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The_Lord_of_Midnight 17.09.2002 21:49

Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von Guru


Die Versicherungen in Österreich sind - aus mehreren guten Gründen - entweder nach Ländern aufgeteilt oder nach Berufsgruppen. Daher haben sich unterschiedliche Standards herausgebildet und auch unterschiedliche Leistungskataloge.
Viele Versicherungen bekommen neben den Versicherungsbeiträgen noch Selbstbehalte (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn-VA, BVA). Wer sich die Kennzahlen der einzelnen Versicherungen ansieht, wird erkennen, dass auch unterschiedlich effizient gearbeitet wird - soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen? Manche Kassen nagen quasi am Hungertuch, weil die Zahl der Versicherten immer weniger wird (z.B, Bauern-SV).
Manche KK verlangen höhere Beiträge von den Versicherten als die Gebiets-KK nach dem ASVG (z.B. Gewerbliche SV, Eisenbahn, Beamten, Gemeinde-KFA), teilweise bis zu 2% mehr als ASVG...
Ich stimme mit Dir überein, dass manche Gehälter in den KK etwas hoch geraten sind - übrigens auch die in den Pensionsversicherungen, wie am Beispiel Gaugg recht deutlich wurde.
Nur: deswegen über einen Kamm zu scheren, ist selbst bei einer allgemeinen Versicherungspflicht nicht wirklich klug. Man braucht ja z.B. nur Gehälter zu deckeln, die Ausgabenrahmen einschränken (nicht für die versicherten - für die Angestellten), Benchmarkings machen innerhalb der versicherungen - es gibt noch immer Möglichkeiten der Einsparung, schließlich sind genügend Kassen positiv bilanzierend. Und das liegt sicher nicht an den besonders gesunden Versicherten, sondern eher an einer sparsamen Verwaltung...

Guru

ich glaube das ist der falsche ansatz. ich denke immer zuerst an die versicherten und erst dann an die versicherungen. die obige anwort von maxb war genau das, was ich mir vorgestellt habe.

benchmarking und vergleich wäre sicher auch eine möglichkeit. das wurde auch schon alles versucht. nur wissen sich die ganzen "gstopften" sehr gut ihrer haut zu wehren. übigbleiben tut letztendlich der steuerzahler. ein unendlich schwierige aufgabe...

um nicht in die parteipolitik abzugleiten sollte man bemerken, daß gaugg nur ein beispiel von vielen ist. bei dem wurde es besonders bemerkt, was ja auch verständlich ist. aber genau dasselbe engagement würde man sich in allen anderen "mißbrauchsfällen" auch wünschen. wenn man überhaupt von mißbrauch sprechen kann, wenn sich jemand bedient, so wie es seit langer zeit üblich ist. dabei lege ich ganz besonders wert darauf, daß es egal sein muss, welchem "verein" sich der betreffende zuordnet.

Guru 18.09.2002 01:41

Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
ich glaube das ist der falsche ansatz. ich denke immer zuerst an die versicherten und erst dann an die versicherungen. die obige anwort von maxb war genau das, was ich mir vorgestellt habe.
Guru nimmt Deinen Standpunkt zur Kenntnis, kann ihn aber nicht akzeptieren. Implizit unterstellst Du, dass Guru zuerst an die Versicherungen denken würde und erst dann an die Versicherten. Dem ist nicht so - in den 'gesunden' Versicherungen ist auch die Zufriedenheit der VERSICHERTEN mit den Leistungen etc. am höchsten.

Zitat:

benchmarking und vergleich wäre sicher auch eine möglichkeit. das wurde auch schon alles versucht. nur wissen sich die ganzen "gstopften" sehr gut ihrer haut zu wehren. übigbleiben tut letztendlich der steuerzahler. ein unendlich schwierige aufgabe...
Leider wurde gerade Benchmarking nicht versucht - das einzige, was probiert wurde, war die Fehlbeträge durch Beitragserhöhungen abzufangen. Die letzte "Schnapsidee" war die Zusammenlegung der Versicherungen - vermutlich zu einer Koalition der Looser, denn viel mehr wird nicht herauskommen (siehe Theater um die Chipkarte).

Zitat:

um nicht in die parteipolitik abzugleiten sollte man bemerken, daß gaugg nur ein beispiel von vielen ist. bei dem wurde es besonders bemerkt, was ja auch verständlich ist. aber genau dasselbe engagement würde man sich in allen anderen "mißbrauchsfällen" auch wünschen. wenn man überhaupt von mißbrauch sprechen kann, wenn sich jemand bedient, so wie es seit langer zeit üblich ist. dabei lege ich ganz besonders wert darauf, daß es egal sein muss, welchem "verein" sich der betreffende zuordnet.
Guru gleitet nicht in die Parteipolitik ab. Gaugg diente nur als plakatives Beispiel - viele Beispiele vorher wurden nur nicht bekannt. Guru hat auch nicht auf die Parteizugehörigkeit abgezielt - es scheint in der Zwischenzeit zum guten Ton mancher Politiker gehören, sich an den Futtertrögen nicht anzustellen.

Guru

CISK 18.09.2002 02:04

Andere Frage: *vomthemaablenk*
Vieviel zeit muss zwischen geburtstag und wahl liegen, damit man wählen gehen darf?

pc.net 18.09.2002 08:21

Zitat:

Original geschrieben von CISK
Andere Frage: *vomthemaablenk*
Vieviel zeit muss zwischen geburtstag und wahl liegen, damit man wählen gehen darf?

http://ris.bka.gv.at/bundesrecht/
Zitat:

Wahlberechtigt sind alle Männer und Frauen, die die
österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, vor dem 1. Jänner des
Jahres der Wahl das 18. Lebensjahr vollendet haben und vom Wahlrecht
nicht ausgeschlossen sind.

The_Lord_of_Midnight 18.09.2002 10:29

Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
na, meine antwort war eher auf das statement bezogen:
> soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen

da war die antwort, zuerst einmal denke ich an die leute, die heute bestraft werden und die rechnung bezahlen. und erst dann an die versicherungen selbst. zusammenarbeit und teamwork sehe ich außerdem nicht als bestrafung sondern als selbstverständlichkeit. bestrafung wäre es nur dann, wenn man privilegien hat, die man dann abgeben muss. bzw. wenn man sich bewegen und umstellen muss, und das ist doch so schwer.

du meinst dann, wenn man das tun würde, wären nachher alle unzufrieden ? ich meine nur dann, wenn die angestellten in den versicherungen meinen, jetzt widerstand leisten zu müssen und für ihr gutes geld nichts mehr arbeiten zu müssen.

ach wie viel anders ist das ganze in der privatwirtschaft. es ist so schwer die ganzen sachen nachzuvollziehen. wennst nicht mehr willst, bleibst eben zu hause. tschüss, danke schön, es hat uns sehr gefreut. da gehts ums geld, und nicht darum wer mit wem freund ist bzw. wer bei welcher partei ist.

ich hab auch schon einsparungsmaßnahmen erlebt, nur interessanterweise ist das chaos ausgeblieben. die leute bemühen sich noch immer, ihren job so gut als möglich zu machen. denn sie wissen, das sie nur solange ein gehalt bekommen werden, solange sie auch was dafür tun.

wie willst du wissen, das kein benchmarking gemacht wurde ? es wurden sehr wohl einsparungsziele vorgegeben, nur die wurden nicht eingehalten. in einem normalen betrieb wird einfach der geschäftsführer ausgetauscht, wenn er nix weiterbringt. in diesem fall ist bzw. war das aber nicht so einfach. wozu gibts eigentlich einen präsidenten ? warum hat er die einsparungsmassnahmen nicht schon lange selbst durchgeführt ? bzw. benchmarking gemacht ? vielleicht weil er die "schmutzige" arbeit den anderen überlässt ?

die chipkarte finde ich eine sehr gute idee, was soll daran schlecht sein, wenn ich jetzt keinen krankenschein mehr holen muss bzw. nichts mehr dafür zahlen muss ? warum soll das projekt nicht möglich sein ?

ich muss immer wieder erkennen, das es für mich sehr schwer ist, mich in solche bereiche hineinzudenken.

wegen den beitragserhöhungen. ich kann mich erinneren, daß wir wie ich in der schule war, noch von 15.5 % sozialversicherungsbeitrag für arbeiter bzw. 16.6 % für angestellte gesprochen haben. unlängst hab ich irgendwo gesehen, daß wir mittlerweile bei fast 18 % sind. warum hat es da früher keinen aufschrei gegeben ? da wurde doch bereits mehrmals eine beitragserhöhung gemacht. was jetzt eingeführt wurde, waren selbstbehalte und keine beitragserhöhungen, soweit ich informiert bin.

aber mittlerweile hat sich die diskussion sowieso erübrigt. jetzt wird wieder gewählt. ich nehme einmal an, es wird sich wieder was ändern. und dann geht das ganze theater von vorne los. ich befürchte, dann werden wir wieder zum schuldenmachen zurückkehren. weil mittlerweile überbieten sie sich ja in der wahlschlacht. an unsere zukunft und an die zukunft unserer kinder denkt niemand. wenn wir diesen riesen-schuldenberg nicht aufgebaut hätten, müssten wir heute gar nicht sparen. ich hoffe, die leute bedenken das bei ihrer entscheidung, wie es in zukunft weitergehen soll.

3of4 18.09.2002 19:56

Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
wegen den beitragserhöhungen. ich kann mich erinneren, daß wir wie ich in der schule war, noch von 15.5 % sozialversicherungsbeitrag für arbeiter bzw. 16.6 % für angestellte gesprochen haben. unlängst hab ich irgendwo gesehen, daß wir mittlerweile bei fast 18 % sind. warum hat es da früher keinen aufschrei gegeben ? da wurde doch bereits mehrmals eine beitragserhöhung gemacht. was jetzt eingeführt wurde, waren selbstbehalte und keine beitragserhöhungen, soweit ich informiert bin.
[/b]
im Moment lerne ich:
Gehalt
-sv (=Gehalt *17.65)
-Lst (laut einer Tabelle (da wird sogar angeführt mit wieviel Prozent die Cent verrechnet werden!!!))
- Akontozahlung
- Gewerksschaftsbeitrag
-... (gibt noch ein paar Sachen)
=Gehalt netto

Ich bin übrigens auch dafür das der Schuldenberg abgebaut wird, auch noch wenn ich dann arbeite. Allerdings muss man parallel dazu auch die Umweltbelastung zurücknehmen, denn auch die wird einmal unsere Nachkommen treffen.

pc.net 18.09.2002 20:19

Re: Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
auch wenns pingelig wirkt:
Zitat:

Gehalt
-sv (=Gehalt *17.65 %)
-Lst (laut einer Tabelle (da wird sogar angeführt mit wieviel Prozent die Cent verrechnet werden!!!))
- Akontozahlung
- Gewerksschaftsbeitrag
-... (gibt noch ein paar Sachen)
=Gehalt netto
% is wichtig ... weil sonst wär das ganze a wengerl hart ;)

achja ... ich frag mich wie du auf 17.65 % kommst? es werden 10.25 % pensionsversicherungs-beitrag und je nach einstufung 3.4 % bis 4,55 % krankenversicherungsbeitrag vom brutto-monatsgehalt/lohn als dienstnehmeranteil abgeführt. der dienstgeber zahlt auch noch beiträge als dienstgeberanteil (KV, PV und UV, den nur der dienstgeber zahlt) ...

infos über die aktuellen beitragssätze 2002 gibts in diesem dokument:
http://www.sozialversicherung.at/media/4199.PDF

Guru 18.09.2002 20:19

Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
na, meine antwort war eher auf das statement bezogen:
> soll man jetzt die "sparsamen" Versicherungen bestrafen und mit schlechteren Versicherungen zusammenlegen

da war die antwort, zuerst einmal denke ich an die leute, die heute bestraft werden ~~~snip~~~
Guru denkt, dass wir hier einfach aneinander vorbeireden. Wir sollten einmal staten, ob wir für getrennte Versicherungen sind oder nicht - Guru ist aus Leistungsgründen für getrennte Versicherungen. Monopole sind in der Wirtschaft nicht unbedingt etwas, das Fortschritt bringt/gebracht hat.
Getrennte Versicherungen heißt aber nicht unbedingt auch, die Mitarbeiter alle abzuschießen, sondern sie sinnvoll einzusetzen und dadurch bestmögliche Effekte zu erzielen.

Zitat:

du meinst dann, wenn man das tun würde, wären nachher alle unzufrieden ? ~~~snip~~~
Guru denkt, dass die MA in den Versicherungen teils gute, teils weniger gute Arbeit leisten, denn sonst könnte es ja theoretisch nicht so große Unterschiede in den einzelnen Kassen geben. Guru unterstellt nicht geringe Leistung schlechthin, sondern eher eine ungenügende Führung, die zwar sozial agieren muss, sich aber trotzdem an modernen Managementprizipien zu orientieren hätte.

Zitat:

privatwirtschaft ~~~snip~~~
Wie viel anders wäre es, wenn es nicht ständig diese Schwarz/Weiss-Malerei gäbe. Weder ist die Privatwirtschaft die Wirtschaftsform, die einzig und allein erfolgreich ist, noch ist es die staatliche/länder/kommunalwirtschaft. Es kann sein, dass die Sozialstandards, der Umgang mit den Mitarbeitern und der Würde des Menschen unterschiedlich ist. Es gibt sowohl gut als auch schlecht agierende Privatfirmen und auch gut/schlecht agierende öffentliche Dienste. Allheilmittel Privatwirtschaft - diese Form hat selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten das Recht auf den Titel "Allheilmittel" verwirkt...


Zitat:

einsparungsmaßnahmen ~~~snip~~~
Hat auch Guru erlebt. Nur - jene Firmen, die das Kapital in ihren MA als einfach austauschbar sehen und extrem wenig Rücksicht auf ihre MA nehmen, schaffen bloß, ihre MA zu vergrämen. Damit steigt dann die Arbeitsfreude und der Einsatz nicht wirklich - von Motivation gar nicht zu reden. Und Guru kennt selbst in der soooo gut organisierten Privatwirtschaft genug Fälle, wo die MA für gutes Geld genauso wenig tun...


Zitat:

benchmarking, einsparungsziele ~~~snip~~~
Guru weiss es aus sicheren Quellen, dass nur in sehr geringem Umfang Vergleiche zwischen den KK gemacht wurden. Im wesentlichen wurde immer von zusätzlicher Kapitalzuführung durch Erhöhung der KV-Beiträge ausgegangen - Rationalisierung, Kennzahlen und internationale Vergleiche wurden nur bei wenigen KK vorgenommen, nicht jedoch im Hauptverband.

Zitat:

chipkarte ~~~snip~~~
Guru hat ja auch nichts gegen die Chipkarte - es ist die Beschaffung, die Organisation und die Vorgangsweise (welche Daten auf der Karte etc.), die Guru anprangert.
Guru hat mit Sicherheit nichts gegen die persönlichen Daten und SV-Nummer, lebensbedrohende Allergien (zB Penicillinunverträglichkeit) - aber eine Krankengeschichte, Befunde o.dgl. haben auf der Karte nichts zu suchen, solange nicht sichergestellt ist, dass der jeweilige Besitzer die Zustimmung zum Lesen dieser Daten explizit gibt.

Zitat:

solche bereiche hineinzudenken.
So wie Du im Forum letztendlich auch eine soziale Funktion ausführst und Dich in diese eingebracht und -gedacht hast, denkt Guru, dass es Dir auch nicht schwerfallen wird, andere Standpunkte zur Kenntnis zu nehmen oder gar zu akzeptieren.
Viele Probleme ergeben sich einfach dadurch, dass es vielen an der (richtigen) Information mangelt - und manche Dinge im Leben sind nun einmal nicht so einfach, wie es manche Politiker darzustellen versuchen. Auch nicht alle Lösungen sind einfach - aber als Steuerzahler und Beitragszahler haben wir das Recht und der Staat/die Versicherung die gottverdammte Verpflichtung, sparsam mit unseren Geldern hauszuhalten und zu wirtschaften. Und wenn dieser Pflicht nicht Rechnung getragen wird, dann bleibt uns armen Würstchen eigentlich keine andere Möglichkeit, als das Kreuzerl woanders hin zu machen oder eben gar kein Kreuzerl drauf zu schreiben.
Beschimpfungen, Briefe an die Parteien/Mitarbeiter/Politiker auf die Wahlzettel zu schreiben, ist auch sinnlos: die Einzigen, die so etwas sehen, ist die Wahlkommission bei der Auszählung der Stimmen. Und denen ist das, trust me (TM), ziemlich egal.
Ungültig zu wählen schlägt sich in einer Zahl des Wahlergebnisses nieder - und kluge Politiker werden gut daran tun, zu versuchen, diese (wachsende) Zahl unzufriedener Wähler zu erreichen und Änderungen (ihrer Partei, ihres Programms etc) durchzusetzen.

Zitat:

beitragserhöhungen ~~~snip~~~
Ehrlich - Guru weiß nur, dass es einen Unterschied zwischen ASVG-Versicherten einerseits und GSVG, Bauern, Beamten, Eisenbahnern, Landesbediensteten andererseits gibt. Auch einige Betriebskrankenkassen (so etwas gibt es auch) haben andere Beiträge.
Guru weiß, dass ASVG-Versicherte etwa 2% weniger Beiträge zahlen als die oben angeführten - den absoluten Prozentsatz weiß auch Guru im Augenblick nicht.
Selbstbehalte (zwischen 10 und 25% der Behandlungskosten) zahlen auf jeden Fall Beamte, Eisenbahner, Gewerbliche und Landesbedienstete (im Beamtenverhältnis). Dafür werden insgesamt aber höhere Leistungen ohne zusätzliche Einzelgenehmigungen (Chefarztpflicht) erbracht.
Aufschreie hat es übrigens genügend gegeben, sie scheinen Dir nur nicht aufgefallen zu sein... GKK haben (außer der Krankenscheingebühr) keine Selbstbehalte (es gibt einige wenige Ausnahmen wie zB psychotherapeutische Behandlungen).

Guru

The_Lord_of_Midnight 18.09.2002 20:43

beim sparsamen umgang mit den öffentlichen mitteln wird wohl praktisch niemand widersprechen.

letzendlich ist es so, daß die permanenten kostensteigerungen in den sozialversicherungen ein riesengroßes problem sind. dieses problem stellt sich natürlich für alle parteien, egal wer momentan an der macht ist. nur tut man sich schwerer, wenn der präsident des hauptverbandes der gleichen fraktion angehört. das ist eine unheilvolle kombination.

ich meine, daß man durch die langsame und schrittweise, nicht radikale, vereinheitlichung und zusammenfassung der unterschiedlichen versicherungen ein enormes einsparungspotential ergründen könnte.

aber nicht nur das, man könnte die starken und für viele leute nicht verständlichen unterschiede leichter ausmerzen.

ich beklage mich jetzt nicht persönlich, denn als angestellter hat man keine solchen probleme wie z.b. selbstbehalte. aber ganz besonders in dingen wie der medizinischen versorgung sollte es eigentlich keine unterschiede geben. denn ist beispielsweise ein landwirt, der durschnittlich das niedrigste einkommen aller berufsgruppen hat, weniger wert als ich ?

das ganze spiel setzt sich nahtlos in der pensionsversicherung fort. nur da mit umgekehrten vorzeichen. mit ausnahme der landwirte, die wiederum die letzten sind, die bekanntlich von den hunden gebissen werden...

The_Lord_of_Midnight 18.09.2002 20:52

Re: Re: Re: Re: Re: Re: besser nicht zusammenlegen...
 
Zitat:

Original geschrieben von pc.net
auch wenns pingelig wirkt:
% is wichtig ... weil sonst wär das ganze a wengerl hart ;)

achja ... ich frag mich wie du auf 17.65 % kommst? es werden 10.25 % pensionsversicherungs-beitrag und je nach einstufung 3.4 % bis 4,55 % krankenversicherungsbeitrag vom brutto-monatsgehalt/lohn als dienstnehmeranteil abgeführt. der dienstgeber zahlt auch noch beiträge als dienstgeberanteil (KV, PV und UV, den nur der dienstgeber zahlt) ...

infos über die aktuellen beitragssätze 2002 gibts in diesem dokument:
http://www.sozialversicherung.at/media/4199.PDF

er wird wohl den sv-beitrag meinen, den man am lohn- bzw. gehaltszettel sieht. so wie man es eben in der schule lernt. natürlich gibts auch noch die dienstgeberanteile. ist ein gutes system, damit man als beitragspflichtiger nicht bemerkt wie extrem hoch die abgaben schon sind. ich bin unbedingt dafür, daß man als "zahler" auch alle abgaben am zettel sehen sollte. denn ist es nicht egal, ob eine bestimmte abgabe als diensnehmer oder dienstgeberanteil deklariert wird ? wenn ich mehr koste als ich bringe, wird der job nicht zur verfügung stehen. alles andere sind doch nur zahlenspielereien, die überhaupt nichts bringen außer unklarheit und verwirrung beim betroffenen.


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