschen im Zentrum des Denkens.
Denn ich kann es mir gar nicht leisten, Mitarbeiter in Schlüsselpositionen einzusetzen die nicht selbst denken.
Das wäre mit Sicherheit mein wirtschaftlicher Untergang.

Vielleicht zeigt das den "lustigen Menschen" hier im Thread wie dumm Vorurteile sind.
Ich betone das Wort "vielleicht", weil ich die Hoffnung nie aufgebe...
:engel:

rev.antun 24.08.2007 14:33

du muss ihn ja damit nicht "gekauft" haben - jedoch ist es (egal welche branche) meist so je höher die position desto weniger zu tun.

ausser man macht "irgendwelche" besprechnungen und JF'xes :rolleyes:

soll aber jetzt nicht auf dich gemünzt sein sonder eher eine allgemeine ansicht darüber und mM ...

The_Lord_of_Midnight 24.08.2007 15:06

Zitat:

Original geschrieben von rev.antun
du muss ihn ja damit nicht "gekauft" haben - jedoch ist es (egal welche branche) meist so je höher die position desto weniger zu tun.
Ich weiß nicht wie das bei anderen ist.
Bei mir war es jedoch so, daß ich mit jeder höheren Position auch mehr Arbeit und Verantwortung hatte.
Nicht daß ich jetzt wieder "zurück" will, denn die höhere Position hat zumindest mir auch immer mehr Zufriedenheit und Selbstverwirklichung gebracht, aber ich denke mir zumindest, wie einfach das "damals" doch alles war.

Man sieht es dann einfach aus einem anderen Blickwinkel, wenn man selbst die Entscheidungen trifft und wenn man auch weiß warum man das so tut.
Zum Beispiel habe ich mir früher oft gedacht, daß das Management "viel zu weich" ist und wir als Mitarbeiter das immer ausbaden müssen.

Nur heute sehe ich es einfach so, daß ich mir auch um die Zukunft der Mitarbeiter und der Organisation Sorgen machen muss.
Je mehr Kunden man "falsch behandelt", also mit einem Gefühl der Unzufriedenheit zurücklässt, desto weniger Zukunft hat man und umgekehrt.

Da kann es dann passieren, daß ein Mitarbeiter auch Dinge zur Zufriedenheit des Kunden erledigen muss, selbst wenn nach jeglichen vernünftigen Überlegungen der Kunde selbst Schuld ist.
Ein gutes Beispiel ist das leidige Thema Backup: Kunden, die kein ordentliches Backup-Konzept haben und vor allem diese Konzept niemals getestet haben gibt es und wird es immer geben.
Soll man jetzt einem Kunden sagen:
Du bist doch selbst Schuld wenn du das nie getestet hast, sskm.
Was wäre der Endeffekt, wenn man sowas tut ?
Der Kunde schmeisst den ganzen Krempel weg und will mit der betreffenden Firma nie wieder was zu tun haben.
Also wenn schon was passiert, dann muss man alles tun was im Rahmen der eigenen Möglichkeiten ist, um so einem bemitleidenswerten Kunden zu helfen.
Und das auch vollständig transparent und verständlich kommunizieren, damit der Kunde auch zur Gänze verstehen kann, warum sowas passiert ist.
Und man muss als Organisation für solche Fälle 24/7/365 verfügbar sein.

Und warum denke ich so ?
Weil wir es uns nicht leisten können, den Fokus nicht immer voll auf dem Kunden und seinen Bedürfnissen zu haben.
Unser wirtschaftliches Überleben und das Überleben der gesamten Firma hängt davon ab, ob wir das tun oder nicht.

Andere Menschen haben es offensichtlich nicht nötig, sich um die Leute zu kümmern, die ihr Gehalt zahlen.
Das ist der große Unterschied.

The_Lord_of_Midnight 24.08.2007 15:14

http://teletext.orf.at/100/101_0001.htm
Beamte: Bures will Einsparungen
Ministerin Bures (Spö) plant im öffentlichen Dienst weitere Einsparungen beim Personal.
Zudem will sie das Zulagen-System vereinfachen, eine Personalagentur gründen, die Beamte dorthin vermittelt, wo sie gebraucht werden, und ein neues Dienstrecht schaffen, in dem Jüngere besser verdienen und Pragmatisierungen die Ausnahme sind.
Fix ist laut Bures, dass 2008/2009 nur noch jeder zweite pensionierte Beamte nachbesetzt wird.

Soviel zum Thema wirtschaftliche Realität.

Und das hat jetzt nichts mit einzelnen Parteien zu tun, das hat einfach damit was zu tun, wie viel Budget in Zeiten immer weiter steigender Defizite zur Verfügung steht.
Und ob wir eine Zukunft haben wollen, wo es nicht nur um noch mehr Sparen geht, sondern wo wir auch wirklich unseren Wohlstand verbessern.
Mit mehr Schulden werden wir in Zukunft die Reichen noch mehr begünstigen, aber eine gute Zukunft wird das für den "Normalbürger" nicht sein.

Vielleicht hilft das manchen Menschen hier endlich von der ewigen Einteilung der Menschen in die "unsrigen" oder die "anderen" wegzukommen und ein bisschen mehr pragmatsiches Denken zu lernen, völlig unabhängig davon in welches "Kastl" er andere jetzt reinsteckt.

Alex1 24.08.2007 18:33

LoM, du musst auch zwischen den Zeilen lesen.
Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
http://teletext.orf.at/100/101_0001.htm
Beamte: Bures will Einsparungen
Ministerin Bures (Spö) plant im öffentlichen Dienst weitere Einsparungen beim Personal.
Zudem will sie das Zulagen-System vereinfachen, eine Personalagentur gründen, die Beamte dorthin vermittelt, wo sie gebraucht werden, und ein neues Dienstrecht schaffen, in dem Jüngere besser verdienen und Pragmatisierungen die Ausnahme sind.
Fix ist laut Bures, dass 2008/2009 nur noch jeder zweite pensionierte Beamte nachbesetzt wird.

Ich übersetze das einmal ... "Zulagensystem vereinfachen" heisst höchstwahrscheinlich "Zulagen streichen". Ob solche Massnahmen motivierend wirken, wage ich zu bezweifeln.

"eine Personalagentur gründen": in vielen Bereichen des öffentlichen Diensts gibt es das bereits jetzt schon (auch in meinem). In der Praxis sind diese "Personalagenturen" Auffangbecken für Beamte, denen der Arbeitsplatz weggenommen wurde. Diese "entsorgten" Menschen sitzen in diesen Agenturen und warten darauf, dass sie tageweise für bestimmte, immer andere Tätigkeiten eingeteilt werden. Sollte gerade nichts zu tun sein, sind sie untätig, und werden dennoch bezahlt. Ist das in deinem Sinne kostensparend? Und ist es wiederum motivierend für den Arbeitnehmer, wenn er nicht weiss, was morgen sein wird? Darf er beim Billa Regale einschlichten (ist schon dagewesen, kein Scherz!), oder andere ähnlich anspruchsvolle Arbeiten erledigen? Für großartige Einschulungen ist da nämlich keine Zeit, darum haben diese Leute nur wenig Chancen, eine zur bisherigen Verwendung ähnlich wertige Tätigkeit zu finden. Gut, immerhin hat er den Vorteil, dass er nicht gekündigt werden kann - ohne Frage!

Gegen deinen möglichen Einwand, dass er sich ja etwas anderes suchen könnte: mit 50+ (und 30+ Dienstjahren) überlegt man es sich tausend mal, ob man seine ungeliebte, aber sichere Stellung aufgeben soll. Der Arbeitsmarkt gibt für ältere Arbeitnehmer nämlich nicht so viel her, wie du vielleicht glaubst.

"ein neues Dienstrecht schaffen": ich will auch viel, aber weder Frau Bures noch ich können ein neues Dienstrecht schaffen, da gehört schon ein bisschen mehr dazu.

"Fix ist laut Bures, dass 2008/2009 nur noch jeder zweite pensionierte Beamte nachbesetzt wird." Nebenfrage: Ist das nicht genau das Giesskannenprinzip, dass du so verabscheust?
Hört sich ja im ersten Moment toll an, aber "nicht nachbesetzt" heisst nicht, dass niemand mehr die Arbeit machen wird. Es wird lediglich kein Beamter mehr hingesetzt, sondern ein Angestellter, der auch bezahlt werden will.


Weiters weiss ich sehr wohl, was du willst: du willst einen effizienteren Staat. Ein Wunsch, dem man nur schwer seine Berechtigung absprechen kann.
Dein Vorschlag, eine leistungsorientierte Bezahlung einführen, wäre ja grundsätzlich nicht verkehrt. Allerdings habe ich das Gefühl, wir sprechen aneinander vorbei: ich denke an Arbeiter, denen im Monat zwischen 900 und 1700 Euro netto bezahlt wird. Und diese machen den Großteil der öffentlich Bediensteten aus. Du denkst wahrscheinlich an hochrangige Beamte in Managementpositionen, die ein mehrfaches davon kassieren (sektionschefs etc.). Darum sehe ich es nicht ein, dass z.B. eine Kindergärtnerin, die für ihre unbestreitbar verantwortungsvolle Tätigkeit mit 1100 Euro netto das Auslangen finden muss (bei 40 Wochenstunden), von dir in einen Topf geworfen wird mit Team-, Abteilungs- und sonstigen Leitern, die, dank Auswechslung durch Privatangestellte, mittlerweile sehr wohl leistungsorientiert bezahlt werden , und damit fast immer mehr bekommen als ein Beamter in gleicher Position.

Zur Veranschaulichung ein Beispiel aus meiner Sparte: der Leiter einer Abteilung mit 80(!) ihm unterstellten Arbeitern geht im Monat mit 1400 Euro netto nach Hause. Ist das zuviel? Zuwenig? Er hat genug Stress, das kannst du mir glauben, er ist von früh bis spät im Einsatz, er ist "dran" wenn einmal etwas schiefgeht, und darf auch noch mitarbeiten, wenn Not am Mann ist. Aber: er ist pragmatisiert und hat damit einen sicheren Job. Er ist zufrieden.

Verstehst du mich wenigstens ein bisschen?

The_Lord_of_Midnight 24.08.2007 21:35

Natürlich, ich verstehe dich sehr gut.

Ich wollte mit meinem Posting nur zeigen, daß man nur weil irgendjemand was bestimmtes sagt oder meint oder will, diesen Menschen nicht gleich in ein Kastl einteilen darf.

So auf die Art von "das muss ein Neo-liberaler sein" oder "das muss ein Linker sein" oder dass muss einer von den "Mittleren sein" (oder wie auch immer man das ausdrücken will).

Und genau das ist mir hier in diesem Thread passiert.

Und mit meinen immer wieder erfolgten Bemerkungen zum Thema "pragmatisch denken" wollte ich auch genau das sagen.
Eben das man nicht sagen kann "der ist von der Fraktion, der muss ein Guter sein" oder umgekehrt.

Das hat damit absolut nichts zu tun, es hat damit was zu tun ob ein Mensch frei von ideologischen Scheuklappen denken kann.
Denn nur dann ist der Mensch wirklich frei und kann das tun, was er selbst für richtig findet.


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