Aus für Hotspots
Veröffentlicht am: 08.02.2005 11:03:29

Bei ONE zieht man die Notbremse, denn es rechnet sich leider nicht. Notebooks mit WLan verkaufen sich bestens, aber die Hotspots der verschiedenen Anbieter bleiben sozusagen „kalt“. Trotz dem Angebot, öffentliche Behördendienste darüber sogar kostenlos nutzen zu können. Vermutlich sind die „Angebote“, sprich die Kosten, den möglichen Kunden einfach zu hoch. Dabei begann alles so aussichtsreich.

Im Oktober 2001 übernahm ONE die eWave Telekommunikation GmbH, den Experten für WLan. Manche Funk-strecken wurden dann abgeschalten und andere Hotspots errichtet. Dann schloss man auch Kooperationen mit den Anderen und hatte zuletzt, österreichweit, 619 Stellen in Betrieb. Und gerüchteweise soll eWave, dem Vertriebs-arm von ONE, im Dezember gerade 300 WLan-Nutzungskarten zu je 90 Minuten sowie 15 Euro pro Stück ver-kauft haben. Wovon man so ein Netz aber nicht eben erhalten kann. Und ONE sourct sich weiter aus. Die Hotspots gehen an Alcatel, aber ob die sich’s leisten können werden?

Nicht besser sieht es bei T-mobile aus. Deren Kundenzahl hält sich konsequent bei 2 Millionen, wobei sich die Mehrzahl ja noch vom „mäxchen“ überreden ließ. Und müssen darum auch 150 Mitarbeiter gehen. Mehr Platz im neuen Palast, oder? Und bei den Hotspots soll gerade mal einer kostendeckend sein, wissen Insider hinter vorge-haltener Hand zu berichten. Pläne? T-mobile weiß nichts davon, auch nichts von weiterem Ausbau.

Mobilcom Austria steht ebenfalls auf der Bremse, muss aber die Kooperationszusagen gegenüber McDonald und den Austria-Trend-Hotels erfüllen. Ebenso wie auch noch einige Knotenpunkte der Öffies zu errichten sind. Wo-mit das A1-Netz vielleicht auf 200 Hotspots anwachsen wird. Aber Geschäft ist das alles keines.

Was einen „neuen“ Anbieter nicht stört. Schon von Europanet.at gehört? Oder belästigt worden? Denn nach drei bis vier Flugzettel an der Tür klopft ein gestrenger „Verkäufer“ nach: „Sie haben Internet? Bei wem?“
Also, ob man mit dieser Holzhammermethode genügend willige Funklaner finden wird? Die mit „bis zu 11 Mbit/Sek“(!) zufrieden sein sollen? Was auch zu bezweifeln ist. Nicht zu vergessen – wie lange gibt es dann die-sen Dienst überhaupt? Wer steckt da dahinter? Ob man da monatlich 36 Euro riskieren kann?

peecee


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