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kikakater 13.03.2003 19:02

Der Fortschritt ist zugleich Rückschritt, im negativen wie im positiven Sinn gemeint.

Thomas Evangelium: Das Innere wird zum Äußeren, links zu rechts und vize versa, usw ...

Vom Baum der Erkenntnis zu essen bedeutet verstossen zu sein, auch wenn es bestimmte "Vorteile" bringen könne.

Deswegen sollte man sich - auch wenn es noch so schön Umsatz bringt - nicht auf künstliche Dinge wie k.Befruchtung, k.Intelligenz usw. verlassen, sondern die Fehler akzeptieren, schon ein bißchen eine Herausforderung - und zwar zu jeder Zeit. Heute regiert im Negativen das Mobbing, der Spott, die "Vernichtung" von Schwächeren mit anderer Meinung.

otys 13.03.2003 23:48

Zitat:

Original geschrieben von wol
Bei allem hier anklingendem Kulturpessimismus möchte ich schon anmerken, dass die Mehrzahl der Menschen heutzutage WEISS, was man tun darf und was nicht , was böse und was gut ist. Dass es sie dann doch tun, das Böse, ist wieder ein anderes Kapitel. Aber früher WUSSTEN sie es ja noch nicht mal. Ein gewisser minimaler Fortschritt in der geistigen und sozialen Entwicklung seit der Steinzeit lässt sich nicht abstreiten.
Wenn man von der Voraussetzung ausgeht (ohne religiöse Offenbarungen irgendwelcher Art mit einzubeziehen), dass der Mensch ein Produkt der Evolution ist, so muss man auch die sich daraus ergebenden Verhaltensweisen sehen.

Dem Individuum geht es nur um sein eigenes bestes Fortkommen und erst in zweiter Linie um das seiner nächsten Artgenossen.
Und Ethik braucht man erst wenn mehrere miteinander auskommen müssen, denn ohne Rücksichtnahme auf andere funktioniert das Zusammenleben in einer Gruppe nicht. Also wird es eine Vorstellung von Gut und Böse (im Sinne von was nütz uns und was schadet uns) wohl schon sehr lange geben.

Jetzt braucht eine Gruppe eine Hierarchie, bei der einer der Chef ist, der den anderen auf die Finger schaut und wenn sie zuwiederhandeln dementsprechend reagiert.

Und diese Gruppen werden sich wahrscheinlich gegenseitig mordsmässig um alles mögliche gestritten und gerauft haben - um Futter, Weibchen, Junge...).

Mittlerweile haben wir grosse Rudel (Staaten) und die hauen sich gegenseitig seit Jahrtausenden wegen irgendetwas gegenseitig die Birnen ein.
Die Diplomatie gibt es auch schon seit Anbeginn.

Nach dem WWII hat man die UNO eingerichtet und später den Gerichtshof in den Haag und jede Menge Frieden verkündender Religionen und Sekten gibt es auch schon wer weiss wie lange.

Und noch immer hauen sie sich gegenseitig die Schädel ein.

Fortschritt?

kikakater 14.03.2003 00:01

Zitat:

Original geschrieben von otys

Und noch immer hauen sie sich gegenseitig die Schädel ein.

Es geht noch immer um den Kampf um Energie, Land und Welt- sowie Religionsbild. In Zukunft kommt der Zugang zu Trinkwasser - egal welcher Qualität - hinzu.

3of4 14.03.2003 00:09

es wird immer Kriege geben, leider.
Die Menschheit ist imho nicht fähig zufrieden nebeneinander zu leben.
Selbst wenn jeder genau das selbe hat, das von seinem Nachbarn wird immer besser aussehen.

Oder anders ausgedrückt: Der Mensch hat bisher noch immer einen Grund zum Streiten gefunden :(

otys 14.03.2003 00:14

Es ist schliesslich nicht einerlei, ob man sich mit einem 200¤ oder mit einem 500¤-Schein seinen Hintern auswischt!

gaelic 14.03.2003 00:15

hab mir heute wieder gedanken zum thema gemacht und bin zum schluss gekommen, dass sich die menschheit entweder selbst vernichten wird, oder alles wird ala brave new world enden (menschen aus dem reagenzglas, in gruppen geordnet von alpha bis gamma, ein system aufgebaut auf sklaverei,... kennt eh fast ein jeder).

krieg hat es immer gegeben (über kain und abel, wer halt dran glaubt; babylonier, ägypter, griechen, römer, und dann kommt erst das mittelalter, bis in die neuzeit; die geschichte der menschen ist eine geschichte der vernichtung und des mordens, sklaverei, vergewaltigung)

ich habe die hoffnung irgendwie schon verloren, es wird immer schlimmer (innenpolotisch und außenpolitisch) überhaupt wenn man auf die ereignisse der letzen wochen zurückdenkt (serbien, naher osten, korea, philippinen, südamerika):heul:

thyrver 14.03.2003 00:20

Wenn sich Menschen zu Gruppen zusammenschliessen, können sie ja doch miteinander auskommen, ja sie müssen es geradezu. Der Mensch ist ja seit je her ein Rudeltier. Weshalb hauen sie sich dann trotzdem die Birne ein?

Ich glaub, daß es der Neid ist, zumindest bei überlegten Taten. Dann kommen noch so Dinge hinzu wie Rache zum Beispiel. Oder Masslosigkeit, also Übertreibungen jegliche Art (zum Beispiel auszucken, weil der mit ihr...) (juhuu, hama schon 3 der 7 Todsünden der katholischen Kirche in direkten Zusammenhang gebracht)

Aber ich glaube wirklich daran, dass man als einzelner zwar den Irak Krieg nich verhindern wird, aber zumindest ein Zeichen für andere, bzw. der Stein des Anstosses sein kann. Deswegen , gaelic, nie die hoffnung aufgeben!

Lotussteve 14.03.2003 02:31

Zitat:

Original geschrieben von fabsi
1.) Ich glaub, daß es der Neid ist, zumindest bei überlegten Taten. Dann kommen noch so Dinge hinzu wie Rache zum Beispiel. Oder Masslosigkeit, also Übertreibungen jegliche Art

2.) Deswegen , gaelic, nie die hoffnung aufgeben!

Hallo!

ad 1.) Was ist also abwegig daran dafür zu sorgen daß es eine Grundversorgung für jeden gibt, die mal die Not als Übelursache ausschaltet und z.T. auch den Neid, weil ich z.B. Zeit und Musse habe mich in anderen Feldern zu beweisen als wer den grösseren Diamant am Ring hat....abgesehen von dem ganzen widerlich-antiquiert/archaischen Dicksizing ist das ja,HALLOOOO,nur echt fest von den Arschbacken der Welt zusammengepresster Ex-Dino.......
Und wer jetzt sagt "dann hat keiner mehr Motivation was zu machen"... dem sage ich: mein Gehalt ermöglicht mir das Überleben, ist aber nicht der einzige oder vorherrschende Grund daß ich z.B. jetzt gerade in der Firma bin...sondern weil ich das gerne mache und mich hier wie bei meinen anderen Projekten entfalten kann....Neugierde und Schöpfergeist waren immer grössere Triebfedern als EHR-(martialisches Wort)-GEIZ(auch nicht wirklich nett...).

ad 2.) ACK

@gaelic
Zitat:


ich habe die hoffnung irgendwie schon verloren, es wird immer schlimmer (innenpolotisch und außenpolitisch) überhaupt wenn man auf die ereignisse der letzen wochen zurückdenkt (serbien, naher osten, korea, philippinen, südamerika)

Glaubst du nicht daß es früher nicht auch schon überall auf der Welt schlimm war (ich denke sogar schlimmer als jetzt), es aber die wenigsten Leute mitbekommen haben? Hey, früher hatten wir einen Kaiser der sagen konnte so, jetzt muss Serbien sterbien, wenn du dich weigerst bist du ein Verräter.
Wir hatten Arbeitsbedingungen daß dir das heulen käme. Die Kolonien wurden brutal ausgebeutet. Die Frau wurde auch im Westen unterdrückt und konnte in den paar Demokratien die es gab nicht wählen. Kriege wurden geführt wegen der dummen Ränkespiele von Herrschern deren Legitimation auf irgendwelche nebulösen religiösen Überfiguren zurückgeht etc...usw...ad nauseam...und ich spreche nur von ca. 1900......also ich bin SEHR froh jetzt zu leben, ich kann wenigstens probieren was zu ändern.....früher wäre ich wahrscheinlich Bauernbub gewesen, hätte nicht lesen können und wäre mit 27, welche Ironie angesichts meiner Figur, an Unterernährung verstorben.....


Glaubst du nicht daß die Machthaber der Welt genau dieses Gefühl der Angst und Verunsicherung für sich ausnutzen wollen, das diese "Überinformiertheit" mit sich bringt?


Peace,

Ciao,

Steve

thyrver 14.03.2003 02:56

Zitat:

Original geschrieben von Lotussteve
1.) Was ist also abwegig daran dafür zu sorgen daß es eine Grundversorgung für jeden gibt, die mal die Not als Übelursache ausschaltet und
(2.) z.T. auch den Neid?

3.) Glaubst du nicht daß die Machthaber der Welt genau dieses Gefühl der Angst und Verunsicherung für sich ausnutzen wollen, das diese "Überinformiertheit" mit sich bringt?
zu 1.) Ja, was daran abwegig ist frag ich mich auch, aber es scheint gute Gründe zu geben, wir sind ja auf dem bestem Wege wieder jegliche Leistung im sozialen Bereich geldabhängig zu machen.

zu 2.) Das ist das Problem mit dem Neid. Man neidet ja nicht das es jemand anderem gut geht, sondern, das es ein anderer in deinen Augen besser hat. und den andern, dem es subjektiv besser geht, wird es immer geben. Welchen Lösungsansatz mag es dafür wohl geben?

zu 3.) Wer sind die Machthaber? Politiker? oder Industrielle? und welchen Nutzen zieht ein Politiker aus einer übertrumpfung des Volkes? (das frag ich mich immer, wenn ich mir mal wieder denk, das alles ein abgekatertes Spiel ist. Nur wer ist der Nutzniesser?)

gaelic 14.03.2003 03:42

ad 3: die illuminaten

und gute nacht, geh jetzt ins bett.


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