|
Schneller Breitband-Ausbau in OÖ Veröffentlicht am: 18.09.2006 09:19:21 Der Ausbau des Breitband-Internets in Oberösterreich erfolgt schneller als geplant. Drei Viertel der Gemeinden sind bereits am Netz. Wenn das so weiter geht, könnten die Arbeiten im kommenden Frühjahr - um ein halbes Jahr früher - abgeschlossen, berichtete Wirtschafts- und Jugendlandesrat Viktor Sigl (V) im Rahmen einer Pressekonferenz in Linz. Davon würden unter anderem die oberösterreichischen Schulen profitieren, die beim Einsatz von Internet schon jetzt österreichweit führend seien. In den Breitband-Ausbau in Oberösterreich werden rund 100 Mio. Euro investiert, davon zwölf vom Land Oberösterreich mit Unterstützung der EU, schilderte Sigl. Vorgabe sei, dass das Breitband überall zum gleichen Preis zur Verteilung an Provider angeboten werden könne. Der operative Arm der Breitbandinitiative des Landes ist die Breitbandinfrastruktur (BBI) GmbH, an der die Energie AG Oberösterreich (EAG) 40, die Linz AG mit 30, die OÖ Ferngas mit 20 und das E-Werk Wels mit zehn Prozent beteiligt sind. Die EAG habe dabei den weitaus größten Teil des Ausbauprojektes übernommen, fast alle Glasfaserleitungen werden entlang der Stromleitungen geführt, erklärte Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner bei der Pressekonferenz. Schulen als Profiteure Von der Breitband-Initiative profitieren auch die Schulen. Als erstes Bundesland hatte Oberösterreich mit einem "education highway" im Jahr 2000 alle 1.098 Schulen am Netz. Mit rund 25.000 angeschlossenen Rechnern bilden sie vermutlich das größte Computernetz im Bundesland, betonte Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer. Durch die zentrale Steuerung sei es möglich gewesen, kostengünstig einen hohen Sicherheitsstandard zu erreichen. Das Internet sei heute aus dem Unterricht nicht mehr wegzudenken. Für 30 Unterrichtsgegenstände seien eigene Portale aufgebaut worden. Mit der nunmehrigen Anbindung an das Breitband sei auch ein Online-Videosystem möglich. Dazu komme die Abwicklung der gesamten Administration unter anderem für die 21.000 oberösterreichischen Lehrer. Es gebe aber auch Projekte für die Lehrerausbildung-Fortbildung sowie eines für Kinder, die längere Spitalsaufenthalte und Abwesenheit von der Schule auf sich nehmen müssen. Ihnen sollen die Teilnahme am Unterricht und Videokonferenzen mit ihren Freunden ermöglicht werden, erläuterte der education highway-Geschäftsführer Anton Knierzinger. Im Zuge der Breitband-Initiative werden derzeit die höheren Schulen angeschlossen. Bei 90 von 100 ist die Anbindung bereits erfolgt. Darunter ein Schulzentrum mit HAK und HBLA mit 1.000 Schülern in Rohrbach im Mühlviertel, denen eine Leitung mit 25 Megabit zur Verfügung steht. Das gesamte Service aus Bandbreite, Content vom education highway und Security-Einrichtungen kostet in diesem Fall rund 1.000 Euro pro Monat. (apa) |