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Blu-ray hat sich laut Sony bereits durchgesetzt Veröffentlicht am: 22.02.2007 12:48:06 Im Formatstreit um die Nachfolge der DVD ruft sich eine Seite zum Gewinner aus: Sowohl bei der Anzahl der bereits produzierten, als auch bei den für 2007 geplanten Veröffentlichungen sieht sich Sony mit seinem Blu-ray Format als Sieger gegenüber dem Konkurrenten HD-DVD. (Anm.d.Red.: wie auch nicht anders zu erwarten war...) Den endgültigen Durchbruch in Europa erwarten die Vertreter von Sony DADC, verantwortlich für die Produktion der Blu-ray Discs bei dem Konzern, mit der Verfügbarkeit der Spielekonsole PlayStation 3, die auch als Blu-ray-Abspielgerät fungieren kann. Nachdem Sony DADC bereits seit August 2006 Blu-ray Medien in den USA, Japan sowie in Österreich herstellt, wird die Produktionskapazität von zehn Mio. Blu-ray Discs weiter ausgebaut. Ab Juli 2007 sollen acht weitere Produktionsstraßen in Salzburg die Arbeit aufnehmen. Mit einer gegenüber der DVD fünffach größeren Speicherkapazität verspricht Sony mit der Blu-ray noch schärfere, detailreichere und farbkräftigere Videos sowie besseren Ton. Insbesondere die derzeit aufkommende High Definition-Technik bei Fernsehgeräten (HDTV) brauche diese vergrößerte Speicherkapazität. "Die effizientere Datenkompression ermöglicht es uns, Videos in Full-HD auf den Blu-ray Discs zu speichern", erklärte Wolfgang Gruber, Product Manager Blu-ray Disc Authoring bei Sony DADC in einem Pressegespräch. Unter dem Begriff Full-HD wird üblicherweise die Möglichkeit verstanden, dass ein Gerät die höchste mögliche High-Definition-Auflösung von 1.920 bis 1.080 Zeilen ausgeben kann. Nachdem dieser Begriff allerdings keiner Normung unterliegt, kann er unterschiedlich interpretiert werden. Ein Gerät mit dem "HD-ready" Logo beispielsweise kann, muss aber nicht Full-HD tauglich sein. Neben dem besseren Bild bietet die Blu-ray, so Gruber weiter, auch zahlreiche Verbesserungen in der Menüführung wie etwa Popups während der Film läuft, oder auch flüssigere Animationen. Auf Grund der integrierten Java-Plattform (BD-J) lassen sich interaktive Filme, Spiele oder, über eine Internet-Anbindung, auch Online-Informationsangebote mit den Daten auf der Blu-ray Disc kombinieren. Kopierschutz als Stolperfalle Als problematisch für den Anwender könnte sich der Kopierschutz AACS erweisen, mit dem die Inhalte einer Blu-ray Disc, aber auch der HD-DVDs, geschützt werden. So sollen sich zwar Kopien von Blu-ray Discs erstellen lassen. Diese können dann jedoch nur beschränkt abgespielt werden. Das integrierte Schlüsselmanagement verwaltet, wie lange und auf welchen Geräten sich diese Kopien abspielen lassen. Auch die Erstellung einer Direktkopie wird erschwert: In der AACS-Spezifikation ist vorgesehen, dass geschützte Inhalte nur dann digital über Ein- und Ausgänge übertragen werden dürfen, wenn diese einen Kopierschutz integriert haben. Das sind etwa HDPC (High-bandwidth Digital Content Protection) kompatible Eingänge wie der HDMI-Stecker (High Definition Multimedia Interface). Bei analogen Ausgängen muss man mit (absichtlichen) Einschränkungen bei der Qualität rechnen: Diese können gemäß der aktuellen Spezifikation vom Rechtemanagement jederzeit auf geringere Auflösungen herunterskaliert werden, damit sie nicht zum Kopieren der Daten verwendet werden. Damit die Blu-ray Inhalte in der bestmöglichen Qualität ausgegeben werden können, müssen alle beteiligten Komponenten AACS unterstützen und deren Zusammenspiel auch einwandfrei funktionieren. (apa) |