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Veröffentlicht am 08.09.2006 09:10:30
Wegen des Kartellstreits mit der EU-Kommission schließt Microsoft einen verspäteten Marktstart seines neuen Betriebssystem Vista in Europa nicht aus. Das Unternehmen habe der Europäischen Kommission im Frühjahr Vorschläge unterbreitet, um den Bedenken wegen der Einbindung neuer Anwendungen Rechnung zu tragen, teilte der US-Softwarekonzern in Brüssel mit. "Erst wenn wir eine Antwort erhalten, werden wir wissen, ob die Kommission weitere Änderungswünsche hat, die einen Start in Europa verzögern könnten."
Die EU-Kommission wies die Verantwortung für eine Verzögerung des Vista-Marktstartes an den US-Konzern zurück. "Es ist nicht Aufgabe der Kommission, Microsoft grünes Licht zu geben, um Vista auf den Markt zu bringen", sagte ein Sprecher. "Es liegt an Microsoft, seine Verantwortung als Beinahe-Monopolist zu akzeptieren und sicherzustellen, dass es die EU-Wettbewerbsregeln erfüllt." Microsoft habe erst vorige Woche auf die jüngsten Bedenken der Kommission geantwortet.
Der Microsoft-Konzern reagierte mit seiner Stellungnahme auf einen Brief britischer Europa-Abgeordneter an Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Darin warnten die vier Parlamentarier, das Vorgehen der Kommission könnte den Start des Nachfolgers von Windows XP in Europa verzögern. Sie beriefen sich auf eine Microsoft-Mitteilung an Investoren, in der der Konzern das Vorgehen der europäischen Behörde als Risiko-Faktor bezeichnete. "Es ist alarmierend, dass eines der weltweit erfolgreichsten Unternehmen die Haltung der Europäischen Kommission als Risiko-Faktor bezeichnet", hieß es in dem Brief. Damit gefährde die Kommission die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft.
Mehrmalige Verschiebung
Microsoft hat den Start von Vista, das bereits seit fünf Jahren in der Entwicklung ist, mehrmals verschoben. Die Software soll nun für größere Geschäftskunden im November und für Privatkunden im Jänner auf den Markt kommen. Windows XP läuft auf 90 Prozent aller Computer weltweit.
Die EU-Kommission wirft Microsoft vor, seine marktbeherrschende Stellung bei Computer-Betriebssystemen auszunutzen, um Anbieter anderer Programme zu verdrängen. Bei Vista könnten demnach neue Suchfunktionen für das Internet oder Programme zum Erstellen fixer Dokumente Konkurrenten wie Google oder Adobe benachteiligen.
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Kommentar
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kikakater Beiträge: 5631 Registriert: 2001-01-24 |
#1777 Veröffentlicht am: 08.09.2006 16:10:11
Komisch ist nur eines: Wenn Microsoft sich weigert, dem europäischen Recht nachzukommen = offener Zugang der Konkurrenz zu Schnittstellen = Wegnahme von Trivialpatenten und Eingemeindung von notwendigen allgemeinen Techniken, dann ist dies die Schuld von Microsoft und nicht der EU Kommission. Windows Vista OHNE installierte Programme mit offen verfügbaren Quellen der Schnittstellenprogrammierung = konform mit dem EU Recht Die tun immer so dumm oder gerissen, Tatsache ist, daß sie immer und immer wieder eine Strafe ausfassen, sei es eine Pönale wegen Verstoss gegen den Wettbewerb oder wegen Auslieferungsverzögerung. Reichlich besteuert ... |

































