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Prozessoren von Intel bald in Macs? Veröffentlicht am: 23.05.2005 14:43:17 Laut einem Bericht des Wall Street Journals sollen derzeit nicht benannte hohe Führungskräfte von Intel und Apple über den künftigen Einsatz von Intels Prozessoren in Apples Systemen verhandeln. In demselben Bericht werden derartige Spekulationen allerdings postwendend von einer ebenfalls nicht näher benannten Apple-Sprecherin als reine Gerüchte abgetan. In der Vergangenheit gab es bereits mehrfach Spekulationen, Apple könnte bei CPUs auf Intel oder aber AMD-CPUs setzen. Auch wenn es wie gesagt nur Gerüchte sind lassen diese Berichte mehrere interessante Interpretationsmöglichkeiten zu. So könnte es Apple nun wirklich ernst damit meinen und mit einem Wechsel von IBM, der derzeitige Haus- und Hoflieferant für CPUs, hin zu Intel gleich mehrere „Probleme“ aus der Welt schaffen. Der primäre Grund dahinter wäre vor allem der Preis. Mit Intel-CPUs an Bord könnte man die derzeit doch etwas höheren Preise für Desktopsysteme auf das Niveau von Dell oder HP senken und somit einen viel breiten Markt adressieren. Im Notebooksegment hätte man mit Centrino eine sehr stromsparende Plattform zur Hand und könnte auch hier die Taktschraube ein wenig nach oben drehen. Derzeit gibt es ja noch kein iBook oder PowerBook mit G5-Prozessoren von IBM, da diese CPUs derzeit noch einen zu hohen Stromverbrauch aufweisen und man vor allem das Problem der dabei auftretenden Abwärme nicht wirklich in den Griff bekommt. Das Betriebssystem selbst läuft ja im Prinzip problemlos auch mit Intel-CPUs. Darwin, MacOS X ohne Oberfläche, gibt es ja bereits seit langem. Denkbar wäre aber auch, dass Apple durch die Verhandlungen bzw. allein durch entsprechend gestreute Gerüchte IBM ein wenig unter Druck setzen möchte. Die wohl sicherste Variante aber ist, dass es sich wieder einmal auschließlich nur um viel, viel warme Luft handelt, die hier sinnlos produziert wird. Denn es gibt nur wenige "Gschichtl", die in wunderbarer Regelmässigkeit immer wieder aufs Neue in den weiten des Internets aufpoppen und sich als nicht haltbar herausstellen. Was diesmal wirklich dahinter steckt werden wir – in guter alter Apple-Tradition – entweder nie erfahren, oder aber, Steve Jobs wird mit "hervorragenden" Argumenten bei einer seiner nächsten Keynotes die Apple-Jünger davon überzeugen, dass es genau der richtige Schritt ist, nunmehr auf die CPUs des „Erzfeindes“ zu setzen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, wie sich aus einem reinen Gerücht "Fakten" entwickeln. Waren die ursprünglich vom Wall Street Journal und Reuters kommunizierten Meldungen auf vielen Newspage noch brav klar als "Rumor" gekennzeichnet, so titelten einige heimische Pages schon mit "Fakten" ohne jedweden Hinweis, dass es eventuell nicht so sein könnte Michael Holzinger Apple |