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kikakater 28.04.2003 20:15

@Wissen & Mupped

Wissen ist letztendlich Versuchung

Sehr oft kommt es dazu sich ein Bild zu machen (pränatale Diagnostik), es wird kein Mensch daraus, weil er behindert zur Welt kommen würde.

Gesundes Kind: Abtreibung im Wissen, daß einem nicht geholfen wird, zumindest glaubt man das.

Persönliche Schwächen: Wenn ein anderer davon erfährt, kann er demjenigen schaden.

Es gibt viel Gutes und Schlechtes: Das Wesentliche ist, bereit zu sein und nicht sich ein (falsches) Bild zu machen. Anpacken, statt zu interpretieren und den Zeitpunkt für Hilfe zu verpassen.

Oftmals wird es von jedem von uns gerade entgegengesetzt praktiziert. Verständlich, aber trotzdem soll dies nicht die Maxime sein, eine Umkehr zu mehr Bemühen und weniger kalkülhaftem Wissen (und eh nichts machen können) ist notwendig um etwas Positives zu bewirken.

Das Wesen der guten Tat ist ihre Einfachheit, komplizierte gute Taten entsprechen dem Wissen und nicht dem Gefühl und Handeln. Oft ist eine gute Tat durch eine vorher schlechte begründet - grundsätzlich verurteilenswert, im Wissen und der Vergegenwertigung dessen, dem Gewissen also.

Das vieles zu sagen wäre, es aber nicht zu tragen ist, bezieht sich beispielsweise auf eben das Leben mit einem behinderten Kind und wie lohnend das uneingeschränkt ist - trotz oder gerade wegen des Wissens von Entbehrungen oder Schwernissen in diesem Zusammenhang ... .

gnagflow 28.04.2003 20:35

Zitat:

Original geschrieben von kikakater
...
Das vieles zu sagen wäre, es aber nicht zu tragen ist, bezieht sich beispielsweise auf eben das Leben mit einem behinderten Kind und wie lohnend das uneingeschränkt ist - trotz oder gerade wegen des Wissens von Entbehrungen oder Schwernissen in diesem Zusammenhang ... .

ich glaube eher, dass diese evangeliums-passage darauf hinzielt, den menschen einfach zu sagen:
nehmt euch selbst nicht ganz so wichtig mit euren problemen und schaut auf diejenigen, die wirklich hilfe brauchen.
also: den sinn seines lebens nicht ausschliesslich in sich selbst zu suchen, sondern in der (un-einseitigen) gemeinschaft mit anderen - was ja fuer viele menschen schon eine reine zumutung ist.

Mupped 28.04.2003 23:38

@wol:

Wieso ist das Super wenn die Atheisten vorne liegen? Bringt das irgendwas? Sobald ein Atheist das Leben anerkannt muß er auch die Kraft anerkennen die das ganze antreibt. Somit glaubt er nicht nur etwas, nein er weiß sogar von etwas das direkt mit dem in Zusammenhang steht was wir "Gott" nennen.

@gnagflow:

Die Aussage zeigt wohl eher ganz einfach das was er gesagt hat.: Du kannst kein Dreieck berechnen wenn Du nicht mal die vier Grundrechenarten beherrschst. Es gäbe noch viel mehr was wir wissen könnten aber damals waren die Jünger noch nicht reif dazu - konnten es nicht verstehen und haben es vielleicht sogar falsch interpretiert. Siehe z.B. die Aussage Menschensohn/Gottessohn. Mal glaubt man es handle sich um zwei verschiedene Personen weil einmal kommt er in aller Herrlichkeit dann wieder als einfacher Mann usw. Jesus hat zwar immer vom Menschensohn gesprochen sich selbst aber immer als Gottessohn bezeichnen lassen....

Was ist mit Wiedergeburt? Gibt's die jetzt oder ware das auch was, was damals noch verfrüht gewesen wäre?

otys 29.04.2003 00:02

Zitat:

Original geschrieben von Mupped

Sobald ein Atheist das Leben anerkannt muß er auch die Kraft anerkennen die das ganze antreibt. Somit glaubt er nicht nur etwas, nein er weiß sogar von etwas das direkt mit dem in Zusammenhang steht was wir "Gott" nennen.

Was ist mit Wiedergeburt? Gibt's die jetzt oder ware das auch was, was damals noch verfrüht gewesen wäre?

Warum bedarf es um Leben entstehen zu lassen eines Gottes? Die Evolution oder der Zufall oder das "elfte Gebot" (siehe weiter oben) hat nun einmal Leben hervorgebracht.
Aber das Universum oder deren unendlich viele, kämen ganz gut auch ohne zurecht.

Und zur Wiedergeburt: im physikalischen Sinne gibt es die natürlich, nachdem ja nichts verloren gehen kann. Also werden einige Atome Caesars und Platons schon in uns allen herumschwirren.

Mupped 29.04.2003 00:09

Zitat:

Original geschrieben von otys

Warum bedarf es um Leben entstehen zu lassen eines Gottes? Die Evolution oder der Zufall oder das "elfte Gebot" (siehe weiter oben) hat nun einmal Leben hervorgebracht.
Aber das Universum oder deren unendlich viele, kämen ganz gut auch ohne zurecht.

Und zur Wiedergeburt: im physikalischen Sinne gibt es die natürlich, nachdem ja nichts verloren gehen kann. Also werden einige Atome Caesars und Platons schon in uns allen herumschwirren.


Ohne gäbs kein Universum da gäbs nix. Garnix. Aber wie kann ich daß jetzt beweisen? Oder wie kannst Du das jetzt beweisen? - Patt

Was hat Wiedergeburt mit Atomen zu tun? Ach ja richtig ich bin ja noch immer Kiffer weil ein normaler Anteil an THC noch in mir drinnen ist...

Tarjan 29.04.2003 01:28

Die Kraft die uns antreibt nennt man physikalische Gesetzte und Evolution.

Eigentlich sind wir ja nichts mehr als Jahrelanger Zufall. Dazu braucht es kein Überwesen.

hometown 29.04.2003 08:21

ich hoffe doch
 
falls ich demnächst einen Herzpatschen habe, das da dann was kommt, hoffentlich kein Pensionsschock..

:eek: :eek: :eek: :eek:

Tarjan 29.04.2003 10:28

da sage ich mal hoffe nicht zuviel

Mupped 30.04.2003 22:36

Zitat:

Original geschrieben von Tarjan
Die Kraft die uns antreibt nennt man physikalische Gesetzte und Evolution.

Eigentlich sind wir ja nichts mehr als Jahrelanger Zufall. Dazu braucht es kein Überwesen.

Ja genau, klar - deshalb bist Du ja auch ein gewissenloser Killer der x Mio Dollar auf nem Schweitzer Nummernkonto hat

Aber sowas wie Gewissen und Scham hat sich auch rein zufällig entwickelt...

otys 30.04.2003 22:51

Zitat:

Original geschrieben von Mupped


Ja genau, klar - deshalb bist Du ja auch ein gewissenloser Killer der x Mio Dollar auf nem Schweitzer Nummernkonto hat

Aber sowas wie Gewissen und Scham hat sich auch rein zufällig entwickelt...

Das sind doch wohl religiös geprägte Termini. Ich würde es als Ethik bezeichnen, und die gibt es schon seit der Zeit, als unsere Uhrahnen (um Lucy) in der afrikanischen Steppe in Rudeln herumjagten.
Denn sobald mehrere Individuen gemeinschaftlich überleben wollen, bedarf es einer Hierarchie und damit einer Ethik.


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