A-Trust doch nicht so vertrauenswürdig?
Veröffentlicht am: 27.01.2006 13:24:45

Die Wiener Zertifizierungsfirma A-Trust, größter Anbieter und zentrale Drehscheibe der elektronischen Unterschrift, steht mit 5,4 Mio. Euro in der Kreide, schreibt der "Kurier". Grund für die finanziellen Probleme sei das mangelnde Bürgerinteresse.

Die digitale Signatur, unter anderem Bestandteil der Bürgerkarte, sei seit Jahren ein Ladenhüter, so der Bericht. Seit den frühen Morgenstunden (27.1.) tagt die A-Trust Geschäftsführung, um über das weitere Schicksal zu entscheiden, hieß es auf APA-Anfrage.

Die größten Gesellschafter der Firma A-Trust sind die Banken BAWAG/P.S.K, BA-CA und Raiffeisen, sowie die Nationalbank, Telekom Austria und die Wirtschaftskammer. Ein großer Rückschlag wäre das Aus für A-Trust vor allem für die E-Government-Bemühungen der Bundesregierung, die in puncto Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten im europäischen Vergleich bereits sehr weit gediehen sind.

Die Krisensitzung der Geschäftsführung ist noch im Gange, Stellungnahmen über die weitere Vorgangsweise wurden angekündigt.

(apa)


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