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Flink 15.10.2003 12:22

Zitat:

Original geschrieben von Bastet
wie heisst das spiel noch gleich?? stille post ;)
Sie irren sich! Die Bibel des AT wurde seit Abrahams Zeiten von den Juden mündlich weitergegeben, später niedergeschrieben. Ganz im Gegenteil zu Stille Post, wo jeweils nur eine einzige Person das Wissen an einen einzelnen weitergibt, wurde das Wissen an viele gleichzeitig mündlich weitergegeben. Die Verkünder des Wortes haben peinlichst genau darauf geachtet, dass nichts verfälscht weitergegeben wurde. Die Funde von Qumran bezeugen, dass der Inhalt ident geblieben ist.
Dazu kommt noch der Apostel Paulus, der sich 3 Jahre lang sein Wissen direkt vom Hl.Geist und dem AT übernommen hatte, ohne die anderen Apostel zu kontaktieren oder um Rat zu fragen. Einige einer Briefe sind direkt erhalten geblieben, auch die anderer Apostel. Briefe werden bekanntlich nicht mündlich weitergegeben!

Zitat:

Aus dem Katechismus Nr 126:
2. Die mündliche Überlieferung: Die Apostel haben "nach dem Aufstieg des Herrn das, was er selbst gesagt und getan hatte, ihren Höreren mit jenem volleren Vesrtändnis überliefert, über das sie, durch die wunderbaren Ereignisse um Christus unterweisen und durch das Licht des Geistes der Wahrheit belehrt, verfügten."

Tarjan 15.10.2003 12:31

Zitat:

Original geschrieben von Flink
Sie irren sich! Die Bibel des AT wurde seit Abrahams Zeiten von den Juden mündlich weitergegeben, später niedergeschrieben. Ganz im Gegenteil zu Stille Post, wo jeweils nur eine einzige Person das Wissen an einen einzelnen weitergibt, wurde das Wissen an viele gleichzeitig mündlich weitergegeben. Die Verkünder des Wortes haben peinlichst genau darauf geachtet, dass nichts verfälscht weitergegeben wurde. Die Funde von Qumran bezeugen, dass der Inhalt ident geblieben ist.
Dazu kommt noch der Apostel Paulus, der sich 3 Jahre lang sein Wissen direkt vom Hl.Geist und dem AT übernommen hatte, ohne die anderen Apostel zu kontaktieren oder um Rat zu fragen. Einige einer Briefe sind direkt erhalten geblieben, auch die anderer Apostel. Briefe werden bekanntlich nicht mündlich weitergegeben!

Klar, und bei längeren Texten ist ja überhaupt keine persönliches Gedankengut und Einstellung dazugekommen. Genauso entstehen Urbane Legenden nach dem Prinzip "Ich habe mal gehöhrt".

Bastet 15.10.2003 15:39

Zitat:

Original geschrieben von Tarjan
Klar, und bei längeren Texten ist ja überhaupt keine persönliches Gedankengut und Einstellung dazugekommen. Genauso entstehen Urbane Legenden nach dem Prinzip "Ich habe mal gehöhrt".
find ich auch, darum gibts ja unterschiedliche versionen, mal länger mal kürzer und ich denk mal dass durch diverse übersetzungen sicher der text ebenfalls gelitten hat.




und damit mich der herr flink jetzt nicht missversteht, man kann einen witz zwar in jede sprache übersetzten, allerdings verliert er irgendwie die pointe ;)

jayjay 15.10.2003 16:27

Zitat:

Original geschrieben von Bastet
find ich auch, darum gibts ja unterschiedliche versionen, mal länger mal kürzer und ich denk mal dass durch diverse übersetzungen sicher der text ebenfalls gelitten hat.

und damit mich der herr flink jetzt nicht missversteht, man kann einen witz zwar in jede sprache übersetzten, allerdings verliert er irgendwie die pointe ;)


zb. bei übersetzung der 10 gebote vom lateinischen ins deutsche ist der konjunktiv präsens ("du sollst") ident mit dem futur 2 (ich hoffe das stimmt so, latein ist schon ein paar jährchen her ;) )- allein das kann schon einen gewaltigen semantischen unterschied machen. wie man das übersetzt bleibt jedem freigestellt.
ausserdem ist es mehr als logisch, dass beim übersetzen vom hebräisch nach griechisch, nach latein und dann ins deutsche übersetzungsfehler passiert sind, weil solche konstellationen (grammatik/doppelbedeutung von wörtern) in allen sprachen immer wieder vorkommen.

gibt es nicht sogar "bibel-versionen" die sich gegenseitig wiedersprechen? va. im alten testament wurden ja immer wieder alternative schriften gefunden ...


das NT und die lehre jesu christi finde ich bemerkenswert und äusserst interessant, trotzdem ist die bibel für mich nicht heilig.

das alte testament finde ich mehr ein jüdisches propagandawerk ("volk gottes" vs. böse restliche völker) das voller widersprüche steckt: "du sollst nicht töten" vs. "auszug aus ägypten - ägyptisches heer im meer vernichten, erstgeborene töten usw."
aber naja, vielleicht bekomm ich hierfür eine erklärung dafür, würde mich ehrlich interessieren, ob ich das so falsch sehe ;)

Flink 15.10.2003 20:33

Zitat:

Original geschrieben von jayjay
zb. bei übersetzung der 10 gebote vom lateinischen ins deutsche ist der konjunktiv präsens ("du sollst") ident mit dem futur 2 (ich hoffe das stimmt so, latein ist schon ein paar jährchen her ;) )- allein das kann schon einen gewaltigen semantischen unterschied machen. wie man das übersetzt bleibt jedem freigestellt.
ausserdem ist es mehr als logisch, dass beim übersetzen vom hebräisch nach griechisch, nach latein und dann ins deutsche übersetzungsfehler passiert sind, weil solche konstellationen (grammatik/doppelbedeutung
von wörtern) in allen sprachen immer wieder vorkommen.
Worin liegt das Problem, wenn bei einem Übersetzungsfehler aus dem Lateinischen ins Deutsche ein Fehler passiert wäre? Die lateinischen Originaltexte sind noch vorhanden. Es ist jedem erlaubt, auf den Originaltext zurückzugreifen, wenn er meint, dass die Übersetzung nicht so ganz richtig ist.
Die Juden waren meist zweisprachig. Sie kannten Griechisch und Latein sehr gut. Jede Schrift wurde sorgfältig überprüft. Das muss man eher so vergleichen, wie wenn heute ein Deutschsprachiger einen Text auf Englisch übersetzen muss und ihn ein Englisch-Lehrer noch korrektur-liest. Ein Sprach-Experte macht kaum noch grosse Übersetzungsfehler, insbesondere dann nicht, wenn er einige Jahre in England gelebt hat.

Zitat:

gibt es nicht sogar "bibel-versionen" die sich gegenseitig wiedersprechen? va. im alten testament wurden ja immer wieder alternative schriften gefunden ...
Die Bibel-Versionen unterscheiden sich meistens nur in der Formulierung. Von Widersprüchen der deutschen Übersetzungen untereinander ist mir nichts bekannt. Es wurden vom AT keinerlei alternative Schriften gefunden, die auf eine falsche Überlieferung hindeuten würden.[quote]
Zitat:

das alte testament finde ich mehr ein jüdisches propagandawerk ("volk gottes" vs. böse restliche völker) das voller widersprüche steckt: "du sollst nicht töten" vs. "auszug aus ägypten - ägyptisches heer im meer vernichten, erstgeborene töten usw."
aber naja, vielleicht bekomm ich hierfür eine erklärung dafür, würde mich ehrlich interessieren, ob ich das so falsch sehe ;)
Die Juden waren in Äypten versklavt. Mose hatte deren Freilassung gefordert. Ägpyten wurde von Gott mit Plagen gestraft, sodass am Ende die Isrealiten mit Vorräten und Schätzen beschenkt das Land verlassen durften. Es war die Pflicht Gottes, die Israeliten vor den Ägyptern zu schützen, denn er hatte ihnen den Auftrag gegeben, dieses Land zu verlassen. Auch heute noch feiern die Juden jedes Jahr das Passach-Fest zur Feier für den Auszug aus Ägypten, wo sie wie Sklaven gehalten wurden.
Hätten die Isrealiten etwa die Sklaven der Ägypter bleiben sollen?

enjoy2 15.10.2003 22:53

Zitat:

Original geschrieben von Flink
Worin liegt das Problem, wenn bei einem Übersetzungsfehler aus dem Lateinischen ins Deutsche ein Fehler passiert wäre? Die lateinischen Originaltexte sind noch vorhanden. Es ist jedem erlaubt, auf den Originaltext zurückzugreifen, wenn er meint, dass die Übersetzung nicht so ganz richtig ist.
Die Juden waren meist zweisprachig. Sie kannten Griechisch und Latein sehr gut. Jede Schrift wurde sorgfältig überprüft. Das muss man eher so vergleichen, wie wenn heute ein Deutschsprachiger einen Text auf Englisch übersetzen muss und ihn ein Englisch-Lehrer noch korrektur-liest. Ein Sprach-Experte macht kaum noch grosse Übersetzungsfehler, insbesondere dann nicht, wenn er einige Jahre in England gelebt hat.


Die Bibel-Versionen unterscheiden sich meistens nur in der Formulierung. Von Widersprüchen der deutschen Übersetzungen untereinander ist mir nichts bekannt. Es wurden vom AT keinerlei alternative Schriften gefunden, die auf eine falsche Überlieferung hindeuten würden.
Die Juden waren in Äypten versklavt. Mose hatte deren Freilassung gefordert. Ägpyten wurde von Gott mit Plagen gestraft, sodass am Ende die Isrealiten mit Vorräten und Schätzen beschenkt das Land verlassen durften. Es war die Pflicht Gottes, die Israeliten vor den Ägyptern zu schützen, denn er hatte ihnen den Auftrag gegeben, dieses Land zu verlassen. Auch heute noch feiern die Juden jedes Jahr das Passach-Fest zur Feier für den Auszug aus Ägypten, wo sie wie Sklaven gehalten wurden.
Hätten die Isrealiten etwa die Sklaven der Ägypter bleiben sollen?

wenn es nur Übersetzungsfehler wären, wäre es kein Problem

nur weil man keine andere Version gefunden hat, muss die bekannte Version die Wahrheit sein ? :rolleyes:

Deshalb mussten die Juden die Ägypter töten, damit sie nicht als ihre Sklaven leben mussten, steht das nicht im krassen Gegensatz zu "Du sollst nicht töten" ?


Denke mit deinem Kopf, ist auch als Gläubiger nicht verboten.

jayjay 15.10.2003 23:27

Zitat:

Original geschrieben von enjoy2


Deshalb mussten die Juden die Ägypter töten, damit sie nicht als ihre Sklaven leben mussten, steht das nicht im krassen Gegensatz zu "Du sollst nicht töten" ?



hab ich mir auch so gedacht ;) mord ist mord - so oder so.

Flink 15.10.2003 23:30

Zitat:

Original geschrieben von enjoy2
Deshalb mussten die Juden die Ägypter töten, damit sie nicht als ihre Sklaven leben mussten, steht das nicht im krassen Gegensatz zu "Du sollst nicht töten" ?
Du hast die Begebenheit von Moses in Ägypten wohl nicht mehr genau in Erinnerung. Gott hatte seine Engel geschickt, damit sie die Erstgeborenen der Ägypter erschlagen und später hat Gott selber das Meer zurückströmen lassen, sodass die Ägypter in den Fluten umkamen. Einzig und allein Moses hatte einmal einen Ägypter getötet, als er mitansehen musste, wie jener einen Israeliten geschlagen hatte. Ich würde es als Totschlag ansehen, weil keine Tötungsabsicht dahinter lag. Doch Gott hatte den Moses daraufhin zurechtgewiesen.

jayjay 15.10.2003 23:44

Zitat:

Original geschrieben von Flink
Du hast die Begebenheit von Moses in Ägypten wohl nicht mehr genau in Erinnerung. Gott hatte seine Engel geschickt, damit sie die Erstgeborenen der Ägypter erschlagen und später hat Gott selber das Meer zurückströmen lassen, sodass die Ägypter in den Fluten umkamen. Einzig und allein Moses hatte einmal einen Ägypter getötet, als er mitansehen musste, wie jener einen Israeliten geschlagen hatte. Ich würde es als Totschlag ansehen, weil keine Tötungsabsicht dahinter lag. Doch Gott hatte den Moses daraufhin zurechtgewiesen.

rein strafrechtlich gesehen ist totschlag nur eine priviligierung von mord. für eine verurteilung braucht es keine absicht sondern lediglich einen bedingten vorsatz ("findet sich damit ab").

>> moses würde heute für wahrscheinlich 10 jahre im knast landen ;)

ganz abgesehen davon ist auch totschlag nicht mit den 10 geboten konform (du sollst nicht töten + zorn). ein guter gott (den gott den uns jesus christus vermittelt - und nicht der gott des alten testaments!) wüsste einen besseren ausweg, als seine engel zum morden auf die erde zu schicken, da bin ich mir ganz sicher!

maXTC 15.10.2003 23:55

Zitat:

Original geschrieben von Flink
Du hast die Begebenheit von Moses in Ägypten wohl nicht mehr genau in Erinnerung. Gott hatte seine Engel geschickt, damit sie die Erstgeborenen der Ägypter erschlagen und später hat Gott selber das Meer zurückströmen lassen, sodass die Ägypter in den Fluten umkamen. Einzig und allein Moses hatte einmal einen Ägypter getötet, als er mitansehen musste, wie jener einen Israeliten geschlagen hatte. Ich würde es als Totschlag ansehen, weil keine Tötungsabsicht dahinter lag. Doch Gott hatte den Moses daraufhin zurechtgewiesen.
sowas glaubst du?


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