Exklusiv!!! Motorola MPx - Erster Praxistest
Veröffentlicht am: 30.06.2004 11:48:52

Im Rahmen des Showcase auf der gerade im holländischen Amsterdam statt findenden TechEd bzw. Mobile Developer Conference von Microsoft hatten wir die Gelegenheit, mit Motorolas neuestem Smartphone, dem für das vierte Quartal dieses Jahres angekündigten MPx ein wenig herumzuspielen und uns von den Vorzügen des neuen Devices zu überzeugen.

Im Gegensatz zu Motorolas aktuellem MPx-200, das seit wenigen Wochen auch in Österreich erhältlich ist kommt beim MPx nicht Microsoft Smartphone 2002, sondern MS Windows Mobile 2003 for Pocket PC Phone Edition in der aktuellsten SE-Version zum Einsatz. Im Prinzip handelt es sich also beim MPx nicht um ein Smartphone, sondern einen äußerst kompakten Pocket PC.

Dies zeigt sich auch bei dem wirklich durchdachten Design: Das „Mobiltelefon“ ist als Klapphandy ausgelegt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Modellen kann aber das Display in zwei Richtungen aufgeklappt werden. Klappt man es auf, so hat man ein „herkömmliches“ Handy, klappt man das Display hingegen zur Seite, so entpuppt sich das MPx als PDA. Aus diesem Grund ist auf der Tastatur sowohl ein numerisches Tastaturfeld, als auch eine herkömmliche QWERTY-Tastatur aufgedruckt.

Das 2,8“ TFT-Display mit Touchscreen verfügt über die bei Pocket PCs übliche Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten bei 16 Bit Farbtiefe. Auf der Außenseite ist zudem ein weiteres kleines Farbdisplay zu finden, dass wiederum bis auf wenige Details dem Today-Screen eines Microsoft Smartphones gleicht. Man findet also die wichtigsten Infos über das genutzte Netz, eventuell eingegangene Nachrichten usw.

Natürlich verbirgt sich ein Stift im Gehäuse des MPx, der zwar ein wenig klein ausgefallen ist, aber dennoch eine sehr einfache Bedienung des MPx erlaubt. Auf Grund seiner geringen Abmessungen liegt das MPx sehr gut in der Hand und sollte zur Not auch spielend in die Hosentasche passen. Dies kann man ja von aktuellen Pocket PC Phone-Edition Devices wie dem T-Mobile MDA II nicht wirklich behaupten. Das MPx zeigt sich äußerst kommunikationsfreudig. Es ist als Triband-Gerät ausgelegt und unterstützt natürlich GPRS zur Datenübertragung. Darüber hinaus steht dem Anwender eine IrDA-Schnittstelle sowie Bluetooth 1.1 zur Verfügung. Den Abschluss bildet Wireless LAN nach IEEE 802.11b.

Als Prozessor kommt ein Texas Instruments OMAP 733 ARM-Prozessor, dem 32MByte Arbeitsspeicher zur Seite stehen zum Einsatz. Über die Taktfrequenz wollte man an Motorolas Stand keinerlei Auskünfte geben. Natürlich darf auch beim MPx eine integrierte Digitalkamera nicht fehlen. Die im Gerät verbaute CMOS-Kamera verfügt über eine maximale Auflösung von 1,3MPixel und kann neben Bildern natürlich auch Videoclips aufzeichnen. Diese können z.B. auf einer SD-Card gespeichert werden. Der entsprechende Slot ist an der Seite des MPx zu finden.

Natürlich stehen dem Anwender ab Werk durch das zum Einsatz kommende Pocket PC-Betriebssystem zahlreiche Applikationen wie Webbrowser, Email-Client, Pocket Word, Pocket Excel und der bekannte Media-Player zur Verfügung. Zudem ist auch die Synchronisation dank ActiveSync über USB, Bluetooth, WLAN oder IrDA kein Problem. Natürlich kann unser erster Praxistest einen umfangreichen Test nicht ersetzen, er zeigt aber bereits das Potential, dass in diesem Device steckt. Einen genauen Release-Termin wollte Motorola bislang nicht nennen. Ebenso wenig Details über etwaige Verhandlungen mit Mobilfunkprovider, die das Gerät im vierten Quartal auf den Markt bringen sollen. Nachdem in etwa zur selben Zeit auch Nokia mit dem neuen Communicater und T-Mobile mit dem neuen MDA III auf den Markt kommen werden, die in etwa die selben Ausstattungsmerkmale, aber unterschiedliche Formfaktoren aufweisen, dürfte es ein heißer Herbst/ Winter werden. Michael Holzinger

Motorola Österreich


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