Willkommen bei WCM
Um alle Funktionen dieser Website nutzen zu können müssen Sie sich Einloggen oder Registrieren. Die Registrierung ist unverbindlich und dauert nur einen Moment.
Veröffentlicht am 06.06.2005 19:12:42
„Ja, es stimmt! Heute ist der Tag, um den dritten Wechsel anzukünden“ so Steve Jobs während seiner Keynote zur diesjährigen Apple Worldwide Developer Conference in San Francisco. Nach dem Wechsel vom 680x0 auf PowerPC-Prozessoren vor nunmehr zehn Jahren und nach der Einführung von MacOS X sei es nun an der Zeit, wieder einen großen Schritt zu wagen, so Jobs weiter. Und dann geschah das, was die Gerüchteküche schon seit Jahren immer wieder aufs Neue hervorbrachte und kein Apple-Fan selbst aus seriöser Quelle wie dem Wall Street Journal nicht wirklich glauben wollte: Steve Jobs kündigte an, binnen eines Jahres Macintosh-Computer mit Intel-Prozessoren anzubieten und bis Mitte 2007 die komplette Produkt-Range mit Prozessoren des bisherigen „Erzfeindes“ auszustatten.
Sag zum Abschied leise „Servus“…
„Vor zwei Jahren stand ich hier und habe einen G5 mit 3GHz versprochen. Auf G5-Prozessoren für PowerBooks warten wir immer noch!“ meinte Jobs einleitend. „Wir verfolgen das Ziel, unseren Kunden die besten Personalcomputer der Welt zu bieten. Und wenn man vorausblickt, dann hat Intel die bei weitem überzeugendste Prozessor-Roadmap“ sagte Jobs als kleiner Seitenhieb auf den bisherigen Chiplieferanten IBM. Und fuhr fort: „Unsere aktuellen Macs mit G5 haben eine gute Performance, ja… Und wir haben auch noch einige tolle Produkte mit PowerPCs in der Pipeline!“
Aber dann: „Es ist zehn Jahre her, seitdem wir auf den PowerPC gewechselt sind. Wir sind davon überzeugt, dass uns die Technologie von Intel dabei helfen wird, die besten Personalcomputer für die nächsten zehn Jahre zu bauen.“
„Just in case-scenario“
Und als wäre das noch nicht genug fuhr Jobs fort: „MacOS X verbarg in den letzten fünf Jahren ein Geheimnis. Jede MacOS X Release sowie alle Software-Applikationen gibt es auch als x86-Version.“ Laut Jobs ein „Just in case-scenario“ Und um dies zu demonstrieren drehte er sich mit den Worten „Zufällig haben wir hier…“ um und enthüllte, dass das System, mit dem er alle bisherigen Demos der Keynote zeigte bereits ein Intel inside-Mac war.
Dann bat er niemanden geringeren als Paul Otellini, Intels President und CEO auf die Bühne. „Niemand von Ihnen hätte wohl gedacht, dieses Logo (jenes von Intel a.d.R.) auf dieser Bühne zu sehen!“ meinte Otellini ironisch zu den anwesenden 3.800 Apple-Entwicklern.
Auch die Vorführung des legendären Apple-Spots, in dem ein Intel-Bunny stellvertretend für den Pentium „brannte“ konnte sich Otellini nicht verkneifen.
„Wir freuen uns den innovativsten Personalcomputer-Hersteller der Welt als Kunden zu haben. Apple hat dazu beigetragen, die PC-Industrie zu begründen und war in all den Jahren für seine frischen Ideen und neuen Ansätzen bekannt.“ meinte Otellini weiter. Und abschließend: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass der innovativste Computer-Hersteller und der innovativste Chipproduzent nun endlich ein Team geworden sind.“
Auf die Entwickler kommt’s an…
Für Jobs galt es dann, die anwesenden Entwickler auf die neue Strategie einzuschwören. Denn schlussendlich steht und fällt der Umstieg allein mit dem Support der Drittanbieter.
Laut Jobs wären bei Cocoa-Software nur einige kleine Eingriffe und die Neukompilierung nötig, und schon wäre sie auf x86-Systemen lauffähig. Etwas aufwendiger würde sich in Xcode geschriebene Software adaptieren lassen. Hierfür kündigte Jobs eine neue Xcode-Version 2.1 an, die ab sofort für Entwickler zur Verfügung steht. Für Mitglieder des Apple Developer Connect Select und Premier Programms stünde zudem, ebenfalls ab sofort, ein Developer Transition Kit für US$ 999,- zur Verfügung. Dieser Mac mit Intel Pentium 4 3,6GHz steht den Entwicklern bis Ende diesen Jahres zur Verfügung und biete alle Tools und Developer Kits von Apple und Intel.
Zwei Welten, ein Compiler
Die neue Xcode-Version erlaube es, so genannte Universal-Binaries zu erzeugen. Damit können Entwickler ohne großen Aufwand Binaries für beide Plattformen – Intel als auch PowerPC – erstellen – und zwar durch einen einfachen Mausklick.
Laut Job’s könne man aber nicht davon ausgehen, dass gleich zu Beginn alle Applikationen in einer nativen Version für Intel Macs zur Verfügung stünden. Daher führt Apple Rosetta ein, das völlig transparent und ohne das es der Anwender merkt nicht portierte Software ausführt. Jobs demonstrierte dies anhand der aktuellen MacOS X-Versionen von Photoshop, Word, Excel und Quicken.
Das ist ein wirklich cleverer Zug von Apple…
…meinte Bruce Chizen, CEO von Adobe und kündigte an, als erster Hersteller alle Produkte für die neuen Intel-inside Apples anbieten zu wollen ohne aber die Unterstützung für die „alte“ Plattform aufzukündigen. Auch Microsoft zeigte sich begeistert. „Wir beabsichtigen neue Versionen von Microsoft Office für den Mac vorzustellen, die sowohl den PowerPC- als auch den Intel-Prozessor unterstützen“, meinte Roz Ho, General Manager der Macintosh Business Unit von Microsoft im Rahmen der Keynote.
Nur nichts überstürzen!
Jobs kündigte an, zur WWDC 2006 erste Macs mit Intel an Board anbieten zu können. Dabei wird es sich vor allem um das Consumer-Segment handeln. Zur WWDC 2007, also Mitte des Jahres soll der Wechsel weitgehend abgeschlossen sein und die komplette Range mit Intel-CPUs verfügbar sein. Wie dies nun aber wirklich genau aussehen wird, das verschwieg sowohl Jobs als auch Otellini. Fix ist nur, es wird ein langsamer und sanfter Übergang.
MacOS X nur auf Apple-Hardware
Ebenfalls fix ist, dass auch weiterhin – trotz eventuell weitgehend identischer Hardware-Plattform – das Betriebssystem MacOS X nur auf Apple-Hardware laufen wird. Phil Schiller von Apple hat entsprechenden Überlegungen, das Betriebssystem aus Cupertino auch auf beliebigen PCs anderer Hersteller einsetzen zu können im Rahmen der WWDC sofort eine Abfuhr erteilt. Klar ist allerdings auch, dass Apple mit dem Wechsel auf die Intel-Plattform ein klein wenig seiner Identität und vor allem Individualität verloren hat. Apple-User müssen nunmehr sehr vorsichtig sein, wenn sie wieder einmal über „die Wintel-Kisten“ herziehen. Schlußendlich haben sie in Bälde zumindest eine „Mactel-Kiste“ ![]()
Doch wie meinte Jobs so treffend zum Schluss seiner Keynote: „The soul of a mac is it’s operating system – and we’re not standing still!“
Michael Holzinger
Kommentar
|
bansch_fesch Beiträge: 27 Registriert: 2004-06-29 |
#1110 Veröffentlicht am: 06.06.2005 19:17:39
do legst di nieda |
Kommentar
|
Neo Beiträge: 3662 Registriert: 1999-12-12 |
#1111 Veröffentlicht am: 06.06.2005 19:44:02
Diskussion zum Thema: http://www.wcm.at/forum/showthread.php?s=&threadid=168544 [Modifiziert von Neo am 2005-06-06 20:48:31] |
Kommentar
|
mruppe Beiträge: 45 Registriert: 2002-05-25 |
#1112 Veröffentlicht am: 06.06.2005 20:04:57
War zu erwarten, IBM ist nun schon seit über einem Jahr mit den schnelleren CPU's im Verzug. Ausserdem eröffnet sich Apple dadurch wieder mehr Möglichkeiten und erhöht den Druck auf IBM - muss sich nicht auf einen Hersteller konzentrieren. Somit könnte es ja auch ein Intel / AMD CPU (oder Via :-) sein. hat schon seinen Grund gehabt, dass es immer auch ein Darwin Bulit für den x86er gab. |
Kommentar
|
Lucky333 Beiträge: 2698 Registriert: 2002-10-09 |
#1113 Veröffentlicht am: 06.06.2005 22:02:50
ich dachte immer apple chips und wintelchips sind zwei total verschiedene architekturen. oder baut intel da was ganz neues? |
Kommentar
|
mike Beiträge: 2358 Registriert: 2000-01-31 |
#1114 Veröffentlicht am: 06.06.2005 22:17:52
Nöp, Apple "schreibt" sein OS um. |
Kommentar
|
nouse4aname Beiträge: 12 Registriert: 2005-05-23 |
#1116 Veröffentlicht am: 07.06.2005 08:08:37
ob das die beste idee von apple ist bleibt zu bezweifeln, es gibt viele für die die power5 prozessoren ein auschlaggebender faktor beim kauf war. |

































