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Die Gurke des Jahres geht an: Die Softwarepatentidee Veröffentlicht am: 27.12.2004 19:59:12 Sieht man sich an, was mit den so genannten Softwarepatenten in den USA möglich ist – da werden selbst die „Großen“, MS z.B., beinhart abgezockt, kann man sich nur wundern, dass es in Europa tatsächlich Politiker gibt, die sich für diesen Unsinn stark machen. Ja, es beeindruckt diese Leute nicht einmal, dass sich Industrie, Gewerbe (sprich, vor allem kleine Programmierer) und Verbände bereits vehement dagegen aussprechen. Nicht wenige Regierungen nehmen die Proteste zur Kenntnis und ändern sowohl ihre Einstellung zum Thema, als auch die Strategie. Softwarepatent – der Begriff enthält eben gar nicht wirklich positive Aspekte. Ganz im Gegenteil. Denn da wirklich niemand abschätzen kann, ob er mit seiner Arbeit nicht zum „Opfer“ wird, erfährt die Innovation einen extremen Dämpfer. Und in Brüssel? Da laufen noch Mitte Dezember die Vorbereitungen auf Hochtouren um die umstrittene, geplante Richtlinie über die Patentierbarkeit „computerimplementierter Erfindungen“ doch noch vor dem Jahreswechsel(!) – und zwar so wie man es sich im März „konkretisiert“ hat – durchzudrücken. Warum allerdings die nur noch bis Jahresende „präsidierenden“ Niederländer urplötzlich Gas geben und die Sache „finalisieren“ wollen, versteht eigentlich niemand. Laura Creighton, Vizepräsidenten des Fördervereins für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII) und Software-Unternehmerin, kritisiert das „Last Minute“-Manöver scharf. Ihr Kommentar zu diesem undemokratischen Vorgehen der EU-Regierungsvertreter: „Der üble Geruch, der von Brüssel ausgeht, hat nichts mit dem Fisch zu tun.“ Gut gewählt ist auch die Gurke als Jahresauszeichnung. Denn eben dieses Gemüse musste es sich ja gefallen lassen, seitens der EU-Funkties einem Standard gemäß geformt zu werden. Was offensichtlich auch uns Bürgern (?) angedeihlich werden soll, oder? |