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Ned bös sein, aber das mit Zuständen in Hoch-Inflations-Ländern zu vergleichen ist schon stark.
37% Inflation in 10 Jahren ist lächerlich verglichen mit derartigen Zuständen. Wobei die Anrechnung auf ein bestimmtes Produkt natürlich keine Inflation ist. Inflation ist selbstverständlich bezogen auf alle Güter des täglichen Bedarfes, nicht nur auf besonders krasse Beispiele bezogen. Vergleich mal was eine Serviererin in Südamerika verdient, dann weisst du was ich meine. Und vergleiche mal die Preise dort 1998 und heute. Da gehts um ganz andere Kategorien. Außerdem wurde ja nicht alles teuer. Zum Beispiel bei den Internet-Zugängen gibt es massive Preissenkungen. (Ja, fast alle die hier mitlesen haben tatsächlich einen Internet-Zugang) Und bezüglich Preistreiberei: Wer persönlich soll denn da Schuld gewesen sein ? Kann man das wirklich sagen, daß da irgendjemand persönlich an der Preisschraube für Lebensmittel gedreht hat ? Oder ist jetzt einfach die zunehmende Knappheit bei den Lebensmitteln Schuld daran ? Zum Beispiel weil sich in Zukunft vermehrt eine Konkurrenz zwischen Lebensmittel und Bio-Treibstoff-Produktion ergibt ? Und ist das ganze Problem Inflation jetzt spezifisch für Österreich oder tritt das nicht auch in anderen Ländern auf ? Nur eben in Ländern der Euro-Zone deutlich geringer als in vielen anderen Ländern ? Und könnte es nicht sein, daß auch der Konkurrenzdruck der Billiglohnländer ein Grund dafür ist, daß unsere Gehälter nicht mehr so steigen können wie früher ? Ich meine, wir kaufen doch auch so viele und billige Waren wie nur möglich (Geiz ist Geil !). Und dann wundern wir uns, daß das Auswirkungen auf unsere Gehälter hat ? |
Zitat:
guru sollte wissen, dass man das so nicht vergleichen kann... woher möchte guru wissen, wie sich der schilling seit der umstellung entwickelt hätte?.... das sind zwei paar schuhe.. man kann rein von der inflation ausgehen, und das da die vergleichswerte so auseinander liegen ist eh klar.. aber es spielen da auch mehr faktoren eine rolle.. /me ist mutig - widerspricht guru :p |
Zitat:
FOD hat die Wurstsemmel als Inflation bezeichnet. Und ich habe widersprochen. Und ihm gesagt wo(Südamerika) es wirklich Inflation gibt. Dieser Thread artet schon in "Stille Post" aus ;-)) Edit: Und ich bin durchaus mit Guru einer Meinung das sich die Trittbrettfahrer des Euro eine goldene Nase verdienen. Es es gibt bald keine Preise mehr die auf 1 Cent enden. Es wird fröhlich aufgerundet, gleich in 10 oder 50 Cent Sprüngen. |
Ich denke es lauft wohl darauf hinaus, daß wir uns nicht nur die Rosinen herauspicken können, sondern daß wir alles als "Paket" nehmen müssen.
Wie Fotd schon richtig bemerkt hat, müssten wir jetzt wissen was passiert wäre wenn wir "unabhängig" geblieben wären und die EU nur außerhalb von Österreich "stattfinden" würde. Angeblich geht es uns doch so gut, die Arbeitslosigkeit geht zurück und die Steuereinnahmen steigen. Kann also doch nicht alles so negativ sein ? |
Es ist eine erwiesene Tatsache, dass der Handel an der Preisschraube dreht, nicht der Verbraucher.
Guru hat es am Kaffee aufgehängt, hätte es aber an fast jedem x-beliebigen Lebensmittel tun können. Österreich ist übrigens bei der landwirtschaftlichen Produktion ein Überschussland, es wurden sogar Flächen extra stillgelegt... Der Milch- und Butterberg ist nicht erinnerlich? Die Milchkontigentierung? Aber der Milchpreis steigt fröhlich weiter weil die Bauern nur eingeschränkt produzieren können. Der Handel erklärt, die Preise am Weltmarkt seien angestiegen und das Ausland kauft unsere Lebensmittel wie närrisch, also haben sie auch bei uns zu steigen - der Bauer kriegt aber nur lächerliche 4 Cent mehr je Liter Milch... LOM, erzähl Deine Thesen jemand anderem. Unsere Bauern könnten, wenn sie dürften - aber da ist ja die Hochpreispolitik dagegen... @FOD: Der Schilling hätte sich genauso entwickelt wie der Schweizer Franken oder der Euro - wir hätten uns gar nicht abkoppeln können bei der Tourismuswirtschaft bzw. als Exportland. Nur heute glaubt jeder, 2 Euro sind Peanuts ohne daran zu denken, dass es die Kleinigkeit von 27 ATS sind. Und den schwachen Dollarkurs hat es auch schon gegeben - Anfang der 80er war ein Dollar 10 ATS. Es hat Europa nicht geschadte, ganz im Gegenteil. Und Guru wiederholt es nocheinmal - es ist Preistreiberei pur was hier gespielt wird. Und wir Menschen lassen uns noch abzocken und ein paar Kurzsichtige verteidigen das auch noch. Weil wir haben ja jetzt mehr Arbeitsplätze (mit unmenschlich geringem Einkommen) und verdienen auch mehr (beieibe nicht das mehr, wie die Preisspirale gedreht wurde). Guru |
Ja, mir ist die Problematik aus Sicht des Produzenten sehr wohl bewusst.
Deswegen bin ich heute heilfroh als Angestellter tätig zu sein. Verglichen mit dem was in der Landwirtschaft abgeht ist das wirklich das Paradies. Ich verdiene heute das vielfache von damals. Und jeder Arbeiter und Angestellte den ich kenne verdient deutlich mehr als ich damals in der Landwirtschaft hatte. Was ich gemeint habe ist, daß diese Überproduktionen in naher Zukunft eventuell nicht mehr so passieren werden. Und Flächen werden nicht nur aus dem Grund stillgelegt, weil wir zu viel produzieren. Sondern auch weil das ein wirksames Mittel gegen das sogenannte "Auslaugen" des Bodens ist. Das ist auch der Grund warum das eine Bedingung sein sollte, überhaupt Förderungen zu erhalten. Denn Leute die unsere Zukunft zerstören, sollten dafür nicht auch noch gefördert werden. Was man allerdings gegen den Handel unternehmen könnte ist mir nicht klar ? Vor allem wenn dieses Vorgehen so wie du es darstellst "weltweit organisiert" passiert ? Und wie man jetzt weltweit gegen "unmenschlich geringes Einkommen" vorgehen könnte, ist mir auch nicht bewusst ? |
Gegen das Auslaugen des Bodens haben schon die alten Mesopotamier die Vierfelder-Wirtschaft erfunden. Die Flächenstilllegung wurde einzig und allein von der EU gefördert, um Überproduktion zu reduzieren - jetzt werden aber die Flächen gebraucht, um zu produzieren.
Wenn die Milch aus Österreich gekauft wird (vor allem aus dem Biobereich), dann heissts einfach produzieren. Gegen die Preiserhöhung brauchst Du nur das Prinzip von Angebot und Nachfrage nachlesen: mehr Angebot, niedrigerer (Endkunden)preis. Nur wenn der Produzent nicht auch einen vernünftigen Teil abbekommt, warum sollte er dann (mehr) produzieren???? Eines der Hilfsmittel um die Handelsketten zu entmachten, ist nun einmal der Ab-Hof-Verkauf, nur hat halt nicht jeder den Bauern ums Eck... Aber vielleicht hilft es auch, wenn wir Konsumenten nur bewusst einkaufen - dort, wo fair gehandelt wird. Guru |
Ist ja alles sehr interresant- nur was hat das mit dem Tabakgesetzt zu tun?
Wieviele tschik darf man jetzt von woher ungstraft... hat mir bis jetzt noch keiner gesagt...:( irgenwie seid a bisserl Offtopic geworden- meine herren, vielleicht erteils euch selber einen ordnungsruf ? :D :D :rolleyes: |
wie kann man im offtopic offtopic werden?
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indem man vom tabakgestetz auf allgemeine Handelsinflation wechselt...;)
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