Softwarepiraterie als Wirtschaftsbremse
Veröffentlicht am: 09.12.2005 12:22:50

Eine von der Business Software Alliance (BSA) in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass die IT-Branche in der EU bis 2009 um 38 Prozent wachsen könnte und infolgedessen 155.000 Arbeitsplätze entstehen würden, wenn es gelänge, den Anteil illegaler Software von derzeit europaweit 35 auf 25 Prozent zu senken. Weiters brächte dies den EU-Haushalten zusätzliche Steuereinnahmen in der Höhe von 20 Mrd. Euro.

Laut IDC sind die Staaten mit den niedrigsten Piraterieraten gleichzeitig auch diejenigen, in denen die IT-Branche den größten Anteil der Gesamtwirtschaft ausmacht. Schweden, Luxemburg, Großbritannien und Dänemark sind unter den Top fünf Ländern mit dem niedrigsten Anteil unlizenzierter Software, und gleichzeitig auch an der Spitze beim Anteil der IT Branche an der Gesamtwirtschaft.

Den Zusammenhang zwischen IT-Wachstum und Senkung der Piraterierate konnte die Interessenvertretung der Softwareindustrie, der unter anderem Apple, Microsoft, IBM und SAP angehören, auch in den europäischen Nicht-EU-Staaten finden. So wäre laut BSA in den Jahren zwischen 2005 und 2009 ein Wachstum der IT-Branche in diesen Ländern sogar um 104 Prozent möglich, wenn die Piraterierate von derzeit 44 Prozent gesenkt werden könnte.

Die Studie, die im Auftrag der BSA von der IDC durchgeführt wurde, analysierte die IT-Industrie in 70 Ländern, prognostizierte deren Wachstum bis zum Jahr 2009 und stellt diesem Ergebnis das zusätzliche Potenzial, welches durch eine Reduzierung der Piraterierate um 10 Prozentpunkte zu erreichen wäre, gegenüber.

Weltweit wäre dadurch, so die BSA in einer Aussendung, in den nächsten 4 Jahren ein Wachstum der globalen IT-Branche von über 400 Mrd. auf 1,45 Bill. Dollar Umsatz und Steuereinnahmen von 1,17 Bill. Dollar möglich. Statt auf 14 Mio. Arbeitsplätze anzuwachsen, würde die IT-Branche 16,5 Mio. Menschen Beschäftigung bieten.

(apa)


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