Wir wissen, wann du online warst!
Veröffentlicht am: 31.03.2006 13:09:42

In Frankreich wurde nun per 26. März beschlossen die Verbindungsdaten für Telefon und Internet für 1 Jahr zu speichern. Ein Schritt, der naturgemäß auf wenig Gegenliebe stößt.

Erfasst werden Empfänger, Zeitpunkt und Dauer der Kommunikation, genutzte Dienste sowie der Ort der Kommunikation (Telefonie). Bei der Telefonie erhält somit der Staat eine genaue Kontrolle, wo sich seine Bürger aufhalten und mit wem gesprochen wurde. Die Internetzugänge werden nun auch in Internetcafes und Hotels überwacht. Anstoß waren die Terroranschläge am 11 September, woraufhin die Überwachung und Kontrolle stetig ausgeweitet wurde.

Ende November letzten Jahres wurde eine EU-Richtlinie um IP-Adressen ein halbes Jahr lang zu speichern mit „Ja“ angenommen und dann im nächsten Schritt vom EU-Ministerrat bestätigt. Den Staaten steht es nun frei ob, wie lange sie die Daten speichern. Mindestens müssen es aber 6 Monate sein. Frankreich hat als einer der Ersten die volle Länge von einem Jahr gewählt.


Meinung | Robert Wanderer: Was zunächst als großer Schritt erscheint, ist in Wahrheit nur ein kleiner, denn verrechnungstechnisch wurden schon bis jetzt die Verbindungsdaten gesammelt, allerdings konnte der Provider diese dann wieder nach Belieben löschen. Dies ist nun eben anders. Provider müssen die Daten solange wie es das Gesetz vorsieht (6 bis 12 Monate) speichern. Auch vor der Richtlinie, die jetzt in den EU-Staaten umgesetzt werden muss, konnten sich Ermittler mit richterlichen Beschluss Daten von den Providern holen.


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