Lizenz für Marke Linux wird teurer
Veröffentlicht am: 22.08.2005 15:52:23

Die Verwendung des Namens Linux könnte in nächster Zeit teuer werden. Laut australischen Presseberichten haben rund 90 australische Firmen eine Aufforderung erhalten, zwischen 2000 und 5000 AUS$ zu bezahlen, wenn sie weiterhin den Namen Linux nutzen wollen.

John Hall, CEO von Linux International, bestätigt diese Aussendung und kündigt bereits an, das es auch in den USA zu diesem Schritt kommen wird. Die jeweilige Landesbehörde, die sich um den Schutz des Markennamens kümmert, hebt diesen Betrag im Namen von Linux Erfinder Linus Torvalds ein, der seit 1997 die Rechte am Namen hat.

Bisher mussten Firmen, die die Marke nutzen wollten, einmalig 500 USD berappen. Nun sollen sie jährlich zur Kasse gebeten werden – und zwar mit 500 bis 5000 Euro – je nach Umsatz. Unternehmen ohne Gewinnabsicht sollen maximal 200 USD pro Jahr auf den Tisch legen müssen.

Zusätzlich sollen Lizenzen nur mehr regional und nur für autorisierte Produkte erteilt werden Auch die Möglichkeit, die erteilte Lizenz jederzeit zurückzuziehen, soll vorgesehen sein, berichtet LWN.net.

Als Grund für die exorbitante Preissteigerung nennt Hall die gestiegenen Kosten zur Pflege der Marke "Linux“. Hall meint weiter, das Unternehmen die Kosten auch ohne weiteres einsparen kann, denn „das ein offenbar gutes Produkt auch ohne den Markennamen Linux auskommt, beweisen Produkte wie Debian und Red Hat.“

Die Erhöhung der Lizenzkosten ändert jedoch keineswegs etwas am System der der GNU Public License (GPL), also der Tatsache, das für Linux selbst keine Lizenzen anfallen dürfen.

Christoph Puhl

lwn.net


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