Das Aus für Transmeta Prozessoren?
Veröffentlicht am: 05.01.2005 10:23:54

Offenbar kann es sich Transmeta, der Designer und Hersteller der bekannten Stromspar-CPUs, nicht länger leisten Prozessoren herzustellen.

Statt die Chips selbst produzieren zu lassen, möchte man ähnlich wie Rambus lediglich die Lizenzen verkaufen, was weit weniger risikoreich ist, als selbst Chips zu vertreiben.

In einer Stellungnahme ließ Transmeta verlauten, dass man sich sein momentanes Business Model, das aus designen, entwickleln und verkaufen von x86 kompatiblen Prozessoren besteht, unter ökonomischen Gesichtspunken genau ansehen müsse.

Sieht man sich die Zahlen von Transmeta an, verwundert das wenig. Schon länger fragt sich die IT-Welt, wie lange Transmeta so noch duchhalten kann. Das Design und vor allem die (Fremd-)Produktion von High-Tech Chips ist nicht billig und bei den laufenden Preiskämpfen im mobilen Sektor kann man mit Herstellern, die ihre CPUs in eigenen Fabriken produzieren einfach nicht mitthalten. Das musste schon VIA erkennen, die aber mit ihren CPUs recht erfolgreich eine Nische besetzen konnten. Vor allem ist aber VIA nicht von den CPU-Verkäufen abhängig, da man noch etliche andere Produkte mit größeren Spannen im Angebot hat.

Seit etwas über einem Jahr versucht Transmeta nun schon eine zweigleisige Strategie, bei der man sebst erzeugen lässt und zusätzlich versucht Lizenzen an den Mann zu bringen.

Ergeben hat das im letzten Quartal 2004 einen Umsatz von 3,3 Millionen US-Dollar für Chip-Verkäufe und 3,7 Millionen Dollar an Lizenz-Einnahmen. Allerdings sind das Peanuts im Vergleich zu den 27,5 Millionen Dollar Verlust die im selben Zeitraum eingefahren wurden. Im Durchschnitt verliert die Firma rund 20 Millionen pro Quartal.

Transmeta hat 2000 die ersten echten Stromsparprozessoren auf den Markt gebracht. Anfangs konnte man sich dicke Fische, wie Sony und NEC angeln, jedoch reißen die Breichte über Produktionsprobleme bei den Chips nicht ab und wer seine Verträge nicht zeitgerecht erfüllen kann, hat eben schnell das Nachsehen.

Transmeta

mas




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