Adobe legt zu und streicht Arbeitsplätze
Veröffentlicht am: 16.12.2005 14:49:49

Der US-Softwareanbieter Adobe Systems hat im vierten Geschäftsquartal seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38 Prozent gesteigert und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Dennoch kündigte das kalifornische Unternehmen an, nach der gerade abgeschlossenen Übernahme von Macromedia zehn Prozent seiner Stellen zu streichen - etwa 650 bis 700 Arbeitsplätze.

Der Nettogewinn stieg auf 156,3 Mio. Dollar oder 31 Cent je Aktie, wie das in San Jose ansässige Unternehmen mitteilte. Der Umsatz wuchs auf 510,4 Mio. Dollar von 429,5 Mio. Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 29 Cent pro Aktie bei einem Umsatz von rund 507 Mio. Dollar gerechnet.

"Ich denke, das war ein sehr gutes, sehr solides Quartal", sagte Analyst Sasa Zorovic von Oppenheimer & Co. Adobe wolle mehr Stellen kürzen, als er erwartet habe. Aber das Unternehmen wolle eben die Betriebsgewinnspanne des Neuerwerbs Macromedia auf sein eigenes höheres Niveau bringen. Macromedia ist vor allem für seine Flash-Software bekannt, die zum Beispiel in der Werbung im Internet eingesetzt wird.

Der Personalabbau könnte dazu beitragen, dass Adobe seine ehrgeizigen Ziele erreicht, die laut Zorovic über den Prognosen der Wall Street liegen. So erwartet der Konzern im ersten Geschäftsquartal nun einen Umsatz von 630 bis 660 Mio. Dollar bei einem Nettogewinn von 13 bis 16 Cent pro Aktie. Für das Gesamtjahr 2006 rechnet Adobe mit einem Umsatz von 2,7 Mrd. Dollar und einem Überschuss je Anteilsschein zwischen 74 und 82 Cent.

(apa)


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