WCM Forum

WCM Forum (http://www.wcm.at/forum/index.php)
-   Guru, e-Zitate & Off Topic (http://www.wcm.at/forum/forumdisplay.php?f=15)
-   -   Abmahnwelle gegen Wirten (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=233733)

Satan_666 23.03.2009 14:53

Zitat:

Zitat von alterego100% (Beitrag 2353135)
Vor allem wenn ich lese, daß sich einzelne User überhaupt nicht
in ihrer Argumentation geändert haben.

Warum sollte sich auch die Argumentation ändern? Diese Diskussionen gibt es ja mittlerweile schon lange genug und die Argumente sind ja auch gleich geblieben.

So wie ich mich schon vor über 50 Jahren über den Rauch geärgert habe, so beharren halt die Raucher nach wie vor darauf, dass es ihre alleinige Entscheidung wäre, ob zu zum Glimmstängel greifen oder nicht.

Die Einsichtigkeit der Menschheit (in ihrer Gesamtheit betrachtet) ist ja in den vielen Jahren nicht größer geworden, sondern eher im Gegenteil kleiner. Gewachsen ist ja nur der Egoismus. Und deswegen ist es nun mal unabdingbar, dass man die Mehrheit der Österreicher (immerhin hätten die Nichtraucher eine knappe Verfassungsmehrheit in unserem Lande) vor der Uneinsichtigkeit der Minderheit mit Hilfe eines Gesetzes schützen muss.

Wie LoM schon weiter oben angemerkt hat: einem Süchtigen kannst mit Vernunft nicht beikommen, sondern ausschließlich mit Zwang! Wenn überhaupt ... :rolleyes:

spunz 23.03.2009 15:40

Zitat:

Zitat von Satan_666 (Beitrag 2353127)
Du solltest LoM's Worte genauer lesen, bevor Du solche Sachen schreibst. Es war immer und ist die Rede davon, dass Nikotin sehr schnell zu einem abhängigen Verhalten führen kann - was nicht den Schluss auf ein muss zulässt!


sorry, aber dann ist seine aussage SEHR unglücklick formuliert:

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2353022)
Bezüglich des Vergleiches mit dem Alkohol gibt es einen wesentlichen Unterschied:
Rauchen macht praktisch auf der Stelle süchtig.



ich persönlich könnte mit einem modell wie in anderen staaten gut leben. in italien ist es beispielsweise kein problem, alle lokale rauchfrei. der nächste schritt ist aber eine einschränkung des alkohol konsumes. man kann nicht rauchen verbieten ohne auch hier deutliche signale zu setzen.

sollange aber 100x mehr menschen durch rauchen sterben als durch alkolenker, sollte man die prioriäten aber entsprechend konzentrieren. alk und rauchen ist v.a. ein gesellschaftliches problem welches uns wohl noch viele generationen nachhängen wird...

Baron 23.03.2009 15:53

Zitat:

Zitat von spunz (Beitrag 2353146)
ich persönlich könnte mit einem modell wie in anderen staaten gut leben. in italien ist es beispielsweise kein problem, alle lokale rauchfrei. der nächste schritt ist aber eine einschränkung des alkohol konsumes. man kann nicht rauchen verbieten ohne auch hier deutliche signale zu setzen.

Und wieso kann man das nicht -in etlichen EU-Staaten wird ja gerade das Gegenteil bewiesen!:rolleyes:
Und ich hab schon oft von Passivrauchen gehört -aber von Passiv Trinken? Ich mein Raucher müssen ja den Dreck den sie freiwillig Inhalieren wieder ausatmen-in die Umgebungsluft- aber beim trinken -entsorg ich das Maximal in den Kanal!:p

alterego100% 23.03.2009 16:00

Zitat:

Zitat von spunz (Beitrag 2353146)
sollange aber 100x mehr menschen durch rauchen sterben als durch alkolenker...

Sorry, aber jetzt ist deine Aussage SEHR unglücklich formuliert.

Entweder du stellst die Alkolenkerunfälle den Raucheramsteuerunfällen (und zwar nur denen, bei denen das Rauchen die Ursache für den Unfall war) gegenüber, oder du beziehst alle Todesfälle die sich auf das Rauchen und den Alkoholmissbrauch zurückführen lassen aufeinander.

Hier lässt aber die einschlägige Literatur keinen Zweifel daran, das z.B. Alkoholmissbrauch für weit mehr Fälle von Lungenkrebs verantwortlich ist, als das Rauchen.

Ich habe selbst lange geraucht und habe, wie sehr viele Menschen in meinem Umfeld, irgendwann damit einfach aufgehört.
Niemand brauchte eine Entwöhnungskur und das Rückfallspotenzial ist gleich 0.
Das lässt mich am Suchtcharakter von normalen Zigarretten im Gegensatz zu echten Drogen, wie auch Alkohol, doch erheblich zweifeln.

Aber nichts desto weniger war und bin ich der Meinung, daß rauchfreie Speiselokale eine gute Sache sind. Aber ob man mit Ver- und Geboten weiter kommt und ob Strafen ein guter Weg sind, wage ich zu bezweifeln.
Ich persönlich glaube, das jede Generation schliesslich tut, was ihr die vorhergehende Vorlebt.

spunz 23.03.2009 16:15

Zitat:

Zitat von alterego100% (Beitrag 2353150)
Sorry, aber jetzt ist deine Aussage SEHR unglücklich formuliert.

Entweder du stellst die Alkolenkerunfälle den Raucheramsteuerunfällen (und zwar nur denen, bei denen das Rauchen die Ursache für den Unfall war) gegenüber, oder du beziehst alle Todesfälle die sich auf das Rauchen und den Alkoholmissbrauch zurückführen lassen aufeinander.

stimmt.

nach kurzen googeln - es sterben im jahr etwa 8000 alkoholiker in österreich. wieviele jedoch direkt an den folgen ihrer sucht sterben konnte ich nicht ermitteln. dagegen stehen laut selber quelle 12-14.000 leute die an folgen des rauchens versterben.

wegen alko unfälle versterben vergleichseise "nur" 70-100 personen im jahr.


die zahlen sind insgesamt sehr erschreckend ...

Don Manuel 23.03.2009 17:31

Die 8000 Alkoholiker sind in etwa um eine Zehnerpotenz zu niedrig angesetzt, das sind einzig die ausgewiesenen Alkoholleichen. Es sterben aber sehr viele auch an Folgeerkrankungen, wie Bauchspeicheldrüse bis Ösophagusvarizzen-Verblutung, an ominösen "Leberleiden" usw, die in einer auch seitens der Mediziner ziemlich dem Alkohol verfallenen Gesellschaft nur allzugern nicht in die Alk-Statistik kommen. Das habe ich mit eigenen Augen sehr oft beobachten können. Spitäler in Weingegenden haben oft noch geringere dem Alkohol zugewiesene Zahlen, wobei es hart ist, hier wirklich zu präzisen Vergleichen zu gelangen, das wird österreichweit nicht ausreichend kritisch kontrolliert.

An allen illegalen Drogen zusammen genommen sterben um die 2000 in Österreich pro Jahr. In den Medien scheint das Verhältnis nahezu umgekehrt.

Was alles nicht dazu da ist, die Probleme des Mitrauchers zu relativieren. Vielmehr geht es mir darum, wenn schon das Problem Rauchen diskutiert wird, und abgesehen von diskussionsunfähigen Radikalangreifern, dass der ganzen Sache prinzipiell der Umgang der Gesellschaft mit Drogen zugrunde liegt. Ich persönlich neige zur Ansicht, dass Drogen einzig als psychologisches und gesundheitliches Problem aufzufassen sind, und jedenfalls raus aus dem Strafrecht gehören, nicht immer wieder neue Strafen erfinden.

Und Topic ist ja sehr wohl eine juridische Frage zu Drogen.

spunz 23.03.2009 17:51

von den 80.000 österreichern die jedes jahr sterben, sind ~10% alkoholiker. glaubt man orf und co, sind bei den 8000 auch die diverse spätfolgen enthalten.

Don Manuel 23.03.2009 17:57

Naja, Zehnerpotenz war zu hoch gegriffen ;) und im Endeffekt ist's so auch genug. Muss man ja noch die leidenden Angehörigen mitrechnen, die immer in der Vorstellung leben, der andere könne überhaupt anders...

Baron 23.03.2009 18:01

Aha -und wo sind jetzt die 14000 Raucher und die 2000 junkies-abgesehen von deren opfern dies wegen ein paar netsch überfallen haben?
Ich behaupte auch das es um den Faktor 10 zuwenig ist-bei den Rauchern und Giftlern! Und die Opfer letzterer sind auch noch nicht Inkludiert!
Und Trotzdem ists Offtopic!
Tja ich pachte halt auch meine eigene Wahrheit-hat ja keiner ein Monopol drauf!

Don Manuel 23.03.2009 18:09

Baron, sag ich ja. Man sollte immer das ganze Drogenproblem sehen. Ich will genauso wenig, dass da was weggelassen oder falsch gewichtet wird. Und wenn ich mich irre, gebe ich es auch zu ;)


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 23:55 Uhr.

Powered by vBulletin® Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
© 2009 FSL Verlag