Randstad vermittelt virtuelle Jobs in Second Life
Veröffentlicht am: 16.03.2007 11:12:36

Die Zeitarbeitsfirma Randstad übernimmt die Jobvermittlung in der virtuellen Internetwelt Second Life. Wie in der wirklichen Welt brauchen die Spieler auch in der virtuellen Geld - und viele damit einen Job, um dieses Geld zu verdienen. Ihnen bietet Randstad seine Vermittlungsdienste in der 3-D-Welt an, wie das Unternehmen in Eschborn mitteilte.

Der Spieler bekommt sein Gehalt von Randstad in der Second-Life-Währung, dem Linden Dollar - sein Arbeitgeber zahlt eine Vermittlungsgebühr an die Firma.

Immer mehr Menschen würden ihren Job an den Nagel hängen, um in der virtuellen Welt ihr Geld zu verdienen, und immer mehr Unternehmen seien in Second Life vertreten, erklärte Randstad. Deshalb würden künftig auf Personaldienstleistungen dort nachgefragt.

Das Zeitarbeitsunternehmen bietet aber auch reale Jobs in Second Life an - allerdings zunächst nur in den Niederlanden, dem Mutterland der Firma. In anderen Ländern stehe Randstad aber bereits in den Startlöchern. Mit der virtuellen Niederlassung erreiche die Firma Menschen, die im realen Leben auf Jobsuche seien, sich aber lieber interaktiv über das Thema Zeitarbeit informieren möchten, sagte Christine Uphoff, Marketing-Chefin bei Randstad Deutschland. In der realen Welt hat das Unternehmen 420 Niederlassungen in 230 deutschen Städten.

Für Unternehmen, die noch keinen virtuellen Ableger auf der Spieleplattform haben, bietet die Handelskammer Hamburg einen Second-Life-Rundgang. Er soll den Firmen einen ersten Überblick geben, wie sie Second Life geschäftlich nutzen können, wie die Handelskammer mitteilte. Die virtuelle Welt biete "interessante und innovative Möglichkeiten, mit Geschäftspartnern und Kunden zu kommunizieren."

Second Life hat weltweit mehr als 4,6 Millionen Nutzer. In der kostenpflichtigen dreidimensionalen Internetwelt des Anbieters Linden Lab führen die Spieler ein von ihnen selbst erfundenes zweites Leben. Das Spielgeld lässt sich in reales Geld wechseln. Kritiker warnen die Spieler davor, sich allzu sehr in der "zweiten Welt" zu verlieren.

(apa)


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