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IT Business
Veröffentlicht am 27.12.2004 15:31:53
Wer von seiner grundlegenden Ausbildung ursprünglich einen anderen Weg eingeschlagen hat und nun dennoch in die IT-Branche wechseln möchte, dem steht immer noch die Möglichkeit des zweiten Bildungswegs offen. Institutionen wie das WIFI oder BFI, aber auch Fachhochschulen oder Fernstudium stehen hier als Alternativen zur Auswahl. Lebenslang im gleichen Job, wie es einst in unserer Großelterngeneration üblich war, das gibt es heute kaum mehr. Die meisten wechseln im Laufe ihres Arbeitslebens mehrmals die Firma, wenn nicht sogar die Branche. Gerade auch in einer Zeit, in der sich die Technologie so rasant entwickelt, ist damit eher lebenslanges Lernen als lebenslang den gleichen Job angesagt.
Berufsbegleitend
Und in den meisten Fällen wird die Ausbildung auch berufsbegleitend stattfinden (müssen). Für diesen zweiten Bildungsweg, wie es ja so schön heißt, gibt es aber natürlich auch Vorraussetzungen für die Qualifikation. So wird entweder eine technische Grundausbildung wie etwa den Abschluss einer HTL, oder einschlägige Berufserfahrung vorausgesetzt.
Vom Ing. zum Dip.-Ing.
Wer den Ingenieurtitel der Fachrichtungen Elektrotechnik, Elektronik, Informatik oder EDV in der Tasche hat, dem stehen etwa die Tore des Technologie Transfer Zentrums (TTZ)der HTBLA Weiz offen. Bei Fachrichtungsfremder Ausbildung besteht die Möglichkeit, über Ergänzungsprüfungen die entsprechenden Kenntnisse nachzuweisen. Zusätzliche Vorraussetzung ist allerdings auch eine dreijährige Berufstätigkeit. Ausnahmen werden hier für Absolventen der HTL für Berufstätige gemacht. Sie können bereits nach einem Jahr ingenieurmäßiger Praxis und der Absolvierung einer Zusatzprüfung in das Studium einsteigen. Dem potenziellen Studenten stehen bei dieser Fachrichtung sogar zwei Studienstandorte zur Verfügung: In der HTBLA Weiz wird jährlich im Sommersemester gestartet, in der HTBLA Wiener Neustadt wird im Zweijahreszyklus jeweils im Herbst begonnen. Der nächstmögliche Termin ist hier der Herbst 2005. Die Ausbildung dauert an beiden Standorten vier Semester.
Die Lehrveranstaltungen selbst finden geblockt an cirka sechs Wochenenden pro Semester statt. Auf die Prüfung können sich die Studenten mittels Fernstudium vorbereiten. Im vierten Semester gibt es keine Vorlesungen mehr, dieses steht für die Diplomarbeit zur Verfügung, die es dann im Rahmen einer Diplomprüfung zu „verteidigen“ gilt. Absolventen sollen direkt in der Hardwareentwicklung, an der Schnittstelle zwischen Hard- und Softwareentwicklung sowie als Netzwerkadministratoren eingesetzt werden können.
WIFI
Eine weitere Ausbildungsmöglichkeit bietet das Wirtschaftsförderungsinstitut, besser bekannt unter dem Kürzel WIFI. In der hauseigenen Fachakademie werden diverse Lehrgänge angeboten, darunter auch „Angewandte Informatik“. Auch diese Ausbildung ist natürlich berufsbegleitend und läuft insgesamt über sechs Semester. Berufserfahrung wird für diesen Lehrgang vorausgesetzt. Besonders interessant dürfte diese Variante vor allem für jene sein, die einen Lehr- oder Fachschulabschluss haben. Für sie besteht in der Fachakademie die Möglichkeit, das Allgemeinwissen so zu ergänzen, dass sie am Ende des sechsten Semesters die Berufsreifeprüfung ablegen können. Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen bei der Systemadministration, der Netzwerkkoordination, der System-Betreuung und –Entwicklung, aber auch bei betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Dieser Zweig der Fachakademie wird an den verschiedensten Standorten quer durch Österreich angeboten.
Wer seine Schwerpunkte mehr in Richtung Web-Entwicklung und –Design legen möchte, ist beim Zweig Medien-Informatik besser aufgehoben. Hier gehen die Inhalte von den Grundlagen über die Gestaltung von multimedialem Content und die Programmierung, bis hin zur kreativen grafischen Gestaltung.
BFI
Eine eigene Fachhochschule betreibt man am Berufsförderungsinstitut (BFI). Der Lehrgang Projektmanagement und Informationstechnik bietet hier eine 8semestrige akademische und praxisbezogene Ausbildung auf Hochschulniveau. Pro Jahr stehen hier insgesamt 90 Studienplätze zur Verfügung, die sich 1:1 auf Vollzeit- und berufsbegleitende Form aufteilen. Ziel dieses Ausbildungszweiges ist es, künftige IT-Führungskräfte mit entsprechendem technischem Know How, aber auch mit Management-Kompetenz auszustatten. Dementsprechend werden im Rahmen eines Aufnahmeverfahrens fachliche Vorqualifikationen, soziale Kompetenz und persönliche Motivation der Studien-BewerberInnen erhoben.
Fazit
Jenen, die sich erst später für den Wechsel in die IT-Branche entscheiden, beziehungsweise auch jenen, die ihr Know How in diesem Gebiet vertiefen möchten, stehen eine Reihe von Möglichkeiten zur Weiterbildung offen. Allerdings muss man schon eine gesunde Portion Ehrgeiz mitbringen, um neben dem anstrengenden Berufsalltag auch noch eine Berufsausbildung zu absolvieren.
Markus Klaus-Eder
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Kommentar
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Webbutterfly Beiträge: 15 Registriert: 2004-10-08 |
#690 Veröffentlicht am: 27.12.2004 23:00:53
Tja, ich zähle mich mal zu den Spätberufenen... Habe nach 30 Jahren in einem ganz anderen Beruf eine zweijährige Ausbildung in Informationstechnologie (Abendschule) heuer mit Auszeichnung abgeschlossen. Habe jetzt ein in der EU anerkanntes Diplom in diesem Bereich. Meine nächste Prüfung ist im Februar > AOSC (Austian Open Source Certification)... derzeit Vorbereitungskurs in der Abendschule. Hmmm.. "spätberufen"... mein Hobby seit mehr als 20 Jahren... also das Hobby zum Beruf gemacht. Selbständig tätig.. . denn wer nimmt den schon eine 49 Jährige in seine EDV... überhaupt, eine Frau... Junge Informatiker gibt es genug und die kosten nicht viel. Diese Branche ist überfüllt von angeblich "Wissenden", die in den meisten Fällen nur "Halbwissend" sind... Nein, nein, es gibt schon auch wirklich gute IT-Spezialisten, doch die sitzen meist sicher auf ihren Posten und werden von ihren Firmen gehalten. Meine Erfahrung ist, "spätberufen" in dieser Branche ist eine Schmarrn, und einen Job zu bekommen so sicher wie ein 6'er im Lotto. Ich glaube an LINUX , OpenSource und mein Wissen... doch leben kann ich davon nicht... Eine spätberufene IT'lerin die sich WEBBUTTERFLY nennt... |
Kommentar
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hoshibrother Beiträge: 1333 Registriert: 2001-06-18 |
#697 Veröffentlicht am: 29.12.2004 10:26:00
also die fh vom bfi kann ich nicht so richtig empfehlen. meiner meinung nach unterrichten da leute, die von it genauso viel ahnung haben, wie es die allgemein gültige meinung darstellt u mit denen man fast gar nicht diskutieren kann. ausnahme: die leute von der eigenen edv abteilung, aber die arbeiten anstatt zu unterrichten. |

































