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Vom Cookie zur Spyware Veröffentlicht am: 29.01.2005 08:14:21 Die vermutlich schlimmste Bedrohung 2005 für unsere Rechner! Vergangene Woche war es soweit – mein Notie war endgültig defekt. Nichts ging mehr. Schon seit Wochen musste ich immer wieder feststellen, dass das Ding immer langsamer wurde, nicht so arbeitete, wie gewohnt. Na ja, ist ja schon zwei Jahre alt und somit Schrott. Aber – bei 24 Monaten Garantie wird’s vielleicht noch repariert? Kos-tenlos? Wo denken Sie hin? Nix ist da mit Reparatur. Erst muss der Rechner in den Originalzustand gebracht werden, Also ´runter mit WinXPSP2 und ´rauf die alte Fassung. Ja und wer sagt es – das „kaputte“ Ding lief wieder wir am ersten Tag. War daran Microsofts SP2 schuld? Seitens der Hersteller wird dies „anklingen“ lassen. Nein, das war es nicht. Und es waren auch keine Viren, denn Symantecs NAV funktioniert ja recht gut. Nicht zu vergessen die aktive Feuermauer beim WinXPSP2. Es ist was Anderes, Bekanntes, bislang eher Unbeobachtetes. Vor Jahren schlug es Wellen, als die Cookies(!) auftauchten und dann war es wieder ruhig. Zu unrecht. Denn nunmehr gibt es solche „Kekse“ die schlicht den Rechner ausspionieren, die Daten an ihre „Homesite“ retournieren. Und sie fallen auch unter den Begriff SPYWARE, wie auch all das andere Zeugs, wel-ches da auf vielen Wegen in unsere Rechner geschmuggelt wird. Via Internet aber auch per Gratissoftware-CD, weil diese bekannter weise ja auch nur auf Vieren überprüft werden … Und wieso geht dann der Rechner „kaputt“? Ganz einfach. Da diese Dinger permanent versuchen den Datenkanal nach draußen zu benutzen, auch wenn momentan gar keiner verfügbar ist, wird der Rechner unnütz belastet und streckt die Patschen (Hausschuhe :). Egal ob es sich nun um Tragbares, Desktops, wie sie unterm Tisch stehen(!), oder gar Server handelt. SPYWARE verraten nicht nur alle „Geheimnisse“, sondern sind auch verlässliche Bremser. Wenn man das nicht weiß, glaubt man an wundersame Ärgernisse. Denn leider ist es bisher viel zu wenig bekannt, dieses Problem. IT-Manager wissen es aber bereits und meinen, dies wird für 2005 die größte Herausforderung sein, diese Schädlinge von den Computern fern zu halten.
Und wie fix sind diese Dinger? Nun, nach dem Neuaufbau des Rechners musste ich ja wieder einiges aus dem Netz holen. Alles bekannte Adressen die auch als „sauber“ gelten, wie die Antivirensite von Symantec. Aber nach nur 2 Onlinestunden waren nicht weniger als fünf dieser trojanischen Pferde zu finden. Mit der Antispyware von Spyware Doctor; gratis für 2 Wochen, dann 30 Dollar pro Jahr …
Aber auch Microsoft hat bereits reagiert und bis Jahresmitte kann man deren Antispywareprogramm in Betaversion gratis nutzen. Aber nur, wenn man sich über ein Berechtigungsprogramm dafür qualifiziert, wo auch die eMail-adresse gefragt ist. Wetten dass man so eine Windowsversion mit dem Besitzer verknüpfen kann? Lange genug dafür hat das Validieren ja gedauert. Und dann gibt es auch noch ein anderes, kostenloses Programm: Es heißt „Spybot – Search & Destroy 1.3“ und ist über die Adresse www.spybot.info erhältlich. Als unbegrenzt nutzbare Vollversion. Ergo – zumindest drei Möglichkeiten für Sie, den Dingen auf den Pelz zu rücken, weil es noch andere Antispyware-Angebote gibt.
In den USA wurden kürzlich 2.500 Firmenchefs über ihre Meinung zu, Thema Spyware befragt. Die Grafiken sprechen eine deutliche Sprache. Und tatsächlich ist dies eine bisher eher unterschätzte Gefahr, noch dazu eine mit Doppelwirkung. Es werden nicht nur Daten, vielleicht auch sensible, gestohlen, zusätzlich wird IT-Leistung völlig unnütz verbraten.
Aber komisch ist es schon. Kaum hat „jeder“ sein Antivirus – die explodierenden Gewinnzahlen bei Symantec sind ein unschlagbarer Beweis dafür – gibt es ein weiteres „Zusatzgeschäft“. Nun muss man eben auch einen Spi-onagewächter installieren. Ideen muss man haben, oder? peecee
Gedruckt von WCM (http://www.wcm.at/contentteller.php/news_story/vom_cookie_zur_spyware.html)
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