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WCM » News » Jänner 2005 » 200 GB auf einer Hologramm-Disk

PCs & Komponenten
200 GB auf einer Hologramm-Disk
Veröffentlicht am 11.01.2005 12:35:42

Nun gibt es das erste Laufwerk welches auf speziellen Medien holografisch speichert und somit enorme Kapazitäten erreicht. Für Datensicherer wird ein langer Wunsch endlich wahr. Das Medium für die Holo-Disc wurde von den Bell Labs entwickelt. Sieben Jahre hat man geforscht und entwickelt und Inphase Technologies, ein Spin-off der Bell Labs bringt es nun zu Markte.
InPhase bietet mit dem Tapestry HDS 200-R das erste Laufwerk dieser Art an. Auf einer Holo-Disc, welche nur etwas größer als eine DVD und in einer Cartridge sicher verpackt ist, passen bis zu 200 GigaByte.



Wobei man hier noch ganz unten an der Fahnenstange steht, für das Jahr 2010 sollen es nicht weniger als 1,6 TeraByte sein. Die Schreib-Lessgeschwindigkeiten spielen hier natürlich eine nicht unbedeutende Rolle, derzeit sind es immerhin schon 20 MByte pro Sekunde was nur etwas langsamer ist als bei Festplatten. Das Laufwerk ist somit einsatzbereit und IT-Profis beginnen wohl schon mit dem Gedanken die alten Bandlaufwerke in den Abstellraum zu schieben. Die ersten Laufwerke sollen noch in diesem Jahr an den Mann gebracht werden. Die Cartridge wurde übrigens von Hitachi Maxell entwickelt und die Lade stammt von Alps. Keine Kleinen also und so wird fleißig an der Massenfertigung gearbeitet.



Ob die Holo-Discs auch im privaten Video-Bereich Fuß fassen werden ist jedoch fraglich. Blu-Ray und HD-DVD sind schon mehr als spruchreif und spätestens Ende 2005 auch bei uns.

Die Technologie hinter der Holo-Disc




Geschrieben wird mit zwei Laserstrahlen in das Medium. Einer enthält die Daten und der zweite, der Referenzlaser, sorgt für die Stelle, da eben dreidimensional in das Medium geschrieben wird und nicht nur in einer Ebene wie bei der DVD.
Das Aufmodulieren des Datensignals auf den Laserstrahl wird durch einen so genannten Spatial Light Modulator (SLM) durchgeführt. Der SLIM übersetzt die Nullen und Einsen in helle und dunkle Pixel, ähnlich einer Bump-Map bei Texturen. Durch Variation des Referenz-Laserstrahls der die Position festlegt, dem Winkel und der Wellenlänge lassen sich viele unterschiedliche Hologramme in ein Medium brennen und somit diese hohe Datendichte realisieren. Ausgelesen wird das Ganze wieder durch den Referenz-Laser der das Hologramm auf ein Detector-Array strahlt bzw. ablenkt.
Der Knackpunkt dieser Technologie war nicht das Schreiben und auch nicht das Lesen, dies beherrschte man schon länger und auch bei den Medien war man erfinderisch und kam durch Zufall sogar darauf, dass man Tesa-Rollen nutzen kann, sondern die Beständigkeit des Hologramms. Die Medien die InPhase einsetzt sollen 50 Jahre halten. Ewig hält ja nichts und bis dahin gibt es ohnehin schon wieder andere Lösungen. Man darf gespannt sein.


Inphase Technologies

Robert Wanderer

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( 5 Kommentar(e) | Artikel ausdrucken )

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Kommentar

Lucky333


Beiträge: 2698
Registriert: 2002-10-09

#712 Veröffentlicht am: 11.01.2005 13:21:18
star trek lässt grüßen..;-)

Kommentar

mendaxx


Beiträge: 1198
Registriert: 2003-04-22

#713 Veröffentlicht am: 11.01.2005 18:28:41
Ein wunsch wird war?

Kommentar

hate

Beiträge: 193
Registriert: 2000-03-23

#715 Veröffentlicht am: 12.01.2005 10:26:58
Ich finde es schade das die Unterhaltungsindustrie wieder einmal Ihre Engstirnigkeit unter Beweis stellen muß (HD-DVD und Blue Ray Disc).

Wieso überspringen die das nicht und gehen gleich zur Holodisc über?
Damit könnte man auch Bild-/Tonformate größer als HD-TV locker auf eine Scheibe unterbringen...

Kommentar

shadow2043

Beiträge: 2255
Registriert: 2001-04-18

#722 Veröffentlicht am: 12.01.2005 17:11:51
Es gibt aber nix größeres als HDTV. Warum nicht überspringen? Weil das nunmal noch mehr kostet. Deswegen! Außerdem braucht man keine 200 GB auf einer Scheibe. Soviele Stunden will doch kein Produzent auf ne Scheibe bringen.
Außerdem hat sich gezeigt, dass Medien in Cartridges sich nicht gerade durchsetzen.

Kommentar

hate

Beiträge: 193
Registriert: 2000-03-23

#726 Veröffentlicht am: 13.01.2005 10:03:39
Noch gibt es nichts größeres als HDTV, aber HDTV gibts z.B.: in Japan und in Amerika schon seit einigen Jahren.
O.K. 200 GB ist derzeit für einen Film recht viel, man könnte ja ein kleineres Medium daraus machen mit 50 GB od 100GB. Ich würde das begrüßen wenn eine DVD nicht größer als eine Minidisc wäre.
Zum drüberstreuen wären dann Layerwechsel (ala DVD 9 und HD-DVD) nicht notwendig. Oder die Bonus DVD würde auf das Hauptmedium wandern.......

Bzgl. Cartridges: Diskette?
Ich bin zwar kein Physiker aber ich nehme mal an das bei steigender Datendichte Kratzer oder Fingerabdrücke oder sonstige beschädigungen des Mediums immer mehr zum Tragen kommen, denn es ist etwas anderes ob die Fehlerkorrektur 2 Bytes korrigieren muß oder 2 MBytes?!? Somit wäre für mich der Schritt zu einem Cartrige Medium nur logisch, von wegem Schutz usw.

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