Mythos: Filesharing schadet der Musikindustrie
Veröffentlicht am: 13.04.2005 11:28:45

Nun wurde die Verbindung „Filesharing und der damit verbundene Gewinnverlust für die Musikindustrie“ einmal wissenschaftlich beleuchtet. Das Ergebnis zeigt, dass es ein Mythos ist und der Musikindustrie kein wirklicher Schaden entsteht.

Befasst hat sich damit der Juraprofessor Michael Geist, der Vorsitzender für den Bereich „Internet and eCommerce Law“ an der Universität von Ottawa (Kanada) ist. Laut Geist ist das Hauptargument der Musikindustrie, dass eben durch Filesharing und Raubkopien so nicht haltbar ist. Zwar ist es ein Fakt, dass die Einnahmen der CD-Verkäufe in den Jahren gesunken seien, aber man muss in die Rechnung auch die sinkenden CD-Preise und vor allem den Anstieg an verkauften Musik-DVDs mit eingerechnet. Danach hätte die Industrie nicht wie angegeben in 5 Jahren über 2 Milliarden kanadische Dollar verloren, sondern nur 431,7 Millionen, was anhand mehrerer Faktoren nachzuvollziehen ist und Filesharing stehe hier nicht an erster Stelle.
Bleibt noch zu bedenken, dass es auch Urheberechtsabgaben gibt und die Industrie daran ebenfalls recht gut verdient.

Mehr zum Thema Filesharing, Raubkopien und wie die Gesetzeslage in Österreich ist erfahren Sie im kommenden WCM 231.

Artikel von Michael Geist

Robert Wanderer / aufgespürt von: J@ck


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