Nun ist es (endlich) amtlich: Powerline stört
Veröffentlicht am: 05.02.2005 08:27:29

Einen Anbieter für PLC, die breitbandige Internetanbindung über Stromkabel, gibt es noch in Österreich. Die Linz Strom GmbH versorgt 4.000 Kunden mit ihrem Speedweb. Und da die zur Datenübertragung benutzten Leitungen logischerweise nicht geschirmt sind, leiten sie eben nicht nur die Daten weiter, sondern spielen auch hochfrequen-te Funkantenne. All dies ist nicht neu.

Neu ist, dass nunmehr mehrere Messungen – Auftraggeber das Fernmeldebüro Oberösterreich – diese technisch bekannten Fakten sozusagen behördengerecht fixiert haben. Und nun hat eben diese Behörde verfügt, dass der Betreiber mittels technischer Maßnahmen die PLC-Anlagen so zu absichert, dass Telekommunikationsanlagen nicht mehr gestört werden können. Eine Unmöglichkeit.

Was auch laut erstinstanzlichem Bescheid festgestellt wird: „Aus technischen Gesichtspunkten entspricht das Auf-bringen hochfrequenter elektromagnetischer Wellen auf eine ungeschirmte Leitung mit Leistungen, wie sie für PLC erforderlich sind, nicht dem Stand der Technik.“

Linz Strom reagiert wie befürchtet. Man beruft und behauptet, dass die Störungen nur von einigen defekten Gerä-ten ausgelöst wurden. Eine Schutzbehauptung, die jeder einschlägig gebildete Techniker vom Tisch wischen kann. Aber über die Berufung muss Vizekanzler Hubert Gorbach (FPÖ) entscheiden.

Und wie viel wiegt diese Meinung? Dipl.-Ing. Dr. Josef Heizinger, Vorstandsdirektor der Linz AG und Geschäfts-führer der Linz Strom GmbH, betont, Powerline sei „nicht von einer Abschaltung bedroht. Powerline bewegt sich auf gesicherter Rechtbasis und funktioniert technisch hervorragend. Der gleichzeitige Betrieb von Powerline und Amateurfunkeinrichtungen ist problemlos möglich.“ Für solche Steherqualitäten bekommt man solche Posten und das damit verbundene fürstliche Salär.

peecee


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