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In Kürze Warnstreik bei Siemens-PSE Veröffentlicht am: 30.10.2006 15:43:36 Am Mittwoch in zwei Wochen, dem 8. November, wird bei Siemens in Österreich gestreikt. Rund 250 Mitarbeiter der Software-Schmiede PSE werden an diesem Tag die Arbeit niederlegen. Der Protest richtet sich gegen Pläne, diese Mitarbeiter aus dem Konzern auszugliedern, berichtet die "Presse". Wie berichtet sollen die Mitarbeiter in die Tochtergesellschaft Siemens Enterprises Communications (SEC) eingegliedert werden. Der PSE-Betriebsrat will der Ausgliederung nur zustimmen, wenn es für die Kollegen eine vertragliche Absicherung gibt. "Wir fordern ein Rückkehrrecht für die Mitarbeiter, falls die neue Firma in Konkurs geht oder die Produktion in ein Billiglohnland verlagert wird", sagte Zentralbetriebsrat Ataollah Samadani zur "Presse". Außerdem müsse vertraglich zugesagt werden, dass für die Leute die alten Betriebsvereinbarungen und Kollektivverträge weiterhin gelten. "Wer solche Forderungen stellt, will de facto die Ausgliederung generell verhindern, hieß es dazu aus der Siemens-Chefetage zur Zeitung. Keiner wolle "das Kuschelnest Siemens Österreich" gerne verlassen. Doch die Umstrukturierungen seien von der Siemens-Zentrale in München beschlossen. Daran führe kein Weg vorbei. Tatsächlich genoss die PSE immer eine Art Sonderstatus bei Siemens Österreich. Nicht zuletzt deshalb, weil es das Liebkind des früheren Siemens-Generaldirektors Albert Hochleitner war, so die "Presse". Streik kommt überraschend Dass der Betriebsrat den angekündigten Warnstreik nun in die Tat umsetzen wird, kommt für den Siemens-Vorstand offenbar doch überraschend. "Mich wundert, dass schon von Streik gesprochen wird", sagte Siemens-Sprecher Harald Stockbauer. Er nannte das Vorhaben des Betriebsrats "unverantwortlich". Denn die PSE, bei der in Österreich etwa 2.800 Leute beschäftigt sind, programmiert die Software für viele Siemens-Produkte. "Ein Streik würde großen wirtschaftlichen Schaden für den Konzern bedeuten", sagte Stockbauer. Der Betriebsrat will hart bleiben. Er befürchtet, dass die ausgegliederte Firma verkauft werden soll. Ein Käufer sei aber nur an den Patenten und an der Technologie interessiert, nicht aber an den Mitarbeitern, heißt es. Man wolle den Wiener Kollegen ein BenQ-Schicksal ersparen, meint Samadani. Bekanntlich hat Siemens seine Handysparte an den taiwanesischen BenQ-Konzern verkauft. Mittlerweile haben mehr als 3.000 ehemalige Siemens-Mitarbeiter in Deutschland ihren Job verloren. (apa) |