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HP: 64 Bit für den Arbeitsplatz Veröffentlicht am: 06.05.2005 06:02:26 Kaum ist die 64-Bit-Version von Windows XP fertig kündigen Systemhersteller natürlich ihre Produkte an. Exemplarisch dafür kann man z.B. den HP dx5150 Business Desktop PC sehen. 64 Bit ist derzeit so trendy, wie es Espandrillos letztes Jahr im Sommer waren. Plötzlich latschte jeder damit herum, auch wenn niemand diese geflochtenen Billig-Schlapfen wirklich möchte. Bei 64 Bit Prozessoren ist es die höhere Zahl die zum Kauf verführt. Muss doch schneller, besser und sicherlich modern sein. Dass der gewöhnliche Büro-Rechner oder PC daheim dies genauso nötig hat wie ein Twingo einen Spoiler, wird nicht bedacht. Treiber werden einfach schnell durch den 64 Bit Compiler gejagt und fertig. Software die wirklich davon profitiert ist derzeit Profis und Wissenschaftler vorbehalten. Der ONU (Otto Normal User) hat nichts davon und schon gar nichts von der Möglichkeit sein System mit bis zu 8 GB Hauptspeicher zu bestücken, denn die will und zumeist kann er sich dies auch nicht leisten. Somit wirkt es reichlich unnötig wenn Systeme wie der HP dx5150 Business Desktop PC mit einem AMD Athlon 64 oder noch schlimmer, einem Sempron 3000+ Prozessor und Windows XP x64 Edition werben. Wobei speziell mit 64 Bit geworben wird. Es wäre ja völlig ok, wenn man mit den wirklich praktischen Features wie einem niedrigen Stromverbrauch oder NX (No Execution) um Speicheradressen abzuschotten wenn sich Viren einschleichen, werben würde, doch dies erfährt man nur im Kleingedruckten - anscheinend will man den Käufer nicht "überfordern". 64 Bit ist cool und mächtig. Aber so ist das nun einmal, in der IT setzt sich manchmal (öfters?) nicht die vernünftigste Lösung durch, sondern jene welche, die sich eben am besten verkaufen lässt. Der kleine 64 Bit fähige HP-Büro-Rechner ist für nur 399,- Euro zu haben und somit dementsprechend ausgestattet. Als Basis wurde ein ATI XPRESS 200D Chipsatz ausgewählt, der auch gleich die Grafik mit bringt. An Speicher können dank der 64 Bit wie gesagt bis zu 8 GB addressiert werden, der hp dx5150 ist in der Basisausstattung schon mal mit 256 MB ausgestattet, also sogar doppelt soviel wie viele Grafikkarten derzeit haben, und kann bis maximal 4 GB bestückt werden... Aber für den Büro-Rechner im Sekretariat reicht dies ohnehin aus und hier sind sowieso andere Punkte viel wichtiger, auf die sich Systemhersteller wie HP spezialisiert haben. So sind Sicherheit und Administrierbarkeit deutlich gefragter. Damit man schon einmal physisch nicht so leicht an wichtige Daten kommt, die unvorsichtigerweise lokal gespeichert wurden anstatt sicher im Serverraum hinter dicken Türen, sind die Desktops mit Schließvorrichtungen an der Gehäusevorderseite und -rückseite sowie einen Anschluss für das Kensington Cable Lock ausgestattet. Optional erhältlich ist das Trusted Platform Module 1.1 (TPM), ein integrierter Sicherheits-Hardware-Chip. In Verbindung mit der HP ProtectTools-Software verschlüsselt und schützt er, unabhängig von anderen Komponenten wie Prozessor, Betriebssystem oder Arbeitsspeicher, kritische Dateien und Ordner mit sicherheitsrelevanten Daten. Über den integrierten RAID-Controller (Redundant Array of Inexpensive Disks) lassen sich zwei identische Festplatten als automatisierte Backup- und Recovery-Lösungen einrichten. So wird die Gefahr eines Datenverlustes durch Festplattenfehler minimalisiert. Darüber hinaus ist der dx5150 mit der AMD Enhanced Virus Protection Technologie ausgestattet, die in Kombination mit dem Microsoft Windows XP Service Pack 2 einen Schutz gegen Virusattacken bietet. Die Festplatte fasst 40 GB und das optische Laufwerk kann nur CDs auslesen. Musik spielts auch. Immerhin werden 8 USB 2.0 Steckplätze geboten sowie ein DVI-Ausgang und eine GigaBit-Ethernet-Schnittstelle.
Welche Vorteile nun 64 Bit wirklich liefert und ob der Hype durch Windows XP x64 Edition begründet ist, können Sie im kommenden WCM 233 nachlesen.
HP Robert Wanderer |